2008 soll das Jahr des Q5 werden – hofft Audi. Nach dem Achtungserfolg mit dem großen Q7 wollen die Ingolstädter in der Klasse darunter den BMW-Besteller X3 ausbremsen. Aber da ist noch einer, der in dieser Klasse mitspielen will. Und ...
... das ist nicht irgendwer, sondern ausgerechnet Mercedes. GLK heißt das Gegenstück zum Q5, beide stehen im Herbst 2008 bei den Händlern. Was unterscheidet die beiden Newcomer?
Da ist zunächst einmal die Form. Der Q5 kommt – wie bei Audi gewohnt – rund, kühl und glatt mit riesiger Kühlermaske. Der Benz ...
... ist viel kantiger, herber. Unsere Fotos zeigen die Studie, das Serienauto wird geringfügig anders aussehen.
Straßenkind: Der Q5 versucht gar nicht erst, den Teilzeit-Offroader zu mimen. Der Audi ist ganz klar ein Auto für befestigte Straßen. Wie der GLK hat auch der Q5 längs eingebaute Motoren, Einzelradaufhängung rundum und zwei Sitzreihen mit fünf Plätzen.
Länge läuft: Das SUV ist etwas größer als die Konkurrenten – zirka 4,75 Meter.
Vier gewinnt: Audi setzt bei allen Q5-Varianten auf den quattro-Allradantrieb, der durch die 40:60-Drehmomentverteilung deutlich fahraktiver ausgelegt ist als im Q7.
Verwechslung ausgeschlossen: Hinten präsentiert sich der Q5 in markantem Leuchtendesign.
Willkommen zu Hause: Das Interieur ist klar und stilvoll. Der Schlüsselschacht sitzt neben dem Lüftungsgitter.
Ein interessanter Typ, dieser Schwabe, mit seinen ins Blech gepressten Charakterfalten. Dazu trägt der GLK extrem steil stehende Scheiben und einen nahezu senkrechten Grill: Dem traut man auf Anhieb zu, ...
... auch mal Geröll unter die Räder zu nehmen. Als Einziger der kompakten Premium-SUV ist der Mercedes als Vierzylinder ab 2009 auch mit Heckantrieb zu haben.
Den Mercedes gibt es in zwei Ausstattungsversionen: als Straßenvariante (Foto) und rustikalere Offroad-Version.
Mit 4,52 Metern Länge ist der Mercedes rund 20 Zentimeter kürzer als der Audi. Zum Verkaufsstart gibt es zwei Sechszylinder: 320 CDI und 272-PS-Benziner.
Der GLK wirkt gegen den Q5 fast bescheiden, beschränkt sich auf das Wesentliche. Technische Spielereien sucht man hier vergebens – ebenso wie die Bergabfahrhilfe, den Hill Holder und die verschiebbare Rücksitzbank. Auch Doppelkupplungsgetriebe, Benzin-Direkteinspritzer ...
... und Luftfederung fehlen in der Mercedes-Preisliste. Dafür sind sich die beiden Kontrahenten weitgehend darüber einig, wie viel Geld sie den Kunden abverlangen wollen. Unter 36.000 Euro läuft gar nichts, wobei die Sechszylinder erst ab etwa 43.000 Euro den Dienst antreten.
Kanten-Look auch innen: Wie die gesamte Technik ähnelt auch das Cockpit der C-Klasse. Hier allerdings mit festem Monitor.
... soll der Tiguan-Bruder in Wolfsburg gebaut werden.
Keine Angst, er beißt nicht! Das XXL-Maul ist noch Serienformat - so wurde der Q3 als "Cross Coupé" im April 2007 in Shanghai vorgestellt.
Der müsste sich nicht unter Plastik verstecken: Dank Common-Rail-Einspritzung glänzt der 204 PS starke Zweiliter-Diesel beinahe mit der Laufruhe eines Sechszylinders. Dabei soll das Aggregat ...
... auch noch richtig sparsam sein: An der Tankstelle verspricht Audi einen Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern. Dank Bluetec-System ...
... mit Harnstoff-Beigabe erfüllt das Cross-Coupé bereits die künftige Euro-5-Abgasnorm.
Ein edler Audi: Der Innenraum wirkt elegant und hochwertig, überzeugt mit zahlreichen pfiffigen Ideen.
Der fesche Bayer ist als Cross Coupé ein reiner Viersitzer, der bei Bedarf und versenkten Rücksitzen auch sperriges Gepäck verkraftet.
Big is beautiful! Wer gerne aus dem Vollen schöpft und als King of the Road unterwegs sein möchte, sollte sich einmal in einen Q7 setzen. Das größte Audi-SUV ...
... ist gute fünf Meter lang, bringt rund 2,5 Tonnen auf die Waage und kostet mindestens 48.300 Euro.
Genau wie der kleinere Q5 bleibt auch der Q7 lieber auf der Straße. Zum einen ist er einfach zu schick für Matsch-Schlachten, zum anderen fehlen eine ausreichende Bodenfreiheit, echte Differenzialsperren und eine Geländeuntersetzung.
Dafür kann der Monster-Audi viel laden: Der Q7 schluckt 775 bis 2035 Liter. Auf Wunsch ist auch eine dritte Sitzreihe lieferbar.
Wie von Audi gewohnt: Das Cockpit bietet saubere Verarbeitung und hervorragende Bedienbarkeit, wirkt aber etwas kühl.
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