Ein Fest für alle Sinne: Wenn AUTO BILD SPORTSCARS auf der Suche nach dem SPORTSCAR 2008 ist, dann geht auf dem Contidrom bei Hannover die Post ab.
Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einmal: Beim Anblick der zwölf Monatsgewinner des vergangenen Jahres glänzen selbst routinierten Testern die Augen. Schade eigentlich, dass man Bilder nicht hören kann.
Ein Männertraum: in Blech gegossener Fahrspaß zur fast freien Verfügung und ein riesiger Asphaltspielplatz.
Ruhe vor dem Sturm: AUTO BILD SPORTSCARS-Fahrer Wolfgang Kaufmann bei der Bewertung des KTM X-Bow. Kurz nach dieser Aufnahme entschwand er wieder unter lautem Motorengebrüll im Gumminebel.
Eindeutig: Der KTM X-Bow lässt keine Zweifel an seiner wahren Bestimmung.
Hör-Gerät: Neben reichlich Fahrspaß bietet der Porsche 911 GT2 auch satte Klänge für die Ohren, denn ...
... hier atmet ein ziemlich explosiver Treibsatz äußerst kraftvoll aus.
Kritischer Blick: Hans-Ullrich Sander vom TÜV Rheinland blieb keine Schwäche verborgen. Sein Kollege ...
... Wolfgang Partz bewertete Verarbeitung und Alltagstauglichkeit der Boliden.
Zugebaut: Vom wunderbaren Maserati-Motor ist kaum etwas zu sehen – aber umso mehr zu hören.
Happy Hour: Bei der Fahrer-/Redaktionswertung floss auch der Fahrspaß in die Punktevergabe mit ein.
Am Ende des Tages: Mit der sinkenden Sonne endete auch der Motorenlärm im Contidrom. Es blieb die Frage: Wer ist denn nun Sportscar des Jahres 2008? Hier sind zunächst einmal ...
... die Kandidaten. Den Anfang macht der Porsche 911 GT2, der Monatssieger im November 2007. Der turbogestählte Überflieger mit allerfeinstem Sportfahrwerk und messerscharfem Handling ...
... fühlt sich auf der Rennstrecke richtig wohl. Ein Grund dafür ist der 3,6 Liter große Sechszylinder-Boxer im Heck. Die Maschine leistet 530 PS und schiebt den Porsche in sagenhaften 33 Sekunden von 0 auf Tempo 300.
Perfektionist: In Sachen Fahrdynamik macht dem GT2 so schnell keiner was vor. Schließlich sind auch ...
... 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und 329 km/h Spitze ganz gewichtige Argumente für den Über-Elfer.
Im Dezember 2007 überzeugte die Corvette C6 am meisten: Der US-Klassiker mit bulligem V8 und stetig verbessertem Fahrwerk glänzt durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Schneller qualmen: Weil das Driften mit der Corvette gerade so schön geht, zog die C6 oft eine graue Rauchfahne hinter sich her.
437 PS und 575 Newtonmeter stellt der 6,2 Liter große V8 zur Verfügung. Er schiebt so druckvoll an, ...
... dass der 1,5-Tonner aus dem Stand nach nur 4,9 Sekunden 100 km/h erreicht. Maximal sind 309 km/h drin. Der Preis dafür: vergleichsweise günstige 65.290 Euro.
Der Monatssieger im Januar 2008: Fahrzeugveredlung vom Feinsten mit tollem Motor, dezentem Auftritt und einer sehr ausgewogenen Fahrwerksabstimmung. Diese Attribute kennzeichnen den Alpina B3.
Sechs Kolben in Reihe als Kraftquelle. Aus drei Litern Hubraum holt der mit zwei Turbos aufgeladene Motor 360 PS und 500 Nm Drehmoment. Damit ist der B3 ...
... in glatten fünf Sekunden auf Tempo 100, und er erreicht maximal Tempo 285.
Unspektakulär: Von außen zeigt der Alpina B3 reines Understatement.
Außen knackig, kräftig im Antritt und mit einem sehr geschmeidigen Fahrwerk gesegnet, macht das 1er-Coupé eine hervorragende Figur und überzeugte die SPORTSCARS-Tester im Februar 2008.
Ein traumhafter Motor: Die sechs Zylinder in Reihe pressen dank Turbolader aus drei Litern Hubraum 306 PS und 400 Nm Drehmoment.
Die Fahrleistungen: Aus der Parkposition auf Landstraßentempo beschleunigt das 135i Coupé in 5,3 Sekunden. Die Tachonadel stagniert bei 250 km/h. Ohne Begrenzer wäre wohl auch ein bisschen mehr drin.
Sport von der Stange: Dank seines Sahnemotors in Kombination mit einem knackigen Fahrwerk gefällt das 135i Coupé auch als Quertreiber.
März 2008, es kann nur einen Sieger geben: Der Kombi-Überhammer Audi RS 6 Avant setzt auf satte Leistung aus zehn Zylindern, perfekte Alltagstauglichkeit und beste Verarbeitung.
Mehr geht kaum: Zwei Abgaslader mit je 0,7 Bar Druck pumpen den Fünfliter-V10 auf brutale 580 PS. Drehmoment: 650 Nm! Wer so gut im Futter steht, ...
... kann natürlich auch ordentlich schieben: Zusammen mit dem Allradantrieb wuchtet der Motor den RS 6 Avant in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Vmax: 250 km/h – elektronisch abgeregelt.
Dezent: Der RS 6 Avant kommt alles andere als krawallig daher.
Der SPORTSCARS-Liebling im April 2008: Mit seinem großvolumigen V8 erreicht der SL 63 AMG beste Fahrleistungen, ...
... auch querdynamisch legt der AMG deutlich nach.
Der 6,2 Liter große V8-Saugmotor mit 525 PS und 630 Nm setzt den SL unter Dampf und ...
... schiebt ihn 4,5 Sekunden über die 100-km/h-Marke. Maximal darf der SL 63 AMG 250 Sachen erreichen – dann greift der Begrenzer in den brachialen Vortrieb ein.
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Den Titel "Stärkster SL aller Zeiten" muss der SL 63 AMG zwar an den SL 65 AMG Black Series abgeben. Dennoch markiert das Zweitonnen-Dickschiff einen Schritt in die richtige Richtung.
"Klein aber oho" ist das Motto des Monatssiegers Mai 2008. Der Spaßwürfel AC Schnitzer Mini Cooper S punktet mit suchterregendem Fahrwerk, sehr guten Fahrleistungen und durchgestylter Optik.
Schon knapp über der Leerlaufdrehzahl mobilisiert der 1,6 Liter große Turbo-Vierzylinder sein maximales Drehmoment von 285 Nm. Bei 6000 Touren traben 225 Pferdchen von der Kurbelwelle.
Der hängt viele größere Autos locker ab: Schon nach 6,6 Sekunden durchbricht der Zwerg die 100 km/h-Marke. Mit 241 km/h Spitze spielt der aufgepeppte Mini in der ersten Autobahn-Liga.
Wo viel Licht ist, ist auch Schatten: Satte 44.902 Euro kostet das Komplettfahrzeug. Soll man sich dafür wirklich einen Mini kaufen? Nach ein paar schnellen Runden lautet die Antwort: Ja!
Der Sieger im Juni 2008: Wahrscheinlich ist der Techart GT Street eines der schärfsten Porsche Turbo Cabrios – mit extrem sportlichem Fahrwerk und überragenden Fahrleistungen.
Hinter diesem Schriftzug haust das Biest: Der 3,6 Liter große Biturbo-Boxer schickt aus seinen sechs Zylindern 630 PS und 820 Nm in den Allradantrieb.
Asphaltrakete: Für den Sprint auf Tempo 100 braucht der offene GT Street gerade einmal 3,7 Sekunden. Bei maximal 318 km/h kann man sich in dem Techart-Porsche ausgezeichnet die Frisur durcheinanderbringen lassen.
Einsame Spitze: Mit 290.795 Euro Gesamtpreis war das Techart GT Street Cabrio in dieser Disziplin nicht zu toppen.
Als Sportler für Connaisseure wird der Maserati GranTurismo S Sieger im Juli 2008 – mit atemberaubender Optik, sportlichem Fahrwerk und einem betörend klingenden Motor, der ...
... den schicken Italiener mit 440 PS und 490 Nm Drehmoment aus acht insgesamt 4,7 Liter großen Brennräumen versorgt.
Die Fahrleistungen: Den Sprint auf Tempo 100 erledigt der Maserati in 5,2 Sekunden, maximal sind 295 km/h drin.
Schönling: Form und Klang des Maserati GranTurismo S fanden uneingeschränkte Begeisterung.
Brachial, emotional, eigenständig: Der Lamborghini Gallardo besticht durch Motor, Sound und messerscharfes Handling – natürlich nicht nur im August 2008.
Im Heck des Gallardo rasen zehn Zylinder in V-Anordnung auf und ab, um den kleinen Stier mit 560 PS und 540 Nm Drehmoment in Wallung zu bringen.
Da geht die Post ab: Wer die 5,2 Liter Hubraum voll ausschöpft, beschleunigt den Gallardo in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 325 km/h. Reicht!
Lambo-Mambo: Der italienische Lust-Stier beim anspruchsvollen Quertanz auf dem Gleitbelag.
Sieger im September 2008: Die neueste Generation des Kult-Racers Mitsubishi Lancer Evolution ist zwar weniger kompromisslos als seine Vorgänger, macht aber immer noch mächtig an.
Der radikale Rüpelmotor des Evo IX musste bei der zehnten Auflage einem braveren weichen. 295 Turbo-PS aus einem zwei Liter großen Vierzylinder sorgen aber immer noch für ordentlich Feuer unter der Haube.
Gierschlund: Mit dem riesigen Kühlergrill wirkt der Lancer Evolution recht aggressiv, kann es sich mit 5,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und 245 km/h Spitze aber auch irgendwie leisten.
Weniger ist mehr: Purer Fahrspaß dank Sportfahrwerk und Leichtbau – der KTM X-Bow fühlt sich vor allem auf der Rennstrecke wohl. Und landet im Oktober 2008 ganz oben auf der SPORTSCARS-Bestenliste.
Unter der nur mit Werkzeug zu öffnenden Haube arbeitet ein Mittelmotor aus dem Audi-Regal. Der Zweiliter-Turbo schiebt den X-Bow mit 240 PS und 310 Nm nach vorne.
4,9 Sekunden von 0 auf 100 sind ein Wort, bei der Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h sind andere deutlich schneller. Aber man sollte den ...
... KTM X-Bow (sprich: Crossbow) nicht unterschätzen. Geht es zu schnell in die Kurve und zu ungestüm auf Gas, ...
... verlieren die Hinterreifen schlagartig die Traktion und ...
... das eigene Heck setzt zum Überholen an. Wer den Drift richtig beherrscht, wird seinen Spaß haben im X-Bow, aber auf dem Siegertreppchen bei der Wahl zum AUTO BILD SPORTSCAR 2008 landen andere. Zum Beispiel ...
... die drittplatzierte Corvette C6, die sehr viel besser ist als ihr Ruf. Die amerikanische Automobil-Ikone ist ein ernst zu nehmender Sportwagen ...
... mit bärigem Motor und einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der zweite Platz geht nach Zuffenhausen. Der größte Schwachpunkt des Porsche 911 GT2: sein Preis von 189.469 Euro. Alles andere ...
... atmet den Geist durch langjährige Erfahrung erworbener Perfektion.
Und hier ist, das SPORTSCAR 2008: Eine Fahrmaschine par excellence, ein Rundstrecken-Hero erster Güte, ...
... eine scharf gezeichnete Ode an den Temporausch: der Lamborghini Gallardo. Herzlichen Glückwunsch nach Italien!
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.