"It's a boat, si?" Nein, ein Amphicar von 1963. Erfunden von Hanns Trippel, der schon an den Schwimmwagen bastelte, als die Italiener noch im Ruderboot schwitzten. AUTO BILD-Autorin Daniela Pemöller auf einem Tripp, der Wellen schlägt.
Dieses Schwimmauto hier gehört Bernd Weise aus Berlin. Auf der Straße schafft das Amphicar 120 Sachen.
Das Ziel von Weise: Venedig statt Wannsee. Jawohl: Venedig! Eine Stadt, in der es zwar Ampeln, aber keinen Asphalt gibt. Und jede Menge Wasserstraßen.
Um auf ihnen lässig umher zu schippern, muss der 1050 Kilogramm schwere Schwimmwagen allerdings erstmal ins Wasser. Weise rollt deshalb langsam auf ein fünf Quadratmeter großes Holzbrett. Ziemlich weit nach vorn, denn das Gewicht liegt hinten beim Motor.
Denn man tau! Vorsichtig hievt der Kran den Wagen in den Kanal, so dass im Hafen von Venedig die außergewöhnliche Stadtrundfahrt beginnen kann.
Jetzt nur noch die Türen mit beiden Riegeln fest verschließen, Zündschlüssel drehen und auf den Anlasserknopf drücken.
Welch Wunder, die extrafetten Gummidichtungen halten. Kein Wasser dringt durch die Ritzen. Der Wagen bleibt oben auf dem Wasser. Er schwimmt.
Das gibt's wirklich nur einmal: im Cabriolet über den Canal Grande. Volle Kraft voraus! Venedig ahoi!
Ein Arm aus dem Fenster hängend, tuckert der Berliner mit seinem Auto-Boot ...
... dem milden Morgenlicht der Lagunenstadt entgegen.
Zu dieser Stunde gehört Venedig noch nicht den Touristen. Nur Bernd Weise und AUTO BILD-Autorin Daniela Pemöller.
Zwischenstopp: Der Kellner vom Luxushotel Gritti Palace bringt ...
... zwei Espressi ans Auto. Wohl bekomm's, Salute!
Die Heckflossen des Amphicar sind nicht nur schick, sondern wirken auch wie Wellenbrecher und schützen den Motor vor überschwappendem Wasser.
Weise gesteht: "Das Amphicar ist weder ein perfektes Auto noch ein perfektes Boot – die Kombination macht den Reiz aus." Ein Musterbeispiel an Manövrierfähigkeit ist der Schwimmwagen auch nicht gerade.
Es gibt weder ein Ruder noch Außenborder. Kapitän Weise kann nur mit den Vorderrädern steuern, der Wendekreis von bis zu 35 Metern macht das Einparken zwischen eng gesetzten Pfählen zum Risikomanöver.
Polizeikontrolle: Fahrgenehmigung vom Hafenamt, ausnahmsweise ausgestellt für AUTO BILD.
Die Beamten prüfen die Papiere von Bernd Weise.
Alles bene, Fahrer darf weitergondeln.
Zu viel Verkehr: Statt der Spitzengeschwindigkeit von zwölf Kilometern die Stunde schafft das Amphicar hier nur vier.
Verdrehte Köpfe, klappende Kinnladen, Blitzlichtgewitter, egal wo Weise auftaucht. Angelina Jolie könnte vorbeistöckeln – keiner würde sie bemerken.
Steuermann Weise und AUTO BILD-Autorin Daniela Pemöller amüsieren sich königlich.
Wer fotografiert hier wen? Bernd Weise nimmt eine Gondel vorm Peggy-Guggenheim-Museum ins Visier, während ...
... die Venezianer schnell die Kamera zücken. So etwas sieht man schließlich nicht alle Tage.
Und so ist klar, wie man in einer der schönsten Städte der Welt ...
... ganz schnell zum Star wird. Einfach mit unserem Fotomodell cruisen. Abtauchen lässt sich mit ...
... dem sQuba von Rinspeed. Tauchermaske aufsetzen, langsam – pscht-pfffff – über die Pressluft atmen. Das Wasser fließt über die Türen, ...
... das Cockpit säuft ab. Zwei Jetantriebe an den Seiten reichen, um die Elise zum Tauchen zu bewegen. Blubbern die 3,6 kW starken Düsen, ...
... zieht es das U-Boot-Auto nach unten.
Mit der Nase zuerst sackt der sQuba Richtung Meeresgrund.
Neugierig schwimmen kleine Fische und Schnappschildkröten vorbei, wie in einer anderen Welt.
Ellebogen raus muss sein – auch mit Maske im Gesicht!
Hier wassert der Amphicoach Amphibious Tourist Bus, ein Schwimm-Bus für 50 Leute.
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