Unter dem Druck von Audi A4 und Mercedes C-Klasse spendiert BMW dem 3er im Herbst 2008 bereits nach drei Jahren ein Facelift. AUTO BILD hat sich den Neuen schon mal genau angesehen.
Die Modellpflege betrifft ausschließlich die Limousine und den Touring. Coupé und Cabrio behalten ihren bekannten Look.
Salbungsvolle Worte aus den Bayerischen Motorenwerken: Mit einer "Betonung der Dynamik und Schärfung der sportlich-eleganten Form" frischt BMW den 3er auf.
Die neue Seitenansicht der Limousine: BMW hat die Lichtkante der Schweller höher angesetzt, aber deren Fortsatz ...
... im unteren Heckbereich erkennt nur das geschulte Auge. Einem Laien dürfte diese Kosmetik kaum auffallen.
Neue Perspektive: Die Außenspiegel sind deutlich gewachsen, haben ein neues Gehäuse mit zwei Sicken.
Geänderte Front: Durch die neuen Lufteinlässe in der Schürze zieht der BMW die Mundwinkel jetzt nach oben.
Hier wird der Unterschied deutlich: Der neue 3er "lächelt", der aktuelle (hinten) schaut etwas grimmiger drein.
Die Niere des gelifteten 3ers ist wieder eine Einheit. Beim Vorgänger war die obere Chromleiste noch an der Motorhaube angebracht.
Es werde Licht: In den überarbeiteten Scheinwerfern betonen jetzt Chromröhren die Optik. Die Coronaringe können in Kombination mit Bi-Xenon als Tagfahrlicht genutzt werden, ...
... die Blinker bestehen aus LED-Leuchten.
Das Heck der Limousine bekommt einen leicht geänderten Kofferraumdeckel, der hintere Stoßfänger ist neu gestaltet.
Die neue Form der Rücklichter – hier leuchten Schlusslicht und Blinker selbstverständlich mit LED-Technik.
Heckansichten im Vergleich: links der aktuelle, rechts der kommende BMW 3er.
Neue Felgen im Programm: Das Schuhwerk des BMW 3er wird um Fünfspeichen-Alus und ...
... um filigrane Vielspeichen-Räder ergänzt.
Nicht nur am Blechkleid, sondern auch unter der Haube des modellgepflegten Dreiers tut sich was: Die fünf Diesel und die fünf Benziner werden mit dem Sparprogramm EfficientDynamics gekoppelt.
Ein neuer Selbstzünder: Der Reihensechser im 330d mobilisiert 245 PS und 520 Nm Drehmoment. Er soll auch auf Euro 6 umrüstbar sein, das ab 2014 gelten soll.
Das Topmodell: Der 335i mit Doppelturbo und 306 PS kann in Zukunft mit dem aus dem M3 bekannten Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt werden.
Fahrleistungen: Mit dem 335i geht es in 5,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 (Touring: 5,7 Sekunden). Maximal sind 250 Sachen drin.
Auf allen Vieren: Erstmals kann mit dem 320d nun ein Vierzylinder in der Dreier-Reihe mit dem Allradantrieb xDrive ausgerüstet werden. Für den 318d ist jetzt auch die Sechsstufen-Automatik verfügbar.
Vertrautes Bild: Bis auf kleine Änderungen in der Materialauswahl und der Gestaltung der Oberflächen bleibt es beim bekannten Look des Dreier-Interieurs.
Änderungen am Bedienkonzept: Das iDrive bekommt oberhalb des Controllers Schnellwahltasten für CD, Radio, Telefon und Navigation. Das garantiert schnelleren Zugriff auf relevante Funktionen.
Neue Lage: Kundenklagen sorgten dafür, dass BMW die Fensterheberschalter ein wenig versetzte. Jetzt liegen sie besser zur Hand.
Neue Größe: Der Bildschirm in der Mittelkonsole wächst auf 8,8 Zoll, die Festplatte des Navigationssystems auf 80 Gigabyte.
Rotlicht-Millieu: die Instrumente im aufgefrischten BMW 3er.
Bleibt drin: Auch wenn viele den klassischen Schlüssel für praktischer halten, wird der 3er auch nach dem Facelift noch per Knopfdruck gestartet.
Wie die Limousine, so der Kombi: Auch der Touring kommt im Herbst 2008 mit der neuen Front zu den BMW-Händlern.
Gleichteileprinzip: Höhere Lichtkante am Schweller und neue Außenspiegel bekommt natürlich auch der Kombi.
In der Heckanscht fallen die neuen Leuchten und der geänderte Stoßfänger auf.
Da ändert auch ein Facelift nichts: Der Kofferraum des Touring schluckt nach wie vor zwischen 460 und 1385 Liter Gepäckvolumen.
Für den 20. September 2008 ist die Markteinführung geplant. Und zumindest fürs Einstiegsmodell 318i stehen auch schon die Preise fest: Glatte 28.000 Euro kostet die Limousine, ...
... der Basis-Touring steht ab 29.650 Euro in der Preisliste. Das ist eine Verteuerung von 700 Euro – in Zahlen wenig, in diesen Zeiten viel.
Das Fazit von AUTO BILD-Redakteur Diether Rodatz: "Der neue 3er ist sympathischer geworden. Aber war das Facelift schon nach drei Jahren nötig? Sogar die Japaner haben mittlerweile längere Modellzyklen, von alten BMW-Zeiten ganz zu schweigen. Optische Veränderungen ...
... lassen einen Vorgänger gleich älter aussehen, was den Besitzer beim Wiederverkauf ärgert. Besonders deshalb, weil sich technisch nur wenig geändert hat. Die erfolgreichere Konkurrenz scheint BMW zu jagen, BMW reagiert mir etwas zu atemlos."
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