Auf dem Genfer Salon 2009 zeigt Audi den neuen A4 allroad quattro. Der geländegängige Mittelklasse-Kombi ist ab Frühsommer 2009 zu haben.
Wer den beplankten A4 allroad in seinen Fuhrpark aufnehmen möchte, muss mindestens 37.100 Euro anlegen.
Deutliche Unterschiede zum "klassischen" A4 Avant: Die vertikalen Chromstreifen am Singleframe-Grill und größere Lufteinlässe.
Wer sich mit dem aufgerüsteten Kombi ins Gelände wagt, soll vor bösen Überraschungen weitgehend sicher sein: Die ...
... "Offroad Detection" erkennt die Beschaffenheit des Bodens und passt das ESP entsprechend an.
Der hochgebockte Avant wird wahlweise mit einem 2.0 TFSI (211 PS), 2.0 TDI (170 PS) oder dem bärenstarken 3.0 TDI (240 PS) ausgeliefert.
Von der Seite ganz der große Bruder: Auch der "kleine" Audi allroad kommt mit Unterfahrschutz aus Edelstahl, ...
... farblich abgesetzter Kunststoffbeplankung und erhöhter Bodenfreiheit (plus 180 Millimeter).
Nackte Fakten: Die Model-Maße des A4 allroad quattro liegen bei 4,72 Meter (Länge), 2,81 Meter (Radstand), 1,84 Meter (Breite) und 1,50 Meter (Höhe).
Hier die wichtigsten Leistungsdaten: Der 2.0 TFSI mit 211 PS soll den A4 allroad quattro in 6,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und 230 km/h Spitze erreichen.
Der Verbrauch liegt laut Audi bei 8,1 Litern auf 100 Kilometer.
Die Selbstzünder – 2.0 TDI und 3.0 TDI – leisten 170 beziehungsweise 240 PS. Der kleine Diesel soll sich mit 6,4 Litern Krafstoff begnügen, in 8,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten und 213 km/h schnell sein.
Der V6-Diesel spurtet in 6,4 Sekunden auf 100 km/h, schluckt 7,1 Liter Sprit auf 100 Kilometer und ist 236 km/h schnell.
Wichtig für Familien: Der Kofferaum schluckt im Normalzustand 490 Liter. Wird die Rückbank umgeklappt, wächst die Ladefläche auf 1430 Liter und hat eine Länge von 1,78 Metern. Da passt dann ...
... locker ein schniekes Mountain-Bike rein, ...
... und der Ausflug in unwegsames Gelände kann losgehen.
Idylles Camping-Flair: Mit dem A4 allroad irgendwo im Nirgendwo. Das Lagerfeuer brennt ...
... und im Kofferraum ist reichlich Platz für die Verpflegung für die nächsten Wochen.
Die Serienausstattung des Audi A4 allroad quattro umfasst 17-Zoll-Aluräder, ...
... Nebelscheinwerfer, Dachreling, Wendeladeboden, ...
... Klimaautomatik, elektromechanische Parkbremse, CD-Radio und allroad-Schriftzüge auf den Türeinstiegsleisten.
Bulliger Hinter: Der A4 allroad ist am Heck mit einem großen Unterfahrschutz aus Edelstahl beplankt.
Das Cockpit spricht die klare Audi-Sprache und bietet Übersichtlichkeit gepaart mit Hightech.
Edle Materialien im Innenraum spannen den Bogen von der äußeren Sportlichkeit zur inneren Eleganz.
Die serienmäßige elektromechanische Parkbremse ersetzt den Hebel auf der Mittelkonsole durch einen Taster.
Geschaltet wird der A4 allroad quattro als 2.0 TDI über ein manuelles Sechsgng-Getriebe, ...
... im 3.0 TDI und im 2.0 TFSI kommt die S tronic zum Einsatz.
Schwarz durch die Nacht: Lange konnten die Erlkönige des A4 allroad den Objektiven unserer Erlkönigjäger entwischen, doch im Dezember 2008 gelang dann doch der Blattschuss.
Wie üblich, wurde der kleine Bruder des A6 allroad diversen Härtetests unterzogen. Hier zum Beispiel Kältetests in Skandinavien.
Quattro macht es möglich: Wacker kämpfte sich der hochgebockte Avant des Nächtens durch Schnee und Eis.
Technik und Interieur des A4 allroad stammen vom Audi A4 Avant. Auf Luftfederung muss der kleine allroad verzichten.
Als direkten Konkurrenten des A4 allroad quattro schickt Saab seinen brandneuen 9-3X nach Genf – einen sportlichen Crossover mit einem Schuss Offroad-Optik.
Auch hier haben die Entwickler die Bodenfreiheit gegenüber dem 9-3 SportCombi erhöht – und zwar um 35 Millimeter. Ein Unterfahrschutz und Schutzverkleidungen an Seitenschwellern und Kotflügeln sorgen für Nehmerqualitäten.
Zum Start stehen drei Motoren zur Auswahl. Der Zweiliter-Benziner mit Turboaufladung leistet 210 PS. Das Aggregat bietet Saab auch als BioPower-Variante an. Dann verträgt der Motor Ethanol. Die Leistung sinkt dadurch nicht.
Das dritte Aggregat, einen 1,9-Liter-TTiD mit 180 PS, gibt es nur in Kombination mit Frontantrieb. Im Benzin- und BioPower-Saab ist der permanente Allradantrieb "Cross Wheel Drive" serienmäßig.
Auf fester Straße rennt der Saab mit dem Turbobenziner bis zu 230 Sachen. Aus dem Stand sind nach 8,5 Sekunden 100 km/h erreicht. Den Verbrauch gibt Saab mit durchschnittlich 8,3 Litern an.
Ein A4-allroad-Konkurrent aus dem eigenen Hause ist der Skoda Octavia Scout, der auf dem Pariser Salon 2006 vorgestellt wurde.
Der Freund aller Förster und Behördenfuhrparks: Technich nicht so hochwertig ausgestattet wie der Audi A4, ist der Octavia Scout weitaus erschwinglicher. Der 1,8-TSI ...
... mit 160 PS startet bei 27.890 Euro, die Preiliste des 2,0-TDI-PD DPF (140 PS) beginnt bei 29.290 Euro.
Optisch unterscheidet sich der Octavia Scout vom "zivilen" Skoda Combi durch Unterfahrschutz, profilierte Türschweller und Schutzleisten an den Radhäusern.
Außerdem serienmäßig dabei: mehr Bodenfreiheit durchs Schlechtwege-Fahrwerk.
Das Skoda-Cockpit ist aufgeräumt und passt gut zum markanteren Outfit des Octavia Scout. Schick gemacht: Armaturenbrett in der Farbe Onyx, Vierspeichenlenkrand.
Zwar ein gutes Stück höher und rauhbeiniger als der Audi A4 allroad, aber preislich durchaus eine Alternative, ist der Subaru Forester.
Der neue Subaru Forester hat sich in der dritten Generation endgültig von der niedrig bauenden Kombiform verabschiedet und zeigt nun mit 4,56 Meter Länge und 1,70 Meter Höhe klare Kompakt-SUV-Proportionen.
In der 150 PS starken Basisversion 2.0X Trend startet der Japan-Kraxler bei 23.900 Euro.
Der Subaru bietet eine Geländeuntersetzung, mit der sämtliche Gangstufen verkürzt werden können.
Das Cockpit-Layout pflegt ein modisches Linienspiel, der Überblick im Forester ist gut. Navi ist immer serienmäßig an Bord.
Zurück zu Audi und zum Thema "kleiner Bruder": Auch das Allrad-Flaggschiff von Audi, der Q7, hat im Oktober 2008 einen bescheidener auftretenden Verwandten an die Seite gestellt bekommen: den Audi Q5.
Der geschrumpfte Q7 ist mit 1,65 Metern das flachste SUV seiner Klasse. Er ist bei einem Radstand von 2,80 Metern 4,62 Meter lang und macht sich 1,88 Meter breit.
Der Audi Q5 ist aktuell mit vier Motorisierungen erhältlich: 2.0 TFSI (211 PS), 3.2 FSI (270 PS), 2.0 TDI (170 PS) und 3.0 TDI (240 PS).
Die Preisliste des Audi Q5 beginnt bei 38.300 Euro für den 2,0-Liter-Turbodiesel und endet bei 47.400 für den 3.0 TDI.
Audi-Q5-Kunden logieren in einem großzügig geschnittenen Cockpit, das sich optisch irgendwo zwischen Q7, A6 und dem neuen A4 einsortiert.
Wem A4 allroad quattro und Audi Q5 zu klein sind, dem stehen drei weitere Verteter der Audi-Allradflotte zur Auswahl: A6 Avant quattro, A6 allroad quattro und Audi Q7.
Ganz schön schlau: Kaufmännisch ist der Audi allroad ein genialer Marketing-Schachzug. Gebaut auf dem A6-Band in Neckarsulm, kriegt er ein paar optische Zutaten sowie eine andere ESP- und Luftfeder-Abstimmung. Das kostet wenig, ...
... bringt im Verkauf aber einen satten Gewinn. Auf der anderen Seite liegt der Q7 preislich so nah, dass er quattro-Interessenten fast zwangsläufig zu der Überlegung treibt: Wenn schon Offroader, dann gleich ...
... das mächtige Super-SUV. Oder tut es vielleicht auch einfach der günstigere normale Avant quattro? Für den allroad bleibt in dieser Flotte nur die Rolle des "Sowohl-als-auch-Zwitters".
Technisch wie optisch ist der Audi allroad nichts anderes als ein rustikal aufgepeppter A6 Avant. Zu erkennen ist er gut ...
... am auffälligen Grill mit den verchromten Streben und der Zierleiste. Dazu kommen ...
... kräftige Stoßfänger und in Kontrastfarbe lackierte Radhausverbreiterungen. Verchromte Zierplatten vorn und hinten deuten auf den Edelstahl-Unterfahrschutz hin. Dann noch ...
... eine markantere Dachreling, größere Außenspiegel und ...
... kräftig profilierte Türaufsatzleisten – fertig ist der Audi A6 allroad quattro.
Damit ihn auch wirklich niemand verwechselt: Am Heck ...
... und an der Einstiegsleiste macht der Audi allroad unmissverständlich klar, wer er ist.
Wer krabbelt am besten durchs Gelände? Eh klar: Das SUV Q7 hat die besten Kletter-Eigenschaften dieser drei. Doch auch der allroad ...
... kämpft sich wacker durch unwegsameres Terrain. Genau das ist auch sein Lebenszweck, so die Audi-Marketingexperten: "Der allroad ...
... ist für Leute, die kein echtes SUV wollen, aber öfter auf Schotter, im Schnee oder auf morastigen Feldwegen unterwegs sind."
Anders als der A6 2.7 TDI hat der allroad 4x4-Antrieb (quattro) serienmäßig. Auch Sechsstufen-Tiptronic und Luftfederung ...
... gehören zum Lieferumfang. Bei den Luftfederbälgen und Dämpfern hat Audi den wichtigsten funktionalen Eingriff vorgenommen. Neben "dynamic, automatic, comfort" und "lift" ...
... haben die Techniker die Kennlinie "allroad" ergänzt. In diesem Modus hat der Wagen 175 Millimeter Bodenfreiheit. Im Lift-Betrieb ...
... lässt sich die Karosserie nochmals um zehn Millimeter anheben. Dann schwebt er ...
... 65 Millimeter höher über dem Boden als der A6 – und das kann entscheidend sein. Ab Tempo 120 ...
... wird die Bodenfreiheit automatisch um 35 Millimeter reduziert.
Speziell auf groben Geröllpisten, im Tiefschnee und auf ausgefahrenen Feldwegen ist der allroad dem normalen Kombi klar überlegen. Für die meisten Geländeaufgaben ...
... zeigt er sich gut gerüstet. Ob rutschige Steigung, Hangpassagen oder Wasserdurchfahrten – wenn es ganz dick kommt, lässt sich der Schleuderschutz ESP ...
... wie beim Audi Q7 in den Offroad-Modus schalten, und die Elektronik erlaubt mehr Radschlupf. Viel souveräner, sicherer und luxuriöser ...
... kann man eine Berghütte auf 2000 Meter über dem Meer nicht erreichen.
Mit optionalem Offroad-Paket wird der allroad endgültig zur Bergziege. Dazu gehören gröber profilierte 18-Zoll-Räder und verstärkter Unterfahrschutz.
Beim Fahren auf Asphalt ist ein Unterschied zum Normal-A6 nicht festzustellen. Angetrieben vom kleinsten Motor, dem 2.7 TDI, geht es im Audi A6 allroad zügig und agil vorwärts. Das Common-Rail-Aggregat ...
... dreht kraftvoll hoch und sorgt so für gute Fahrleistungen. Für den Spurt auf Tempo 100 ...
... braucht der Ingolstädter 9,3 Sekunden, die Spitze liegt bei 215 km/h.
Der 2.7 TDI (Bild) reicht lässig – und ist mit einem Grundpreis von 50.200 Euro ohnehin schon teuer genug. Die Speerspitze im Motorenregal ist der 4.2 FSI mit 350 PS zum Preis von 70.400 Euro.
Beim Fahrkomfort lässt der Audi keine Wünsche offen. Die Automatik wechselt butterweich und schnell die Gänge, und das Fahrwerk wird auf Knopfdruck sportlich straff oder gemütlich komfortabel.
Reise-Riese: Mit üppigem 80-Liter-Tank durchquert der Audi A6 allroad die Republik fast in einem Rutsch. Und das ...
... dank der bequemen Sitze und ...
... der Audi-typisch hervorragenden Qualität auf angenehme Art und Weise.
Rück-Blick: Die Rückfahrkamera stammt vom Audi Q7.
Da geht einiges rein: Der Kofferraum fasst 565 bis 1660 Liter. Und die nötige Ladelänge ...
... für ein kleines Nickerchen hat er auch.
Wenn der allroad so fit im Gelände ist – warum dann den teureren Audi Q7 nehmen? Der Zugewinn an Offroad-Potential ist nicht so groß, dass er den Kauf des SUV-Monsters rechtfertigt. Zwar bietet er ...
... deutlich mehr Bodenfreiheit (bis zu 239,8 Millimeter), doch wirklich brauchen tut man das eher selten. Deutlich nutzbringender ...
... ist da der Zugewinn an Platz: Der Audi Q7 streckt sich auf 5,09 Meter (Audi A6 allroad: 4,93 Meter) ...
... und bietet so wahlweise bis zu sieben Passagieren ...
... oder maximal 2035 (A6: 1660) Litern Gepäck reichlich Raum.
Blick in den Audi Q7: Er ist genauso eingerichtet wie der Audi A6 allroad ...
... beziehungsweise der normale Avant.
"Der A6 reicht auch", meint AUTO BILD-Redakteur Jörg Maltzan zum Thema Serien-A6 quattro oder Auto A6 allroad, wenn es um die 4x4-Taiúglichkeit geht. Zwar hat der A6 nur 135 mm Bodenfreiheit, ...
... doch dank quattro-Antrieb und Luftfederung kommt man auch mit ihm relativ weit.
Ab in die Spardose: Wer auf das Globetrotter-Outfit verzichtet, spart Bares. Beim 3.0 TDI beispielsweise sind es immerhin 3250 Euro.
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