Ein Treffen der rasanten Art: Drei RS-Generationen beim föhlichen Vollgast-Fest auf dem Hockenheimring.
Egal ob RS2, RS4 Avant oder aktueller RS4 – jeder der drei Sportler fühlt sich auf der Rennstrecke genauso wohl wie auf der Straße.
Die Evolution des Familiengesichts: In der Mitte der Youngster, außen rechts der Oldie – so hat sich die Front des RS-Modells im Laufe der Jahre geändert. Grundsätzlich geblieben ...
... ist aber über all die Jahre das eher zurückhaltende Auftreten. Mit dem großen Singleframe-Kühlergrill steckt im neuen RS4 (links) am meisten Überholprestige.
Brüder in friedlicher Eintracht: Die RS-Geschwister zeigen, wie man trotz des großen Altersunterschieds gut miteinander auskommt. Alle sind anders, aber alle sind schnell.
Beginnen wir bei der Vorstellung der Familienmitglieder mal mit dem ältesten: Den ersten Brandstifter im Biedermann-Kostüm brachten die Ingolstädter 1994 auf den Markt. Der RS2 war ausschließlich ...
... als Avant erhältlich und leistete sich keine optischen Extravaganzen. Chrom? Mitte der Neunziger undenkbar. Ein rotes Leuchtenband am Heck musste als Schmuck reichen.
Der legt so richtig Feuer unterm Blech: Fünf Zylinder, 2,2 Liter Hubraum, Turbolader und legendäre Erfolge im Rennsport. In der zivilen Variante presst der Vierventiler 315 PS und 410 Nm aus den Brennräumen.
Nicht schlecht für einen Kombi: In 5,5 Sekunden sprintet der RS2 aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... erreicht 262 km/h Spitze. Ja, es gab mal Zeiten, in denen 250 Sachen bei den deutschen Autobauern noch nicht das Ende der Fahnenstange waren.
Hier bremst die Konkurrenz: Stolz war man bei Audi 1994 auf die roten Bremssättel vom Porsche 968. Heute greift man die Zuffenhauser an – mit dem R8 zum Beispiel.
Und noch einmal Porsche: Die Spiegel des RS2 stammen vom Porsche 964.
Zwölf Jahre auf dem Buckel, aber immer noch ganz frisch: Das blau-schwarze Sportgestühl ist bequemer, als es aussieht
Historischer Arbeitsplatz: Dreispeichen-Lenkrad, eckige Luftausströmer und ...
... weiß hinterlegte Instrumente im Audi-Cockpit – vor einem Jahrzehnt der letzte Schrei.
Fahrdynamiker: Ein bisschen quer geht es mit dem RS2 trotz des braven quattro-Antriebs immer. Ein Spaß, der Mitte der Neunziger 99.600 Mark kostete.
Der Nachfolger des RS2 verdoppelte die Zahl in seinen Namen und kam 2000 als RS4 auf den Markt. Wieder setzte Audi ...
... auf einen tendenziell unscheinbaren Kombi: dicke Backen, kein Chrom und zwei ovale Endrohre, aus denen ein heiseres Fauchen dringt.
Leistung versteckt unter schnödem Plastik: Der V6 Biturbo schickt 380 PS und 440 Nm Drehmoment an alle vier Räder.
Feuerrotes Spaßmobil: Für den Sprint auf Tempo 100 gönnt sich der RS4 nur 4,9 Sekunden, aber ...
... in Sachen Höchstgeschwindigkeit muss er gegenüber seinem älteren Bruder bei abgeregelten 250 km/h passen.
Großes Rad: Der RS4 steht serienmäßig auf 18-Zöllern.
Erkennungszeichen: Am ehesten ist der RS4 an den silbernen Außenspiegeln zu erkennen, wenn man ihn auf der Autobahn formatfüllend im Rückspiegel sieht.
Sportliche Sänfte: In Sachen Komfort ist das 2000er Modell auch heute noch kaum zu schlagen.
Weg mit dem Weiß: Die Instrumente im Cockpit sind schwarz, das Lenkrad-Design hat sich gegenüber dem Vorgänger kaum geändert.
Sportliches Auto oder kleine Eigentumswohnung? Bei einem Listenpreis von 129.085 Mark im Jahre 2000 eine durchaus realistische Überlegung.
Das aktuelle Topmodell der A4-Baureihe setzt den Wachstumstrend der RS-Geschichte fort. Erstmals gibt es den schnellen Audi ...
... auch als Limousine und als Cabrio. Neben dem Zuwachs bei den Karosserievarianten hat ...
... auch der Motor gehörig zugelegt: Ganz ohne Zwangsbeatmung bringt es der 4,2 Liter große V8 im RS4-Bug auf 420 PS und 430 Nm Drehmoment.
Betörend: Der RS4 produziert einen Klang, bei dem selbst Öko-Freaks schon einmal Helm und Rennoverall bereitlegen.
Fahrleistungen: 4,6 Sekunden braucht der aktuelle RS4 bis Tempo 100, schon nach 15,4 Sekunden stehen 200 Sachen auf dem Tacho. Spitze: 250 km/h
Alufelgen in 19 Zoll, dahinter gelochte Scheiben und Bremssättel mit RS4-Logo.
A4 im Renn-Trimm: Die Alupedalerie spart Gewicht, das abgeflachte Lenkrad verweist auf den Motorsport.
S wie Spaß: Mit diesem Knöpfchen wird nicht nur eine bissigere Gaspedal-Kennlinie abgerufen, sondern auch der Lendenbereich der Lehne (samt Flanke) mit Luft gefüllt, ...
... bis man wirklich perfekt seitlich abgestützt wird. Fast wie bei Vollschalensitzen.
Verbesserter Antrieb: Durch die Modifikation des Torsendifferentials und die daraus resultierende 40:60-Kraftverteilung lässt sich der RS4 mit geringem Untersteuern in die Kurve werfen. Bei Lastwechseln dreht er nur leicht mit dem Heck ein.
Kleines Logo, großer Preis: Für den stärksten A4 verlangt Audi 69.900 Euro – auch das ist absolute Spitze unter den drei Brüdern.
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