Ein neuer Herr der Ringe? Auf jeden Fall, wenn das Audi Sportback Concept so als A7 in Serie geht. Allein dessen starker Auftritt lohnt den Besuch auf der NAIAS 2009.
Mercedes hat es mit dem CLS vorgemacht – und jetzt wollen viele am Erfolg teilhaben. Bei Audi wird das Coupé mit den ungewöhnlich vielen Türen auf den Namen A7 hören.
Der große Kühlergrill, das LED-Tagfahrband und der selbstbewusste Einsatz von Chrom sollen jedem zeigen, dass hier ein Audi heranrollt.
Mit seinen Abmessungen kratzt der neue Oberklasse-Audi in Detroit unverhohlen an der Fünf-Meter-Marke.
Einer, der trotz schicker Coupéform auch die praktischen Talente nicht vernachlässigt. Im Fond bleibt ausreichend Platz für Erwachsene, der Kofferraum schluckt deren Reisegepäck und bietet dank optionalem Skisack auch Platz für Sperrgepäck.
Bei den Motoren erwarten wir neben dem bekannten 3.2 FSI mit rund 260 PS auch den neuen Kompressor-V6 mit drei Liter Hubraum und etwa 300 PS. Die Studie stellt ein sauberes Motörchen vor: den Sechszylinder 3.0 TDI Clean Diesel (225 PS) der neuesten TDI-Generation.
Bitte warten: Die Detroit-Premiere ist keineswegs der Startschuss für den Verkauf. In den Handel kommt der A7 lange nach der NAIAS: Anfang 2010.
Beim Concept Sportback stimmt alles bis ins Detail: Die aufwändige Grafik der LED-Heckleuchten schneidet in die Nacht wie Leuchtspurmunition.
Zwei Einzelsitze hinten und der lange Radstand machen das Reisen auch im Fond zum Vergnügen. Über den Passagieren: ein riesiges gläsernes Panoramadach.
Kein Audi ohne LED-Leuchtband für das Tagfahrlicht. LED-Hauptscheinwerfer könnten eine Option sein, es gibt sie im R8 als teures Extra.
Willkommen auf der Yacht: Edles Holz und helles Leder scheinen Anleihen beim Bootsbau zu nehmen. Edler geht es kaum. So sind sie, die Studien und "Concepts".
Das Dreispeichenlenkrad trägt ebenfalls Edelholz, Bedientasten für die wichtigsten Funktionen sind integriert.
Die hellen Materialien und das große Glasdach lassen das Coupé extrem luftig wirken.
Das MMI mit Drehregler und Vorwahltasten darf nicht fehlen, ebenso wenig die Automatik S-Tronic zum komfortablen Gleiten.
Stilsichere Materialauswahl bis ins Detail und akribische Verarbeitung ...
... kennen wir bei Audi auch in den Serienmodellen. Ob es dieser Trim aus dem Studien-Dasein in die Serie schafft?
Zu edel zum Lümmeln: Das gesteppte Leder wirkt extrem hochwertig, eine Klimatisierung gibt es selbstverständlich auch für die Fondpassagiere.
Ein herrliches Spielfeld für Designer, so ein Concept Car. Zutaten hier: vier rahmenlose Türen, ein wie mit dem Steakmesser scharf abgeschnittenes Heck (das sicher nicht rein zufällig an das Audi 100 Coupè S der 70er erinnert), dazu 21-Zoll-Räder im 17-Speichen-Design und geradezu zierliche Außenspiegel (inspiriert von den Winglets moderner Jetflügel).
Das also ist die Alternative von Audi zu Aston Martin Rapide, Porsche Panamera und Mercedes CLS aus. Kleiner Datenabgleich mit dem Schwaben: 4,95 Meter lang (CLS 4,92 m) 1,93 Meter breit (1,88 m) und superflache 1,40 Meter hoch (1,43 Meter). Dazu 1800 Kilo gegen 1815 Kilo. Freuen wir uns auf die ersten Fahrvergleiche.
Profilvergleich: So sieht der Mercedes CLS von der Seite aus.
Der Mitbewerber VW Passat CC duckt sich auf 1,42 Meter.
So gibt sich der Porsche Panamera ab Herbst 2009 die Ehre.
So sieht die Alternative von Aston Martin namens Rapide aus.
Und den hier haben wir auch noch: Lamborghini Estoque. Offiziell nur eine Designstudie, aber auf dem Pariser Salon im September 2008 ein derartiger Erfolg, dass ihm auch mehr als ein Plätzchen im firmeneigenen Museum blühen könnte.
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