29.12.2009
Allradler des Jahres 2009
BMW hat 2009 X1, X5 M und X6 M präsentiert, Mercedes den G 280 CDI "Edition Pur" und Ford Transit 4x4 und das Facelift vom Pick-up Ranger. Die Allradler des Jahres könnten kaum verschiedener sein, hier gibt es sie im Überblick.
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2009 gab es eine ganze Menge Allrad-Neuheiten. Wir lassen sie noch einmal Revue passieren! Fangen wir mit dem Buchstaben A an: "allroad" nennt Audi seine Grenzgänger, ein Mittelding zwischen rausgeputztem Kombi und dem Kundenwunsch nach einem vernünftigeren SUV. Die Gratwanderung klappte schon beim A6 allroad, seit 2009 fährt der kleinere A4 allroad in der gleichen Spur.
Für die erste Ausfahrt hat AUTO BILD den 2.0 TDI gewählt. Das Common-Rail-Aggregat schickt 170 PS und 350 Nm in den Allradantrieb. Einmal in Fahrt, zieht der Vierzylinder kräftig durch, sorgt für gute Fahrleistungen und hält sich an der Tankstelle angenehm zurück. Im Schnitt rinnen 6,4 Liter Diesel pro 100 Kilometer durch die Brennräume.
Dach auf, Sonne rein: Audi startet im Mai 2009 mit dem A5 Cabriolet in den Sommer. Ingolstadt hat mit dem A5 das klassische Cabrio perfektioniert. Anders als die Konkurrenz gehört der Audi zur Generation "Synthesizer". Jedes Teil, jede Komponente wirkt perfekt. Natürlich bietet Audi das Cabrio auch als quattro-Version.
Genießer werden mit dem A5 Cabrio nicht richtig froh. Zu straffes Fahrwerk, sportliche Lenkung, aufgeregter Motor – was das Herz im Sportwagen höher schlagen lässt, nervt im offenen Audi.
Ebenfalls 2009 präsentieren die Ingolstädter den Familien-Feger A5 Sportback, wie immer mit Motorvarianten im Überfluss und Allrad auf Wunsch. Der erste Eindruck begeistert. Wenn der A5 Sportback ums Eck pfeift, ist vom Fließheck kaum etwas zu spüren. Und die paar Extra-Kilo im Vergleich zum A5 Coupé fallen in Sachen Dynamik kaum ins Gewicht.
180 PS schieben den Sportback an, wenn der 2.0 TFSI mit an Bord ist. Damit schnurrt der Audi bei der AUTO BILD-Testfahrt souverän durch die Toskana.
Der Audi Q5 ist ein rundum gutes Auto – aber definiv keines für sparsame Typen. Seit 2009 gibt es ihn mit dem 2,0-Liter-TDI aus dem VW-Regal. Auch wenn der im Q5 nicht ganz so spritzig und drehfreudig wirkt wie im Tiguan, reichen die 170 PS und 350 Nm Drehmoment ...
... locker aus und erlauben immerhin bis zu 204 km/h. Für den Prestigesprint braucht der Audi allerdings 10,4 Sekunden, zweitschlechtester Wert im Vergleich der kompakten SUV von AUTO BILD. Damit kann er nur den Land Rover Freelander hinter sich lassen.
Neuer Grill und Unterfahrschutz als Hauptänderung. Das Umweltgewissen der Q7-Fans beruhigt seit 2009 der neue TDI clean diesel, der mit SCR-Kat nicht nur voll USA-kompatibel ist, sondern auch schon die künftige Euro 6-Abgasnorm erfüllt.
Von außen ist der Euro 6-Diesel praktisch nicht zu erkennen. Er mindert den Ausstoß schädlicher Stickoxide mit der Hilfe von Harnstoff. Die Tester von AUTO BILD ALLRAD überrascht das saubere Schiff mit reduzierten Emissionen und weniger Verbrauch bei gleichbleibend angenehmen Fahrleistungen.
2009 bringt uns den schnellsten Serien-Audi aller Zeiten, mit 5,2-Liter-V10, 525 PS und 316 km/h Topspeed. Der R8 5.2 FSI kostet ab 142.400 Euro – 35.000 Euro mehr als der 4,2-Liter, der sich nur noch schleppend verkauft.
Dieser R8 hat das Zeug, die Sportwagen-Rangliste auf den Kopf zu stellen: Er bietet Show und Substanz, Kitzel und Beherrschbarkeit. Weil er zudem Platz und einen nutzbaren Kofferraum hat, reichlich Grip mit dem Drehmomentsplit von 15/85 (vorne/hinten), fährt da ein alltagstaugliches Sportcoupé für betuchte Normalos ohne Extra-Schutzengel.
Audi belebt 2009 den Fünfzylinder-Turbo neu. Wie einst im Ur-Quattro, blubbert er unter der Haube des pfeilschnellen TT RS. Nur, dass jetzt statt 200 gleich 340 Pferde für Vortrieb sorgen. Common-Rail, Ladeluftkühler und dickes Drehmoment bei 1600 Touren – ein Audi TDI? Nix da, nur die Marke stimmt. Der Rest hat mit Diesel so viel zu tun wie Gina Wild mit Jungfräulichkeit.
Der TT RS steht auf Super plus – und fährt auch so. Herz des stärksten TT ist ein 2,5-Liter-Fünfzylinder mit Direkteinspritzung, 340 PS und Hammer-Drehmoment. Der spektakuläre Ballermann peitscht giftig hoch, zieht rücksichtslos durch und mischt unter seinen kehligen Motorsound noch ein rassiges Sprotzeln beim Gaswegnehmen. Klasse!
Erlanger Edelschrauber schaffen 2009 eine neue Sorte Crossover: aus Serie-II-Landy und Roadster. Gestatten, der Bell Aurens Longnose! Unter der langen Haube sitzt ein 4,5-Liter-V8 mit 235 PS. Denn Charme eines Vorkriegs-Bentley versprüht der Longnose sozusagen gratis.
Die Geländetauglichkeit des Roadster-Umbaus ist exzellent – der Longnose verwendet den Permanent-Allrad des aktuellen Defender. Erbauer Thomas Bell ist das Wagnis eingegangen, sich seinen automobilen Traum zu erfüllen. Für die geplante Kleinserie hofft er auf Kunden, sie seinen Enthusiasmus teilen.
BMW auf dem Weg zu neuen Ufern: Eine ganze Nummer kleiner als der X3, will der brandneue X1 seit Oktober 2009 VW Tiguan und Co aufmischen.
Das kompakte SUV lockt mit Premium-Qualität, erstmals auch mit reinem Hinterradantrieb (wie der Mercedes GLK) und vor allem mit attraktiven Preisen. Ab 2010 sinkt der Grundpreis auf 27.200 Euro Euro – so viel, wie ein VW Tiguan mit Allrad kostet. Kein Zufall!
BMW packt die Leistungskeule aus: 2009 erblickt der X5 M das Licht der Welt. Die 4,4-Liter-Hubraum seines Achtzylinders werden von einem Doppel-Turbo mit 1,5 bar Ladedruck befüllt. Eine Literleistung von etwa 126 PS (555 PS insgesamt) ist für beachtliche Fahrleistungen zuständig. In 4,7 Sekunden beschleunigt der X5 M auf Tempo 100.
Bulliger Auftritt ohne viel Schnickschnack: Das Ladeabteil im X5 M fasst 620 Liter und kann mit einigen Handgriffen auf 1750 Liter ausgedehnt werden. Das M-typische Fahrverhalten wird durch eine dynamische Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrädern erreicht. Sämtliche Fahrhilfen werden zentral koordiniert und liefern zu jedem Zeitpunkt optimale Traktion.
Der neue BMW X6 M steht seinem Bruder X5 M weder in der Leistung noch optisch nach. Frontstoßstange, Motorhaube und das Design der Scheinwerfer sind identisch. Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt auch mit M-Power alles in bekannten Regionen: Ab Tempo 250 macht eine elektronische Sperre dicht.
Kaufen Kunden das so genannte M Driver's Package, gibt BMW den X5 M und X6 M bis 275 km/h frei. Auch der X6 M setzt voll auf Understatement. Das Lastenabteil fasst mit 570 Liter (maximal 1450 Liter) etwas weniger Gepäck als beim X5 M.
BMW 750i xDrive: Ein langer Name für ein langes Auto, wir sprechen von 5072 Millimeter und - fast noch eindrucksvoller - von 1902 Millimeter Breite. Die Zeiten, in denen BMW-Fahrer nicht mehr aus eigener Kraft zur Skihütte in Kitzbühel kamen, sind seit 2009 vorbei.
Ab sofort gibt es den 7er xDrive mit Achtzylinder unter der riesigen Haube, also im 750. Mehr Bodenfreiheit als die Standard-Version hat der Allrad-Siebener nicht. Die zusätzlich angetriebene Vorderachse soll keine Flussdurchfahrten ermöglichen, sondern der allradgetriebenen Konkurrenz stilvoll die Suppe versalzen.
Der riesige Cadillac Escalade kommt 2009 als Hybrid zum Genfer Salon. Sein wuchtiger Sechsliter-V8 mit 337 PS ist an zwei Elektromotoren gekoppelt und arbeitet mit Zylinderabschaltung.
Dank der zwei Elektromotoren soll der Escalade Hybrid laut Cadillac nur 11,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Der "normale" Escalade benötigt im Schnitt 15,1 Liter.
Auf dem Genfer Salon 2009 feiert außerdem die neue Generation des Cadillac SRX Europa-Premiere. Sie hat mit dem klobigen Vorgängermodell nur noch wenig gemeinsam. Der neue SRX wirkt sportlicher und dynamischer. Das lange Kombiheck ist verschwunden, der Wagen ist um zehn Zentimeter geschrumpft.
Im neuen SRX arbeiten sechs Zylinder, der durstige V8 ist komplett gestrichen. Den Einstieg bildet ein 262 PS starker Dreiliter-V6. Basis-Triebwerk: Der Dreiliter-V6 mit Direkteinspritzung zählt zu den kleinsten Motoren, die Cadillac derzeit auf dem US-Markt im Angebot hat.
2006 bereichert Fiat mit dem Sedici das Segment der kompakten SUV. 2009 ist es Zeit für eine Auffrischung – optisch wie technisch. Das kompakte SUV rollt mit neuer Front zum Kunden, modifizierte Stoßfänger, Kühlergrill und Nebelscheinwerfer sorgen für eine frische Optik. Völlig neu ist der 2,0-Liter-Turbodiesel im Sedici 2.0 Multijet 16V, der den 1,9-Liter-Motor ersetzt.
Der Benziner im Sedici 1.6 16V leistet nun 120 PS, rund zehn Prozent mehr als bisher. Trotzdem sinkt der Verbrauch um rund zehn Prozent auf 6,2 Liter Benzin pro 100 Kilometer (4x2). Zur Wahl stehen außerdem Kombinationen von Vorderradantrieb mit Handschaltgetriebe oder Automatik, sowie Allradantrieb mit manuellem Getriebe.
Lang hat's gedauert, bis Ford in den Transit den Front- und Hinterradantrieb gleichzeitig einbaut – anstatt immer nur wahlweise. Gewerbetreibende erhalten dadurch einen robusten, zweckmäßigen Ladekünstler. Aus der unübersehbaren Vielfalt der Transit-Versionen sucht sich AUTO BILD ALLRAD den Ford Transit FT 350 L 4X4 Trend zum Test aus.
Die Karosserie ist ausreichend verarbeitet, alles wirkt einfach und zweckmäßig – wie geschaffen für den rauen Alltag in Industrie und Handwerk. Der Common-Rail-Diesel zieht kräftig an. Der Allradantrieb beteiligt die Vorderachse erst mit Verzögerung, dann aber entschlossen am Vortrieb und vermeidet so jegliche Verspannung beim Rangieren des Langschiffs.
Einsame Premiere am Genfer See 2009: Der Ranger ist die einzige Neuheit von Ford auf dem Salon. Wie bisher sind drei Varianten lieferbar: Single Cab, Rap Cab und natürlich die Doppelkabine. Alle dürfen eine Tonne zuladen und bis zu drei Tonnen an den Haken nehmen.
Die neue Front soll das Dickschiff schlanker erscheinen lassen, Stoßfänger und Grill wurden neu gezeichnet. Erstmals kann der 2,5-Liter-Diesel (143 PS) mit einer Fünfgang-Automatik kombiniert werden, Top-Motor bleibt der 3,0-Liter TDCi mit 156 PS. Die Wildtrak-Variante mit Chrom und Komplettausstattung ist weiter das Flaggschiff der Baureihe.
Erkennen Sie den Unterschied? Den CR-V hat Honda fürs Modelljahr 2010 geringfügig überarbeitet. Die Front sieht insgesamt wuchtiger aus, der Grill wurde stärker konturiert und mit Chrom-Leisten versehen. Auch die Stoßfänger und die Motorhaube wurden einer kleinen kosmetischen Überarbeitung unterzogen.
Aus dem Motor des SUV werden 14 PS extra herausgekitzelt, er leistet jetzt 180 PS. Feinere Einspritzdüsen und besonders reibungsarme Kolbenringe sollen den 2,4 Liter großen Benziner zur Sparsamkeit erziehen.
Erstmals Xenonlicht, Sechsgang-Automatik und V6-Diesel. Mit dem ix55 liefert Hyundai 2009 in Europa sein Meisterstück ab. Besser und moderner ausgestattet war noch kein Hyundai zuvor. Auch preislich steigen die Koreaner mit dem 4,84 Meter langen und fast zwei Meter breiten Siebensitzer eine Klasse auf: 42.290 kostet die Basisausstattung "Comfort".
Einzig bestellbare Extras: Metallic-Lackierungen wie Satin Beige, Natural Khaki oder Dark Bronze für einheitlich 790 Euro sowie ein Panoramadach für 1090 Euro. 239 PS liefert der 3.0 V6 CRDi ab, souverän, leise, durchzugsstark. 451 Newtonmter Drehmoment liegen ab 1750 Umdrehungen an, 200 km/h Spitze schafft der ix55 Spitze.
Das Facelift des Hyundai Santa Fe zeigt auf der IAA 2009 in Frankfurt viel Neues. Wichtigste Änderung: kräftigere, aber gleichzeitig sparsamere Motoren. Der 2,2-Liter-Diesel nach Euro-5-Norm treibt den Hyundai-Allradler jetzt mit 197 statt mit 155 PS an, verbraucht aber mit 6,6 Litern (174 g/km CO2) weniger als sein Vorgänger (7,0 l/185 g/km).
Den Einstieg bei den Benzinern bildet jetzt ein 2,4-Liter-Vierzylinder, der laut Werksangabe mit nur 8,5 Litern (- 1,6 Liter) und 103 g/km CO2 (vorher 241) auskommt. Beide Triebwerke kooperieren mit serienmäßigem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechsstufen-Automatik mit Eco-Modus und bringen den neuen Santa Fe auf 190 km/h.
Deutlich gewachsen: Der 2009 präsentierte Kia Sorento II ist 4,69 Meter lang (plus zehn Zentimeter) und hat Platz für bis zu sieben Personen. Vor allem die sanfte Tour beherrscht der Koreaner, optisch wie fahrerisch.
Stimmig: ein Heck, das nicht aneckt, und Leuchten mit Diodentechnik. Der neue Kia Sorento kostet ab 25.000 Euro. Fazit von AUTO BILD-Redakteur Tomas Hirschberger: "Gefälliges Design, viel Platz, guter Komfort. Aber auch: teilweise billige Materialien und zu schaukelig in schnellen Kurven."
Mehr als ein Facelift – Land Rover hat den Discovery 2009 umfangreich aktualisiert: Front im Range-Rover-Stil, geänderte Fahrwerksgeometrie und neues Cockpit. Den größten Unterschied macht der neue Dreiliter-Turbodiesel mit 245 PS, satten 600 Newtonmeter Drehmoment und Euro 5 aus.
Der Discovery Jahrgang 2010 ist ein klarer Schwenk in Richtung Luxus. Ein Range Rover zum Land-Rover-Tarif – könnte funktionieren an der Absatzfront. Innen gibt es viel Licht unter drei Glasdächern.
Sieht so ein sparsames Auto aus? Eher nicht. Dennoch ist der neue Lexus RX 450h ein echter Knauserkönig. Dank Hybridantrieb verbrennt er im Drittelmix nur 6,3 Liter Super auf 100 Kilometern.
Mit dem Saubermann im SUV-Kleid verteidigt Lexus seine Sonderstellung in diesem Segment 2009 eindrucksvoll. Der neue RX ist dynamischer, eleganter und sparsamer als der Vorgänger. Einen ernstzunehmenden deutschen Konkurrenten gibt es (noch) nicht, obwohl der Japaner bereits in zweiter Generation zum Händler rollt.
Mit sanfter Hand hat Mazda seinen Pick-up BT-50 angefasst. Das Modelljahr 2009 kommt mit behutsam modifizierter Front, außerdem steht ab sofort eine größere Farbauswahl zur Verfügung. Jetzt wirkt er dynamischer, kraftvoller und - O-Ton Mazda - "muskulöser".
Äußerlich wurde nur die Frontpartie umgestaltet – sie ähnelt nun der Form eines "kursiven H". Käufer wird freuen, dass es den BT-50 jetzt in elf unterschiedlichen Außenlackierungen gibt, außerdem gibt es drei Zweifarblackierungen. Die Sonderausstattung "Toplands" bekommt eine getönte Heckscheibe und getönte Seitenfenster. Die Alufelgen in 16 Zoll haben ein neues Design.
Erst 2009 wird der Mazda CX-7 dank Dieselmotor zum interessanten Tiguan–Rivalen. Dafür ist der Diesel besonders sauber. Die 173 PS aus knapp 2,2 Liter Hubraum sorgen für wirklich angemessene Fahrleistungen. Optisch wartet das Facelift des Japaners mit neuen Zierteilen und Rädern, Änderungen an Grill, Stoßfängern und Spoiler auf.
Der Diesel ist serienmäßig mit Harnstoff-Entstickung und SCR-Kat ausgerüstet. Dennoch erfüllt er vorerst nur Euro 5. Die angegebene Spitze von 200 km/h ist glaubhaft und liegt auf Klassenniveau. Die Frage, warum der Neue trotz Ad-Blue-Einspritzung "nur" die Euro 5-Norm erfüllt und nicht Euro 6, beantworten die japanischen Techniker verständnislos: "Es ist doch noch nicht nötig."
So viel Sicherheit wie die neue E-Klasse bietet kein anderer. Seit März 2009 präsentiert Mercedes die neue obere Mittelklasse der Welt Stück für Stück. Sie fährt agiler als der Vorgänger und es gibt endlich Direkteinspritzer. Das Design ist immer eine Geschmacksfrage, die Qualität stimmt in jedem Fall. Die gute Nachricht für passionierte Wintersportler: es gibt eine 4Matic-Version.
Die hört auf den Namen E 350 4Matic und hat einen 3,5-Liter-V6 mit 272 PS zu bieten. 9,7 l Super verbraucht sie auf hundert Kilometer und stößt 233 Gramm CO2 pro km aus.
Vielseitig und vornehm, groß, komfortabel und sicher. Das neue T-Modell der E-Klasse muss es vielen recht machen. Das Rezept, mit dem ihr das gelingen soll: Platz und Komfort ohne Ende, kombiniert mit der typischen Sicherheit der E-Klasse.
Das E-Klasse T-Modell mit Allrad hat zwei Motoren zu bieten, den E 350 mit V6-Benziner und 272 PS und den E 350 CDI mit V6-Turbodiesel und 231 PS. Der Benziner läuft 234 Spitze, und verbraucht 8,9 Liter Super auf hundert Kilometer. Der E 350 CDI schafft Vmax 235 km/h und braucht 7,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Beide kosten 56.942 Euro.
Dem Jubiläums-G G 280 CDI "Edition Pur" fehlt konsequent alles, was der automobile Massengeschmack 2009 fordert. Er bietet dafür Tugenden, die man für längst vergessen und begraben gehalten hätte. Ohne das hohe Gewicht wäre der G mit seinem 2,8-Liter-Diesel mit 183 PS im Gelände unbesiegbar – vor allem dank der kurzen Gesamtuntersetzung.
Einfach, zweckmäßig, praktisch: Im G 280 CDI "Edition Pur" ist alles Sonderausstattung, was man nicht zur Fortbewegung braucht. Zum Beispiel die schwarzen 16"-Aluräder. Die harmonieren zwar bei schwarzer Außenlackierung gut mit den schwarzen Zier- und Anbauteilen, Serie sind aber normale Stahlfelgen.
Frischer Schwung für den Mercedes GLK: Im Gegensatz zum 220 CDI (170 PS), den es auch mit Heckantrieb gibt, treibt der Motor im GLK 250 CDI Blue Efficiency 4Matic alle vier Räder an und verteilt die 500 Newtonmeter Drehmoment über die Siebengang-Automatik 7G-Tronic.
So wird der kantige Benz zum Sportler: 7,7 Sekunden vergehen bis Tempo 100, maximal sind 213 km/h drin.
Mercedes hängt dem GL 2009 etwas mehr Chrom an. Wer genau hinsieht, erkennt modernisierte Stoßfänger, einen neu gestalteten Chrom-Unterfahrschutz, neue Auspuffendrohre in Chrom und den modifizierten Grill mit einer Chromspange, der von Nebel- und Tagfahrlichtstrahlern eingerahmt wird.
Dazu kommt der GL in den Genuss der Assistenzsysteme aus der S- und E-Klasse, unter anderem das Intelligent Light System und aktive Kopfstützen. Die komplette Modellfamilie erfüllt die Euro 5-Norm, außerdem sparen die Aggregate bis zu fünf Prozent Kraftstoff. Als Motoren dienen unter anderem der 350 CDI BlueTec.
Der ML 320 BlueTec fährt sich identisch zum ML 320 CDI. Nach einer Gedenksekunde schiebt er kräftig voran. Obwohl er zwölf PS weniger hat als sein Pendant ohne BlueTec-Anlage, fährt der Mercedes souverän durch die Lande. Selbst wer Vollgas gibt, kann das mit fast reinem Gewissen tun. Aus dem Auspuff kommen weder Rußpartikel noch Stickoxide (Nox).
Der ML 320 BlueTec arbeitet statt mit einem Nox-Speicherkat mit einem SCR-Kat (Selective Catalytic Reduction). Dabei wird eine wässrige Harnstofflösung (AdBlue) in den Abgasstrang eingespritzt und so in einem chemischen Prozess die Nox-Emissionen um 80 Prozent reduziert.
14 Jahre hat es gedauert, bis Opel einen Nachfolger für den guten alten Vectra A 4x4 auf die vier Räder gestellt hat: den Allrad-Insignia. Ein Zweiliter-Turbobenziner mit 220 PS, ein 2.8-V6-Turbobenziner mit 260 PS sowie ein 2.0-Turbodiesel mit 190 PS stehen zur Wahl.
Der Vierzylinder-Turbobenziner ist die preisgünstigste Version und gefällt obendrein mit kraftvollem Antritt ab rund 1800 Touren bei ordentlicher Laufkultur auf. Mit ihm ist der Allrad-Insignia ein sehr angenehm zu fahrendes, weil ausgewogenes Auto. Dazu ist er preiswert und sauber verarbeitet. Nur das unübersichtliche Heck stört.
375 Diesel-PS, Platz für vier Soldaten und einen MG-Schützen, mehr als eine Tonne Zuladung und eine Panzerung, die bis zu 15 Kilo Sprengstoff standhalten soll. Das Oshkosh M-ATV wird in Zukunft in Kriegsgebieten den Hummer H1 der US-Armee ersetzen.
Laut Oshkosh soll das M-ATV trotz seines Gewichts von 11 Tonnen sehr wendig sein und jedes Gelände meistern. Der schnellste und sicherste Weg für die Soldaten in die Kampfzone und zurück, so das Unternehmen.
Porsche tankt Diesel. Das ist so glaubhaft, als würde Madonna ein Buch über Keuschheit schreiben. Diesel im Porsche: Das geht doch gar nicht. Von wegen! 2009 wird es wahr. Das Fahrgefühl des Cayenne lässt sich noch nicht einmal mit einem Diesel verderben. Die Transplantation des Audi-V6 verstärkt eher den Premium-Anspruch.
Den 3.0 TDI hat Porsche verfeinert und verbessert, wo es nur ging, dazu den Geräuschpegel heruntergedreht. Der Motor schnurrt jetzt so leise wie ein Benziner, nimmt auch genauso ungehemmt Gas an, gibt herrlich gleichmäßig Kraft ab und schönt mit 9,3 Liter Verbrauch ganz nebenbei die verheerende CO2-Bilanz der Zuffenhausener.
2009 ist die Zeit reif für eine neue Baureihe aus Zuffenhausen: Der Panamera ist die Businessklasse von Porsche und wird ab September 2009 in Leipzig vom Band rollen. Ehrgeizige Ziele: 20.000 Panamera will Porsche absetzen. Ab dem Panamera 4S gibt es Allrad-Antrieb.
Der Panamera läutet eine neue Zeitrechnung ein. Ist das noch ein Porsche? Na klar! Viel mehr als der übergewichtige Cayenne. Nicht jeder wird den Viertürer schön finden, dafür haben wir alle zu sehr die 911er-Schere im Kopf. Aber als sportliche Alternative zu all den Luxusschlitten wird der Panamera seinen Weg machen – und wohl auch allen gnadenlos um die Ohren fahren.
Land Rover schickt seinen Luxusliner Range Rover mit neuem Herz ins Modelljahr 2010. 5,0-Liter-V8, kompressorgeladen, mit 510 PS und 625 Nm Drehmomentmaximum. Innen gibt es noch mehr Luxus, außen gibt es ein leichtes Facelift. Scheinwerfer, Kühlergrill und Stoßfänger wurden neu gezeichnet.
Das Interieur ist neu, optional ist ein Infotainment-Touchscreen mit Dual-View-Technologie zu haben, auf dem Pilot und Beifahrer gleichzeitig separate Bilder sehen können. Die Preisliste beginnt bei 85.900 Euro für den Range Rover TDV8 HSE und bei 110.400 Euro für den neuen Range Rover 5.0 Supercharged.
Auch beim Range Rover Sport muss der Betrachter genauer hinschauen, um den Zwei-Lamellen-Grill als Neuheit zu erkennen. Leichter fällt es bei den Scheinwerfern, deren Tagfahrlicht ebenfalls in LED-Technik gehalten ist.
Auf Wunsch gibt es auch hier das Surround-Kamera-System, Serie ist die intelligente adaptive Fahrwerkssteuerung "Adaptive Dynamics". Die Kanten bleiben wie in Stein gemeißelt, die Heckleuchten bekommen LED-Technik. Richtig Schwung bringt der 5,0-Liter-Kompressor mit 510 PS, der im Range Rover Sport ab 82.200 Euro zu haben ist.
Robuster Schwedenstahl ab 36.650 Euro: 2009 ergänzt der Saab 9-3X die Baureihe um einen sportlichen Crossover mit Offroad-Optik. Um 35 Millimeter haben die Saab-Entwickler die Bodenfreiheit gegenüber dem 9-3 SportCombi erhöht. Ein Unterfahrschutz und Schutzverkleidungen an Seitenschweller und Kotflügeln sollen die Geländetauglichkeit verbessern.
Mit dem 9-3X springen die Schweden endlich auf den Zug auf, der mit Audi allroad, Skoda Octavia Scout, Subaru Outback und Volvo XC70 bislang noch spärlich besetzt ist. Eigentlich unverständlich, denn technisch ist der 9-3X nichts anderes als ein 9-3 XWD auf Stelzen.
Mit dem Superb Combi wagt sich Skoda ins Segment der Oberklasse-Kombis vor – und startet die (Preis-)Attacke auf den Lademeister Mercedes E-Klasse T-Modell: Bereits ab 23.950 Euro ist der große Tscheche zu haben. Die 4x4-Version hat einen 3.6 FSI mit 260 PS unter der Haube. 247 km/h Spitze sind mit dem drin. 10,2 l Super verbraucht der V6-Superb auf 100 km.
Viel Kombi: Der Skoda Superb Combi ist das Größte, was die tschechische VW-Tochter momentan zu bieten hat. Der Oberklasse-Lastesel bietet luxuriöse Ausstattung und richtig viel Platz. Den 4x4 gibt es ab rund ca. 36.200 Euro.
Die Jagd nach Tiguan, Qashqai und Co. kann beginnen: Das Allradvergnügen beim Skoda Yeti beginnt bei 22.690 Euro für den 2.0 TDI mit 110 PS. Den Einstiegsbenziner 1.8 TSI mit 160 PS gibt es ab 23.590 Euro. Beide Modelle haben in der Version Active zwar keine Klimaanlage an Bord, dafür aber jede Menge anderer Features.
Mit ESP, sechs Airbags, elektrischen Fensterhebern vorn, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, Tagfahrlicht, Dachreling sowie drei herausnehmbaren Einzelrücksitzen ist das Kompakt-SUV nicht schlecht ausgestattet. Die beiden stärkeren Dieselversionen mit 140 und 170 PS kommen serienmäßig u.a. mit Klima, neun Airbags und Alurädern daher.
Natürlich gibt es attraktivere Autos, doch der Legacy überzeugt auch 2009 mit solider Verarbeitung und tadellosem Fahrverhalten, und mit Allrad sowieso. Den 2,5-Liter-Boxer (Basisversion: etwa 170 PS) treibt ein Turbo auf rund 281 PS (in der Japan-Version), das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm – und das zwischen 2000 und 5600 Umdrehungen.
Fast ohne Traktionsprobleme und Turboloch stürmt der Allradler nach vorn. Zum sportlichen Antritt passt das verbesserte Fahrwerk, das eine enge Verbundenheit mit der Straße schafft und die 4,74-Meter-Limousine fast spielerisch durch Kurven räubern lässt. Neben den 2,5-Liter-Versionen, werden noch zwei Zweiliter-Boxer mit jeweils 150 PS angeboten.
Ist der groß geworden: Zur Europa-Premiere auf der IAA 2009 legt der Subaru Legacy kräftig zu. Der Kombi ist 55 Millimeter länger als das Vorgängermodell, ...
... der Radstand wurde um 80 Millimeter verlängert, was dem Knieraum im Fond zugute kommt.
Mit 200 mm Bodenfreiheit und gutem Allradsystem bietet der Subaru Outback mehr Schlechtwege-Können, als man ihm zutraut. Als typisches Technikmerkmal übernimmt natürlich auch die vierte Outback-Generation den streng symmetrisch aufgebauten Allradantrieb mit Boxermotor, der unter anderem für ein besonders harmonisches Fahrverhalten sorgt.
Der Sechszylinder 3.6R zeigt on- wie offroad souveräne Kraft. Die Wandlerautomatik hilft ihm speziell im Gelände.
Drei Jahre nach dem Debüt hat Suzuki 2009 den SX4 aufgefrischt. Die Kosmetik fiel allerdings höchst übersichtlich aus. Der Grill in Trapezform, ein neues Stoßfängerdesign und ein versilberter Unterfahrschutz – das war es an optischen Neuigkeiten am SX4 der neuen Generation.
Hinten lassen die Japaner alles wie gehabt, auch die Seitenansicht bringt keine neuen Erkenntnisse. Was ist also neu am SX4? Vor allem die Motoren. Ein Zweiliter-Turbodiesel ersetzt den bisherigen 1,9-Liter-Motor mit 120 PS. Der Benziner leistet statt 107 künftig 120 PS. Gleichzeitig wurde der Durst von 6,7 auf 6,2 Liter reduziert, wie der Diesel erfüllt auch er die Euro 5-Norm.
Der Toyota Land Cruiser rollt 2009 aufgefrischt zu den Händlern. Der Dschungelkönig soll dank elektronischer Helfer auf nahezu allen Pisten durchkommen und wie üblich reichlich Luxus mitbringen. Seit 60 Jahren bewegt der Toyota Land Cruiser Menschen rund um den Globus auf nahezu jedem Terrain.
Die Antriebskraft des 173 PS starken 3,0-l-D-4D-Dieselmotors wird ab sofort permanent an alle Räder geleitet. Dank der Crawl Control kann der Fahrer aus fünf Geschwindigkeiten das für das jeweilige Gelände passende Tempo auswählen.
So ein Klein-SUV wie der Toyota Urban Cruiser ergibt Sinn, solange es die Kosten drückt. Das klappt auch, denn gegenüber einem größeren RAV4 kann man mit einem Liter/100 km weniger Verbrauch und 10 Prozent geringeren Kosten für Steuer und Versicherung rechnen. Wirklich billig ist der Urban Cruiser aber nicht. Denn ein größerer Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 kostet nicht mehr.
Serienmäßig sind sechs Airbags, dazu ein Kniebag für den Fahrer, außerdem ESP, hervorragende Bremsen und das einwandfreie Fahrverhalten. Der Grundpreis für den Toyota Urban Cruiser 1.4 D-4D 4x4 beträgt 22.950 Euro.
Zwei Jahre nach dem Debüt rüstet VW den Caddy Maxi mit dem Allradantrieb 4Motion aus. So wird der verlängerte Transporter zum Klettermaxe – zumindest im leichten Gelände. Beim 4Motion verteilt eine elektronisch geregelte Haldex-Kupplung die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse. Einziger wählbarer Motor ist der 1,9-Liter-TDI mit 105 PS.
Serienmäßig sind bei der Allradversion immer ein Berganfahrassistent und das elektronische Stabilisierungsprogramm ESP an Bord. Neben der elektronisch geregelten Haldex-Kupplung verfügt der Caddy über eine zweiteilige Kardanwelle, eine Starrachse, eine an das Hinterachsdifferential und die Kardanwelle angepasste Abgasanlage und einen neuen Tank.
Neue Transport(er)-Gebühren: Volkswagen hat die Preise für den 2009 modellgepflegten Bus T5 festgesetzt. Nach dem Facelift kostet der günstigste Multivan knapp 300 Euro weniger. Und er hat einige Extras serienmäßig an Bord.
Der neue T5 mit Allrad kommt mit zwei Motoren zum Händler, einem 2,0-Liter-TDI mit 140 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe und einem 2,0-Liter-Biturbo-Diesel mit 179 PS und DSG. In der günstigst möglichen Version will VW für den T5 Startline 4Motion mit 2.0-TDI 37.316,02 Euro haben.
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