Ein Herz, zwei Seelen: Audi A4 und VW Passat gleichen sich in einigen Belangen wie eineiige Zwillinge. Die 160 PS starken Benziner haben mit Frontantrieb, Sechsgangschaltung und typischem Mittelklasse-Raumkonzept eine identische DNA. Die beiden teilen sich dazu ...
... sogar das Herz: den modernen 1,8-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Unterschiede gibt es aber dennoch reichlich. Zum Beispiel ...
... beim Preis: 28.950 Euro kostet der Ingolstädter, 27.125 Euro der Wolfsburger.
Der junge A4 ist moderner – was sich zum Beispiel durch aufwendigere elektronische Helfer ausdrückt. Einen optionalen Spurhalteassistenten mit Frontkamera ...
... gibt es im Passat genauso wenig wie die automatische Überwachung des toten Winkels per Radartechnik. Beim genauen Nachrechnen schrumpft der Kostenvorteil des VW ganz schön zusammen.
Richtungswechsel: Audi setzt auf längs eingebaute Aggregate, Volkswagen ...
... baut den TSI quer ein. Die Eckdaten sind identisch: 160 PS, 250 Newtonmeter. Die Fahrleistungen sind es dagegen nicht.
Eine halbe Sekunde langsamer: Der schwerere A4 (1543 gegenüber 1460 Kilo) kann dem Passat bei gleicher Leistung nicht folgen, zieht trotz identischen Drehmoments ...
... messbar weniger kräftig durch. Nur nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit kämpft sich der Audi um immerhin fünf km/h am VW vorbei: Er schafft Tempo 225.
Der Hauch von Behäbigkeit verschwindet, wenn der A4 auf Kurven losgelassen wird. Aufgekratzt stürzt er sich in Ausweichgassen und Pylonenkurse. Zackig, präzise und tadellos beherrschbar ...
... geht's durch Kurven, in denen der Passat bereits mit regelndem ESP nach Verschnaufpausen bettelt. Klare Sache: Hier ist der Audi auch dank seiner moderneren Vorderachskonstruktion und der zielgenauen, variablen Lenkung in seinem Element. Das gilt auch ...
... für die Bremsen. Kalt oder warm, beladen oder unbeladen: In allen Disziplinen nimmt der A4 dem Passat ...
... wertvolle Zentimeter ab. In Zahlen: Warm benötigt der beringte Bayer 37,6 Meter, um aus Tempo 100 zum Stehen zu kommen, der Passat braucht einen halben Meter mehr.
Heißer Reifen: Die Fahrstabilität des Passat ist grandios. Wenn auch nicht ganz so gut wie die des A4.
Stelzbein: Auch wenn die Federung äußerst souverän arbeitet – die steifen 17-Zoll-Reifen des Testwagens aus Ingolstadt rumpeln etwas ungeschmeidig über schroffe Fahrbahnkanten. Komfortabler als der Passat ...
... ist er somit also nicht. Die tadellose Funktionalität, die problemlose Bedienbarkeit und das enorme Platzangebot des Passat inklusive besserer Übersicht und hohem Abrollkomfort hieven den Maßstab nach oben.
Wahre Größe: Mit rund 4,77 Metern Länge übetrifft der Passat den Audi um sieben Zentimeter. Das macht sich deutlich bemerkbar: Vor allem im Fond ...
... ist der Wolfsburger deutlich geräumiger ...
... als der Konkurrent von der Donau. Auch der A4-Kofferraum ...
... ist mit 480 (maximal 962) Litern 85 Liter kleiner als ...
... beim Passat. Zuladung und Anhängelast sind beim Audi ebenfalls geringer.
Auch bei der Einrichtung zeigen sich die unterschiedlichen Geschmäcker: Den A4 kennzeichnen sauber eingepasste Zierrahmen und ...
... die üppige Tasten-Belegung auf der Mittelkonsole rund um das MMI. Der VW ...
... kommt dagegen zwar effektiv, aber eher unspektakulär daher - aufgeräumter Mittelklasse-Charme. Die Klimaanlage ...
... ist intuitiv zu bedienen, arbeitet aber nicht vollautomatisch wie im Ingolstädter.
Noch ein Blick in den A4. Die Sitze sind ergonomisch geformt, äußerst stabil und bequem. Wer es sich gemütlich gemacht hat, blickt auf ...
... die wunderbar klar strukturierten und gut ablesbaren Instrumente.
Vorbei die Zeit der Bremsprügel: die Handbremse des Audi, die eigentlich Fingerbremse heißen müsste.
Hakel-Makel: Der A4-Hebel rutscht etwas spröde durch die Gassen, das Schaltgefühl war in der Vergangenheit deutlich präziser.
Geschmeidig: Beim Passat flutscht die Sache. Das gilt nicht nur für die Schaltung, sondern auch ...
... für die AUTO BILD-Wertung: Der VW siegt nach Punkten und ist zudem Preis-Leistungs-Sieger. Redakteur Jan Horn: "Technik-Fans werden sicher eher mit dem Audi glücklich, der Passat trifft jedoch zielsicher mal wieder den Nerv aller Autofahrer."
Der Passat ist Ihnen zu bieder? Mit einer viertürigen Coupé-Variante (kommt 2008) will VW ihn schick machen. In der Seitenansicht werden die Unterschiede zur Limousine deutlich: flacherer Vorderwagen, spitzere Scheinwerfer, flacher abfallendes Dach ...
... und zwei seitliche Blechsicken im Schwellerbereich statt einer wie bei der aktuellen Limousine.
Auch am Heck sind die Unterschiede deutlich: Das Dach ist weiter heruntergezogen, der Kofferraumdeckel breiter modelliert und die Leuchtengrafik verändert.
Wer Coupé fährt, legt Wert auf flotte Linien. Die gibt's deshalb auch im Innenraum.
Der Volkstransporter schlechthin: der Passat Variant. Er ist der Traumwagen zahlreicher Väter, Handwerker und ...
... dienstreisender Anzugträger, bietet er doch gleichermaßen Komfort und Raum. Sein größter Pluspunkt (gegenüber der Limousine) ...
... ist der Kofferraum - 603 bis 1731 Liter Gepäck passen laut Werk hinein. Wieviele Koffer ...
Der schlug ein wie eine Bombe: der Audi A5. Im Frühjahr 2007 fuhr der scharfe Ingolstädter los - ein klassischer Gran Turismo, von dem schon jetzt alle Welt schwärmt, als hätte Audi den Flügeltürer neu erfunden.
Es ist gerade die Linie der schlichten Eleganz, die ihm Persönlichkeit gibt. Breite Spur, große Räder, langer Radstand - das sieht einfach gut aus. Dazu kommen hervorragende, dynamische Fahrleistungen und ...
... anständig Platz, auch wenn es für Großgewachsene im Fond ziemlich eng wird. Dafür ist das Kofferraumvolumen ordentlich: 455 Liter gehen rein, nicht schlecht für ein Coupé.
Typisch Audi: Die Inneneinrichtung der Ingolstädter ist inzwischen legendär. So verwundert es nicht, dass auch der A5 stilvoll, hochwertig und dennoch praktisch eingerichtet ist.
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