Die
Auto China in Peking ist 2010 zum Neuheiten-Boulevard der Extraklasse aufgestiegen. Neben den bekannt Premieren-wütigen Chinesen haben auch die europäischen Hersteller in diesem Jahr extrem viele neue Modelle nach Asien mitgebracht.
Er ist einer der Mega-Stars in Peking, obwohl er sich auf der Messe gar nicht zeigt: Der
BMW Concept GranCoupé. Die bildhübsche viertürige Coupé-Studie wurde am Vorabend der Messe bei der "Design Night" enthüllt. Obwohl der Viersitzer fast fünf Meter lang ist, ...
... beträgt die Karosseriehöhe nur knapp 1,40 Metern. Damit ist der
BMW Concept Gran
Coupé um bis zu 100 Millimeter flacher als ein
BMW 5er, entsprechend gestreckt wirkt er in der Seitenansicht.
Lang, länger, Fünfer: Vorhang auf für die Langversion des
neuen 5er. Die hat gegenüber ihrem "Normalo"-Bruder zusätzliche 14 Zentimeter an Länge gewonnen und soll den Managern im Reich der Mitte speziell im Fond Platz ohne Ende bescheren.
Der 5er "extra-large" ist als 535Li, 528Li und 523Li zu haben und wird in China gebaut. Wie passend.
Was BMW der Gran Coupé ist Mercedes der
CLS Shooting Break. Die schicke Schwaben-Studie feiert in Peking ebenfalls Weltpremiere. Das CLS-Konzept ist eine Kreuzung aus Kombi und Coupé und wird von einem 3,5-Liter-V6 mit 306 PS, ...
... Start-Stopp und Direkteinspritzung angetrieben. Unzählige technische Schmankerl und edle Materialien im Innenraum sind natürlich auch an Bord.
Für den langen 5er hat Mercedes ebenfalls einen Konter dabei und rollt die
E-Klasse in der Langversion in die chinesische Hauptstadt. Auch die Schwaben strecken ihre Limousine um exakt 14 Zentimeter. Als hätte man sich mit den Kollegen aus Bayern abgesprochen.
Zum Einsatz kommen ein 204 PS starker Vierzylinder im E 260 L CGI BlueEfficiency und ein V6 mit 245 PS im E 300 L. Zu den Preisen der ebenfalls in China gefertigten E-Klasse im XL-Format machte Mercedes bisher keine Angaben.
Auch bei Fahrzeugen, die seitens der Aussattung kaum noch zu toppen sind, muss ab und an Hand angelegt werden. Und aus diesem Grund hat
Maybach seinen Modellen
57 und
62 eine dezente Schönheits-OP geschenkt. Der große Chromgrill erstrahlt in frischem Design, ...
... auch die mit Formkante gestaltete Motorhaube und die Verkleidung der Frontstoßfänger mit Tagfahrleuchten in LED-Technik sind neu. Dazu kommen dunkelrote Heckleuchten, neue Räder und Lacke. Die Preisliste beginnt bei 373.000 Euro für den Maybach 57 und endet bei 440.000 Euro für den Maybach 62 S.
Noch so eine Wuchtbrumme - diesmal aus dem Hause
Volkswagen. VW schiebt das Facelift des
Phaeton aufs Messeparkett. Während optische Retuschen – wie das neue Markengesicht – nur dezent eingesetzt wurden, hat der Phaeton jetzt jede Menge neuer Assistenzsysteme, technischer Helferlein und Multimedia-Schnickschnack an Bord.
Schon nach wenigen Schritten über die Messe wird klar: Der Markt für noble Gefährte ist in China riesig. Sonst würden nicht alle Premium-Hersteller ihre Dickschiffe in neuem Glanz ausgerechnet auf der Messe in Peking präsentieren.
Hübscher Sonderling:
Ford hat das "Start Concept " im Gepäck, optisch eine Mischung aus
Fiat 500 und
VW New Beetle. Laut Ford soll der Start zeigen, was designtechnisch möglich ist. Eine Serienfertigung ist nicht geplant.
Unter der Haube der Studie schlummert ein 1.0-Liter-Benziner der neuen EcoBoost-Generation mit rund 120 PS. Die CO2-Emissionswerte sollen unter 100 Gramm pro Kilometer liegen.
Jetzt wird es asiatisch-bunt: Die chinesischen Hersteller zünden bei ihrem Heimspiel ein Feuerwerk an spektakulären Messe-Neuheiten. Der kleine Elektro-Knubbel von Changan erinnert stark an den Toyota iQ und hört auf den Namen Green-i.
Geely hat eine ganze Armada an schrillen Neuheiten am Start. Der GE macht auf dicke Hose und hat das Image einer billigen Rolls-Royce-Kopie längst abgeworfen. Besonderes Schmankerl: Unter der Haube des Kolosses schlummert ein Plug-in-Hybridantrieb.
Diese Geely-Kutsche heißt TXN Englon und macht den berühmten London-Taxis Konkurrenz – zumindest optisch.
Geely-Neuheit Nummer drei ist der IG. Der ist ein kleines feines Stadtauto mit zwei Sitzen und Elektroantrieb, ...
... das mit seinen Flügeltüren ein wenig
SLS-Flair ins chinesische Kleinstwagen-Segment bringt.
In die gleiche Kerbe wie Changan mit dem Green-i schlägt Geely neben dem IG auch mit dem Gleagle EK-2. Der stellt auch optisch sofort klar, was er ist und was er kann: "Super Elektroauto" steht auf der Haube, ...
... "Ich bin grün" an der Flanke. Alles öko, oder was? Überhaupt – elektrisch sein ist Trumpf in Peking. Auf jedem Podest, in jedem Winkel steht ein E-Auto – meist in der Form eines drolligen Kleinwagens.
Weitere Beispiele gefällig: Der Elektro-Knubbel von MG heißt heißt Zero, ...
... der von Dongfeng "I-Car".
Auch FAW hat einen kleinen Elektro-Flitzer im Programm. Dieser putzige rote Dreitürer ...
... heißt E-Wing. E-Wing – das war doch mal was. Richtig: Der E-Wing gehört zur Raumschiff-Flotte der Rebellen in den Star Wars-Filmen. Fliegen, so versicherte man uns, kann der E-Wing von FAW jedoch nicht.
Zeit für einen richtigen China-Kracher: Nein – das hier ist kein 50er Cadillac mit frischer Lackierung sondern eine neue Limousine mit extremem Retro-Touch aus dem Hause Hongqi. Unter der Haube ...
... der fast sieben Meter langen Staatskarosse blubbert ein dicker Zwölfzylinder.
Zurück zu den europäischen Dickschiffen: Den Potenz-Hype in Peking – groß, lang, übermotorisiert – drückt auch
Audi mit dem
A8 aus. Die ohnehin schon gewaltige neue Oberklasse feiert in Peking als Zwölfzylinder und in der Langversion (13 cm mehr) Premiere. Der Über-Audi leistet aus 6,3 Litern Hubraum 500 PS. Optische Unterschiede ...
... zu den zivilen Varianten: Der W12 hat serienmäßig LED-Scheinwerfer und der Kühlergrill ist aufwendig verchromt. Über die Preise hat Audi noch nichts verraten. Wir schätzen, dass die zusätzlichen 130 Millimeter rund 5000 Euro kosten werden.
Auch der
BMW 5er GT steht auf der Auto China im Rampenlicht. Die extravagante Reisekutsche zeigt sich erstmals mit dem Allradantrieb "xDrive". Im BMW 550i xDrive GT ...
... wird das Antriebsmoment des 407 PS starken V8-Motors mit doppelter Turbo-Aufladung über eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung variabel zwischen der Vorder- und der Hinterachse verteilt.
Es bleibt teuer und edel: Auch
Ferrari gibt sich in China ein Stelldichein und knüppelt mit dem todschicken
599 GTO in die Messehallen von Peking. Das neue Topmodell hat 670 PS, prescht in 3,3 Sekunden auf Tempo 100 und fährt laut Ferrari "über 335 km/h" schnell. Den Verbrauch ...
... des mächtigen V12 unter der Fronthaube gibt Ferrari mit 17,5 Litern an. Und wie kommt man einen solchen Traum-Sportler? Das entscheidet allein Ferrari!
Die Leistungsdaten des neuen
Lamborghini sind beeindruckend: Der China-Lambo katapultiert sich in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 342 Kilometern pro Stunde. Preis: auf Anfrage!
Auch die noblen Briten von
Bentley gehen auf der Auto China auf Kundenfang und haben ihre Modelle auf China-Style getrimmt – mit zwei besonderen
Continental-Modellen speziell für den chinesischen Markt. Während der Bentley Continental Flying Spur Speed China durch seinen Magenta Metallic-Lack auffällt, ...
... setzt Bentley beim Continental GT Design Series auf die Farbe "Orange Flame".
Deutlich bodenständiger geht es auf dem Stand von
Peugeot zu: Die Franzosen haben den neuen
408 dabei. Ein Stufenheck, das speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurde. Unterm Blech steckt nicht etwa ein neues Auto, ...
... sondern die sogenannte B-Plattform, auf der auch der Peugeot 308 rollt. Der 408 ist 4,68 Meter lang und schluckt üppige 481 Liter Ladevolumen. Ein 1,6-Liter-Benziner mit 110 und ein Zweiliter mit 147 PS stehen zur Wahl.
Die Volt-Familie hat Nachwuchs! Auch
Chevrolet hat eine feine Studie dabei und lässt den Van MPV5 auf dem Messe-Drehteller im Rampenlicht rotieren. Der teilt sich den Antrieb ...
... mit dem "normalen"
Volt. Das bedeutet: Eine 151 PS starke Elektroeinheit bezieht die ihre Kraft aus Lithium-Ionen-Akkus. Mit 4,59 Metern Länge ist der MPV5 18 Zentimeter länger als sein Genspender, rund sieben Zentimeter breiter (1,87 m) und 18 Zentimeter höher (1,61 m). Dazu sorgt ein langer Radstand (2,76 m) für Platz.
Der Camry ist in China ein Verkaufsschlager. Seit Sommer 2006 hat
Toyota über 500.000 Mittelklassen verkauft. Auf der Auto China stellen die Japaner nun die aus den USA bekannte Hybrid-Version vor, ...
.... die konsequenterweise auch gleich gemeinsam mit Partner Guangzhou in China produziert wird. Die Systemleistung des Hybridantriebs beträgt 187 PS, Verbräuche von rund sieben Litern auf 100 Kilometer sollen möglich sein.
Auch der neue
Opel Astra steht in Peking – falsch! Das hier ist Astra auf chinesisch und nennt sich Buick Excelle XT. Unterschiede zum Original: Veränderter Kühlergrill und etwas größere Aluräder. Unter der Haube ...
... arbeiten in China drei Benziner mit 116, 138 und 180 PS. Serienmäßig sind die Vierzylinder an eine Sechsgangautomatik gekoppelt.
Erneuter Schwenk zum heimischen Markt: Der chinesische Autobauer BAIC zeigt eindrucksvoll, was man aus einem alten
Saab 9-5 noch alles machen kann. Neues Logo drauf, ...
... Batterie rein – und schon ist es fertig, das Elektro-Auto C71EV. Das Schild neben dem Wagen verspricht eine Reichweite von rund 150 Kilometern.
Achtung, Zungenbrecher: Dieses schicke Coupé mit dem monströsen Grill heißt Geely Gleagle GS. Unter der Haube des Zweitürers ...
... arbeitet ein 1.3 Turbobenziner mit 129 PS. Geschaltet wird der sportliche Chinese in Signal-Orange entweder über ein manuelles Sechsgang-Getriebe oder ein Siebengang-DKG.
Noch so eine freche Schnauze von Geely: Auch die Studie Emgrand GT ist ein flottes Coupé mit äußerst extravaganter Optik. Im Gegensatz ...
... zu seinem Marken-Bruder Gleagle setzt der rote Renner jedoch nicht auf einen kleinen Benziner, sondern auf hybride Plug-in-Technik. Für den Vortrieb sorgen ein 2,4-Liter Benziner und zwei Elektromotoren mit je 27,5 kW. Der Asia-Allradler soll 2014 auf den Markt kommen.
... und präsentiert auf der Auto China Peking den B90 Hybrid. Vorerst jedoch noch als Concept Car.
Aus Rover wurde 2006 Roewe – eine Marke der Shanghai Automotive Industry Corporation. Jetzt haben die Chinesen ihre 2009er Studie N1 fertiggestellt und zeigen in Peking die serienreife Limousine Roewe 350. Das Stufenheck ...
... zum Kampfpreis soll unter 11.000 US-Dollar zu haben sein. Unter der Haube arbeitet ein 1.5 Vierzylinder-Benziner, der über ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine Viergang-Automatik geschaltet wird.
Dieser 4,60 Meter lange Bursche hier erinnert von vorn ein wenig an das auf der
Detroit Auto Show 2010 vorgestellte
VW New Compact Coupé. Auch wenn er im Gegensatz zur VW-Studie vier Türen hat. Unterm geschwungenen Blechkleid ...
... verstecken sich zwei interessante Eigenschaften: Zum einen ein Elektromotor, zum anderen ein Taxameter. Gebaut hat das "E-Taxi" die Firma IAT, die mit der Studie einen Ausblick auf das Taxi der Zukunft geben möchte.
Ab sofort ist der neue
Hyundai Accent auch in China unterwegs. Hier heißt er jedoch Verna und feiert auf der Auto China Weltpremiere. Im Motorenregal ...
... befinden sich ein 1.4 und ein 1.6 Benziner mit 107 bzw. 122 PS.
Natürlich dürfen auch auf einer großen chinesischen Automesse die Skurrilitäten nicht fehlen. Diesen Part übernimmt mit Bravour die Universität von Hunan mit der Präsentation ihrer Studie. Dieser rote Knubbel ...
... ist eine Mischung aus Auto, Wohnwagen und Motorroller und steht auf vier Rädern – eins vorn, zwei in der Mitte, eins hinten. Da dürfte die Kurvenfahrt recht sperrig ausfallen.
Honda hat eine Studie dabei, die extra auf den chinesischen Markt zugeschnitten ist. Der Li Nian Everus ist ein Gemeinschaftsprodukt von Honda und dem chinesischen Partner Guangqi Honda Automobile. Schon Ende 2010 ...
... soll das Serienmodell der Limousine auf der Guangzhou Motor Show vorgestellt werden.
Wie gut Elektromobile beim chinesischen Publikum ankommen, testet
VW auf der Auto China mit dem E-Lavida. Die Studie ...
... ist das erste Elektro-Auto von Volkswagen, das komplett in China gezeichnet und gebaut wurde.
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