Unter dem Label Car Creativ mutiert der
Polo 1.2 TSI zum R. AUTO BILD SPORTSCARS hält mit dem Audi
TTS dagegen. Kann das Tuning-Auto den Serien-Audi schlagen?
Obwohl der Car Creativ Polo R das dramatisch bessere Leistungsgewicht bietet, hinkt der knallorange TTS beim Standardsprint auf hundert nicht etwa hinterher, sondern hat die Nase vom Start weg vorn. Vorsprung durch quattro. Erst bei höheren Geschwindigkeiten kann sich der Polo R etwas absetzen.
Was der Polo R in Kurven liegen lässt, macht er großenteils auf den Geraden wieder gut, denn der Motor geht wie die Pest.
Das eng gestufte, insgesamt kurz übersetzte Sechsganggetriebe passt auf der Rennpiste optimal und lässt sich knackig schalten.
Dennoch fühlte sich der Polo ab etwa 220 km/h irritierend leicht an, die Rückmeldung der Lenkung geht gegen null.
Direktes Einlenken dank straffem Fahrwerk und 18-Zoll-Bereifung. Untersteuern setzt spät ein, das ESP ist nicht ganz deaktivierbar.
Positiv fällt auch die
Golf R32-Bremsanlage auf; sie glänzt mit feinfühliger ABS-Regelung und hoher Standfestigkeit.
Rein optisch verrät das dezente Auspuffendrohr die hohe Leistung nicht.
Mit 137 PS ist die Literleistung des TTS-Motors bereits beachtlich. Car Creativ kommt mit anderem Ladeluftkühler und Auspuff auf stattliche 163 PS pro Liter.
Der Motor des Polo wurde einem Audi TTS entnommen. Den satten Leistungssprung von 272 auf 324 PS verwirklicht Car Creativ ausschließlich über die Hardware, sprich: einen wesentlich größeren Ladeluftkühler sowie eine wenig Widerstand leistende Edelstahl-Auspuffanlage.
Im sonst weitgehend serienmäßigen Cockpit fällt das sportlich geformte Lenkrad aus dem Golf R ins Auge
Schön anzuschauen und leicht zu putzen: Rondell-Rad in 7,5 x 18 Zoll.
Bei
VW (noch) nicht erhältlich: Polo mit R-Insignie am Heckdeckel.
Der zum Vergleich angetretene
Audi TTS muss mit den serienmäßigen 272 PS auskommen, hat zudem 200 Kilogramm mehr auf den Rippen
Der Tanz um die Pylonen gelingt dem TTS auch bei deaktiviertem ESP neutral, schnell und traumwandlerisch sicher.
Der Druck auf die Sport-Taste strafft Lenkung, Gasannahme und Dämpfer. Die feisten 245er-Reifen spannen sich über neun Zoll breite Felgen.
Der Heckspoiler fährt bei 120 km/h aus ...
... und unterhalb von 80 km/h ein.
Auch wenn es sich im TTS "nur" um eine Hang-on-Lösung handelt, die die Hinterachse bei Bedarf über eine elektronisch gesteuerte Haldex-Kupplung zuschaltet – das System arbeitet derart verzugfrei, dass sich der Fahrer in einem Permanentallradler wähnt.
Der TTS bietet einen ergonomisch tadellosen Arbeitsplatz...
... mit griffigem, unten abgeflachtem Lenkrad. Der Navi-Bildschirm dürfte allerdings etwas höher positioniert sein.
In Sachen Traktion, Handling und Fahrsicherheit spielt der TTS in der ersten Liga. Ein echter Sportwagen.
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