Vorsprung durch neue Technik: Bisher hat Audi bei den Topmodellen immer auf Turbo gesetzt. Jetzt versuchen es die Ingolstädter mit Hochdrehzahlprinzip und hecklastiger Kraftverteilung.
Knurrig, biestig, einfach gut: Den etwa gleich starken S4 kann der heckgetriebene M3 gut in Schach halten. Auch dem neuen RS4 gibt er trotz dessen großen Leistungsvorteils auf dem Rundkurs gut Contra. Nur mit den Fahrleistungen ...
... des 77 PS stärkeren Audi kann der BMW nicht mithalten.
Grollender V8 oder röhrender Sechszylinder? Geschmackssache: Faszinierende Fahrmaschinen sind beide. Ein Preisunterschied ...
... von rund 10.000 Euro ist aber nicht von Pappe. Mit Competition-Paket kostet der M3 60.400 Euro, der RS4 liegt bei etwa 70.000 Euro.
Argwöhnisches Beschnuppern: Was kann der andere besser? Der Audi punktet mit Gänsehaut-Motor und problemlosen Handling, der BMW mit agilem Fahrverhalten und bei abgeschaltetem DSC auch mit spektakulären Drifts .
Per Knopfdruck erwacht der 420 PS starke Achtzylinder des RS4 zum Leben und dreht dumpf ...
... fauchend bis zur Drehzahlgrenze von 8250 Umdrehungen hoch. 90 Prozent des maximalen Drehmoments von 430 Nm stehen zwischen 2250 und 7600 Touren zur Verfügung.
Bei den Fahrleistungen liegen die beiden näher beieinander, als man es angesichts der 77 Mehr-PS und 65 Mehr-Nm des Audi vermuten würde: In 4,8 Sekunden erreicht der RS4 die 100-km/h-Marke, der M3 braucht nur vier Zehntel länger.
Beim Spurt auf Tempo 200 zieht der RS4 lässig am M3 vorbei und knackt die Marke nach 16,6 Sekunden, fast drei Sekunden früher als der BMW.
Verbesserter Antrieb: Durch die Modifikation des Torsendifferentials und die daraus resultierende 40:60-Kraftverteilung läßt sich der RS4 mit geringem Untersteuern in die Kurve werfen. Bei Lastwechseln dreht er nur leicht mit dem Heck ein.
Aggressiv: Kaum einem Audi steht der chromumrandete Single-Frame-Grill besser zu Gesicht als dem A4-Topmodell.
Sieht man diese Modell-Plakette im Rückspiegel, ist es höchste Zeit, die linke Spur zu räumen: Der RS4 kann mit bis zu 250 km/h angerauscht kommen.
Der RS4 versteckt seine Potenz nicht. Im Gegenteil, er macht kräftig auf dicke Hose: Die silbrigen Außenspiegel sind alles andere als dezent ...
... und die markanten Lüftungsschlitze, die schon der Vorgänger trug, sehen echt rennmäßig aus.
Die formschönen Doppelspeichen-Felgen in 19 Zoll kosten Aufpreis. Serienmäßig sind 18-Zöller in Fünfarm-Optik montiert.
A4 im Renn-Trimm: Die Alupedalerie spart Gewicht, das abgeflachte Lenkrad verweist auf den Motorsport.
S wie Spaß: Mit diesem Knöpfchen wird nicht nur eine bissigere Gaspedal-Kennlinie abgerufen, sondern auch der Lendenbereich der Lehne (samt Flanke) mit Luft gefüllt, ...
... bis man wirklich perfekt seitlich abgestützt wird. Fast wie bei Vollschalensitzen.
Detailverliebt: Auf den Sitzen ist das RS4-Logo eingeprägt.
Die schauen sich mit dem Arsch nicht an: Seit jeher sind die beiden Bayern Konkurrenten.
Klein, aber oho: Der M3 mißt von Stoßstange zu Stoßstange 4,49 Meter, fast zehn Zentimeter weniger als der Audi. Da passen dann eben auch nur zwei statt vier Türen dazwischen.
Begnadete Röhre: Bei hohen Drehzahlen rockt der Reihensechser mit hellem Kreischen. 343 PS und 365 Nm Drehmoment treiben den BMW an, natürlich traditionell an der Hinterachse.
Ist der Hochleistungsmotor warmgefahren, erst einmal die Sport-Taste drücken – dann reagiert der M3 auf jeden Millimeter Gas so aggressiv wie ein Wachhund auf Einbrecher. Zwar ist er immun gegen Lastwechsel ...
... bei zu frühem und zu forschem Gaseinsatz, aber vor allem im bissigen Sportmodus übersteuert er heftig und läßt jeden gewünschten Driftwinkel zu.
Ich bin die M-Version! Damit niemand den Sportler mit dem normalen Dreier verwechselt, prangt das Logo am Heck, ...
... an den seitlichen Luftauslässen, ...
... den Kopfstützen und ...
... auf dem Lenkrad, das beim Competition-Paket mit griffigem Alcantara umhüllt ist.
Teil des Competition-Pakets: 19-Zoll-Räder im CLS-Design.
Schaue nie zurück – beim Autofahren darf diese Alltags-Weisheit getrost außer acht gelassen werden. Der Blick zurück funktioniert hervorragend über die dezenten Außenspiegel.
Perfekter kann eine Instrumentierung nicht sein: Die Wassertemperatur wird angezeigt, im Drehzahlmesser gibt’s die Information über die Öl-Temperatur, und bei kaltem Motor mahnen gelbe Leuchten zum zeitigen Hochschalten.
Einwandfrei: Die bequemen Sportsitze haben im Lendenbereich regelbare Luftkissen und passen perfekt.
Ein faireres Duell? Was die Leistung angeht, paßt der 344 PS starke S4 eigentlich besser zum BMW. Doch obwohl er wesentlich mehr Hubraum und Drehmoment zur Verfügung hat, tut er sich gegen Hecktriebler schwer.
Da staubt's: In 5,6 Sekunden beschleunigt der Allradler auf Tempo 100 – vier Zehntel langsamer als der BMW. Die Höchstgeschwindigkeit ist – wie in dieser Klasse gewohnt – elektronisch auf 250 km/h begrenzt.
Der bullige V8 holt aus 4,2 Litern Hubraum 344 PS und wuchtet 410 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle.
Großer Plakettengrill, nach innen gepfeilte Scheinwerfer, eine markante Sicke an den Flanken – der S4 hat wie der starke Bruder RS4 vom Facelift profitiert.
S wie sauteuer? Mit 52.800 Euro kostet der S4 exakt Euro 28.900 Euro mehr als das Einstiegsmodell, der A4 1.6 (23.900 Euro).
Für einen Sportler dürfte die Instrumentierung etwas üppiger ausfallen. Ansonsten gefällt der Audi mit guter Bedienbarkeit.
Serienmäßig an Bord: Recaro-Sitze mit gutem Seitenhalt.
Schwäbischer Rivale: Mercedes kontert die bayerische Kampfansage mit dem C 55 AMG.
Wie der Audi hat auch die C-Klasse einen V8 unter der Haube. Und der pumpt gewaltig: Aus 5439 cm³ Hubraum zieht er 367 PS und 510 Nm Drehmoment.
In 5,2 Sekunden erledigt der C 55 AMG den Prestige-Sprint, bei 250 km/h greift die Elektronik ein.
Ein harter Bursche: Der C 55 AMG ist straff gefedert – für gemütliche Familienausflüge am Sonntagnachmittag ist das eher nichts. Durchaus alltagstauglich ...
... ist aber der Kofferraum: Im Mercedes können maximal 450 Liter Stauvolumen genutzt werden. Die Zuladung liegt bei 480 kg.
Vier Türen wie der Audi und fast genauso lang: 4,52 Metern mißt der C 55 AMG zwischen den Stoßfängern. Dafür will Mercedes 62.176 Euro sehen.
Nur weil er ein Sportler ist, verzichtet der Benz nicht auf seine üppige Komfortausstattung. AMG-Schriftzüge auf Teppichen und Tacho erinnern den Fahrer, wofür er bezahlt hat. Unter anderem ...
... auch für das Multifunktions-Sportlenkrad, das serienmäßig an Bord ist.
Perfekt gemacht: Die Sportsitze im C 55 passen tadellos.
Wenn es ein bißchen mehr sein darf: Den C 55 AMG gibt es auch als T-Modell.
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