Willkommen zum 28. GTI-Treffen am Wörthersee! Hat man den gigantisch langen Stau bei der Anfahrt überstanden, lädt der direkt an der Einfahrt gelegene VW-Stand zu einer Besichtigung der aktuellen Golf- und Polo-Mode ein.
Doch auf dem spektakulären Treffen der GTI-Fans wird schnell deutlich, dass nicht nur die neuesten Modelle angesagt sind. VW aller Baujahre und Typen lassen das Tuner-Herz höher schlagen. Vor allem der Zweier-Golf ist nach wie vor ein sehr beliebtes Auto in der Szene.
Außen hui, innen auch: Besonders an den liebevoll gestalteten Details im Motorraum lässt sich die Liebe der Fans zu ihrem Fahrzeug ablesen. In Wagenfarbe lackierte Motorabdeckung, Komponenten und nachgerüstete Stoßdämpfer an der Motorhaube lassen erahnen, wieviel Liebe und Geld in den Autos steckt.
Natürlich darf auch Audi als VW-Konzernmarke nicht fehlen. Der Audi-Stand hat ähnliche Ausmaße wie der von Volkswagen. Schätzungsweise ein Viertel der Wörthersee-Fans reisen mit einem Fahrzeug mit den vier Ringen an.
Der Audi R8 ist natürlich der Traumwagen der Audi-Fans schlechthin. Als ganz besonderes Schmankerl zeigt Audi den R8 LMS, speziell für den GT-Rennsport präpariert. Der rund 312.000 Euro teure Renner startet unter anderem beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring.
Echte Fans schlachten auch heilige Kühe wie den R8. Der Vorjahres-Sieger des Pirelli-Tuning-Award Richard Saurer hat sich des Sportwagens aus Ingolstadt angenommen. Hauptkennzeichen: Lambo-gelber Lack. Das passt Audi gar nicht, denn weder für Geld noch für gute Worte ist ein R8 ab Werk mit Lamborghini-Farben erhältlich.
Tuning-Profi Richard Saurer kümmert das wenig und putzt jedes Detail seines Ausnahme-R8 ganz penibel.
Jedes Detail ein Fest auf Erden: Die 285er-Gummis mit 25er-Querschnitt zieren 20-Zoll-Work-Felgen. Sauber!
Am R8 von Richard Saurer kann man sich weder satt sehen noch satt hören. Der V10 trompetet eine bassig-fauchende Melodie, die in Sachen Sound verwöhnte GTI-Fans respektvoll aufhorchen lässt.
Auch die Ikone 911 hat Richard Saurer angefasst. Herausgekommen ist ein giftgrünes Cabrio mit heiserem Boxer-Sound. Übrigens ein optimales Fahrzeug für das GTI-Treffen 09, denn die Sonne gibt ihr Bestes!
Wegen des heißen Sommerwetters ist knappe Kleidung absolut angemessen. Besonders vorteilhaft kommt diese beim weiblichen Geschlecht zu Geltung – hier in offiziellem Auftrag unterwegs.
Auch als Teilnehmer sind Frauen absolut nicht in der Minderzahl: Hier rollt Kristina mit Benny in einem violetten VW Corrado durch die Fan-Menge.
Wer keine Freundin hat, kann sich eine kaufen: Auf dem Messestand gibt es die Traumfrau schlechthin zu erwerben. Vollbusig, blond, gut gelaunt, schweigsam – und aus Pappe.
Working at the Carwash: Auch ein Golf IV hat mühevolle weibliche Zuneigung verdient. Da werden einige GTI-Freaks bestimmt eifersüchtig ...
Klassische Accessoires wie ein Röhrenradio aus den Fünfzigern sind von der Tuning-Szene längst als schmückendes Detail entdeckt worden.
Puristisch: Das kantige Giugiaro-Design des Einser-Golf kommt durch Tieferlegung und BBS-Kreuzspeichenräder erst so richtig zum Vorschein.
Hechel, hechel: Bei über 30 Grad in der Sonne kommen Fenstergitter gerade recht. Fenster runter, Gitter rein, Fenster hoch – das Auto wird durchlüftet und ist trotzdem diebstahlgeschützt. Dieses Accessoire kommt aus dem Camping-Bereich.
Unter den Motorhauben tun sich wahre Kunstwerke auf: Mal sind es abgefahrene Farben, ...
... mal morbide Details wie dieser Haubenaufsteller, ...
... mal Motorabdeckungen im Leoparden-Look, ...
... oder kunstvoll gecleante Motorräume, die das Tuning-Volk begeistern.
Gegensätze ziehen sich an: Extrem getunter Polo 6N mit Lambo-Türen und türkis-farbenem Lack neben einem fast serienmäßigen Dreier-Golf. Alles ist erlaubt!
VW spielt natürlich auch mit und zeigt das "Muskelpaket" der Polo-Studie "Wörthersee 09". Thema Muskeln: Der Kleine hat bis jetzt nur einen 86-PS-Motor.
Johnny Despagne reiste mit seinem Passat CC 1047 Kilometer an. Dank 140-PS-Diesel musste erst in Velden getankt werden.
Wie fällt man auf dem weltgrößten GTI-Treffen am besten auf? Mit einer Mercedes S-Klasse der Baureihe 116 (1972 bis 1980) im Ratten-Custom-Style! Kennzeichen: Blubbernder V8 (Auspuff Marke Eigenbau), US-Wood-Design auf den Flanken, matter Lack und Rost wie nagelneu glänzender Chrom.
Big Benz: Dieser 116er ist eine echte Ansage an die Mercedes-Oldie-Gemeinde, wo nur originalgetreu erhaltene Fahrzeuge zählen. An alle Benz-Freaks: Ist dieser 350 SE nicht einfach nur rattenscharf und mal ein schöner Kontrast zu den Oldies im Jahreswagen-Zustand?
Auch dieser kantige Pampersbomber "glänzt" mit Rostlackierung und allerlei unnötigem Zierrat.
Lass' blubbern: Die Sidepipes am Passat sorgen für gierigen Sound.
Geschützter Verkehr: Um die herrlichen Custom-Felgen nicht ungeschützt den harten Bordsteinen auszusetzen, sind zwei feinfühlige Bordstein-Warner angebracht.
Der3BPassat.de: Marc auf Leipzig beweist mit diesem Passat, dass ein besonders großes Tuner-Herz in ihm schlägt. Den Bi-Color-Lack schmücken herrliche Airbrushs, das Airride-Fahrwerk von GAS lässt die Mittelklasse-Limousine engsten Kontakt mit der Fahrbahn aufnehmen.
Das Cockpit von Marcs Passat ist komplett selbst gebaut um den Bildschirm aufzunehmen. Das weiße Leder schindet Eindruck, rote Details setzten Akzente.
Bass, Bass, wir brauchen Bass: Zwei Pioneer-Subs mit je 1000 Watt werden von einer Vierkanal-Kanal-Endstufe von Magnat mit 900 Watt befeuert.
Detailverliebt: Selbst der Tankdeckel nimmt die Farbgebung und Muster der Lackierung auf. Ständig entdeckt man neue Details am Passat.
Viel heiße Luft um nichts: Das Aggragat des Passat sieht beeindruckend aus, doch die 130 Serien-PS des Vierzylinders drücken die Passagiere mit Sicherheit nicht in die weißen Ledersitze.
Chrom am Benz ist nicht wirklich ungewöhnlich, doch wenn ein 124er mit 315.000 km Laufleistung mit verchromten 20-Zöllern und Airride-Fahrwerk daher dieselt, ist dieses schon bemerkenswert! Willkommen beim GTI-Treffen!
Start frei: Bürgermeister Adolf Stark gab in seiner Begrüßungsansprache der GTI-Gemeinde den Rat, die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Die zehn anwesenden Zuhörer nickten den Rat mit unschuldiger Mine ab. Rechts an der Seite von Adi Stark: Ex-Playmate Katharina Kuhlmann.
Die meisten Wörthersee-Besucher hörten nicht dem Bürgermeister zu, sondern fuhren zur Shell-Station im Nachbarort Velden. Dort hatten es sich Hundertschaften gemütlich gemacht wie zu Hause vor dem Fernseher. Jeder wartete natürlich darauf, dass jemand die Reifen seiner Antriebsachse in Rauch auflösen würde.
Andere nutzen die Zeit zum Einkaufen von Tuning-Parts auf dem Gelände. Vom Recaro-Sitz über Auspuffanlagen bis hin zu Scheinwerfern wird alles angeboten.
Party on: Wem die Stereoanlage im Fahrzeug nicht ausreicht, der kann sich auf dem Gummiplatz von Basswellen beeindrucken lassen. Diverse DJs zeigen ihre Kunst am Plattenteller, Stilrichtung House und Techno. Von Mittwoch bis Samstag wird durchgefeiert.
Nur der Blick ist böse: Die Besucher des Wörthersee-Treffens sind friedlicher Natur. Alle geben gemeinsam Gas, doch genötigt wird hier nicht.
Hier fährt der Sherrif Volkswagen – einen Typ 3 Variant.
Schöne Kombis heißen Avant. Noch schönere kommen aus der Tuning-Szene: Der schneeweiße A4 Avant verschluckt sich beinahe an den den riesigen Rädern.
Und was A4-Piloten können, können Passat-Fahrer schon lange. Auch hier schlucken geweitete Radhäuser große Leichtmetaller.
Jaja, so ein GTI-Treffen geht ganz schön in die Beine. Das geht nicht nur flinken autobild.de-Reportern so. Auch der ein oder andere Fan gönnt sich mal eine kurze Auszeit.
Ein VW Touareg – seiner Geländetauglichkeit gänzlich beraubt.
Unter der Haube des bis auf Sitze und Lenkrad abgespeckten Golf bollern zirka 180-G-Lader-PS.
Mancher traut sich trotz "Work in Progress"-Stadiums aufs Kult-Treffen. Wir sind sicher: Im nächsten Jahr sieht der Käfer nicht anders aus.
Unglaublich, aber wahr: Hier steht ein Volkswagen K 70 von 1970. Besonderheit am Uralt-VW: wassergekühlter Reihen-Frontmotor und erster VW mit Frontantrieb.
Die große Liebe der "Mutter" kennt kaum Grenzen. Golf-I-Piloten schmücken ihr Blech gerne mal mit Audi-Teilen.
Ein echter Kawentzmann, der sich unter der großen Klappe breit macht: W12-Aggregat mit sechs Liter Hubraum und 420 PS.
Der dicke Brummer hockt in einem Audi A8. Eine gar nicht mal so seltene Paarung beim GTI-Treffen
Wegfahrsperre und Showeffekt zugleich: Wer aber glaubt, dieser Golf III hätte nur vorn kein Rad, ...
... wird schnell eines Besseren belehrt! Vielleicht reicht es ja bis zum GTI-Treffen 2010 zu einem schicken Satz Aluräder.
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