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Autos, die uns fehlen, Teil 3

Alfa Romeo Giulia Sprint GT
Es gibt Autos, deren Formen uns gefallen und gefielen, die sich in unser Gedächtnis eingebrannt haben. Dass solche Formen uns auch heute noch in ihren Bann ziehen, das beweisen die Neuauflagen von Mini und Co. Nach Teil 1 und Teil 2 der Retro-Entwürfe, kommen hier zwölf neue automobile Remakes. Zum Beispiel der Alfa Giulia Sprint GT mit dem ...
Alfa Romeo Giulia 1300 Coupé
... Blick der Giulia 1300 Coupé. Das Original: Alfa Giulia 1300 Coupé • geboren: 1963 • verstorben: 1976. Giorgio Giugiaro modellierte ihn in seinen besten Jahren, als er noch beim Karosserieschneider Bertone arbeitete. Und das erklärt vieles: die tollen Proportionen, das Schlichte, Zierliche, aber Respekt-einflößende, dieses Charaktergesicht mit offener Fuge unter der Motorhaube.
Austin-Healey
So oder so ähnlich könnte er aussehen, der "New Healey". Wichtig: nur ein leichtes,
kompaktes Stoffdach, flache, schmal gerahmte Frontscheibe sowie eine knapp sitzende Kluft.
Austin-Healey 3000
Das Original: Austin Healey 3000 • geboren: 1956 • verstorben: 1967. Er ist die Inkarnation des englischen Roadsters – herb, männlich, romantisch und ungeheuer anziehend. Besser kann ein Vertreter dieser Spezies nicht aussehen, das gilt bis heute. Warum zieht BMW (im Besitz der Markenrechte) also nicht die Schublade auf und holt uns diesen Schmachtfetzen zurück?
BMW 507
Auch von einem neuen BMW 507 träumen wir. Das Kleid muss aber bitte knalleng sitzen und sich dicht über das Chassis schmiegen. Nur dann bekommt die Wiederauflage die Idealfigur des Vorbilds.
BMW 507 (Bj.1956 bis 1959)
Das Original: BMW 507 • geboren: 1955 • verstorben: 1959. Nicht umsonst gehört dieser BMW zu den teuersten Klassikern (600.000 Euro aufwärts). Erstens: Es wurden nur 252 Stück gebaut. Und zweitens: Er sieht irre gut aus. Dass BMW die historische Steilvorlage nicht verwandelt, ist schwer zu verstehen. Sicher, mit dem Z8 hatten sie es versucht, aber halt nicht konsequent.
Mercedes S-Klasse Coupé
Zurück zur großen Klasse: Ein neues großes Mercedes Coupé in klassischem Stil braucht diese Welt! Die verwaiste Marktnische der Edelcoupés wartet geradezu darauf, von Mercedes wieder besetzt zu werden. Auf dem Papier zumindest haben wir es schon mal versucht: ein Coupé in neuer alter Pracht, ein Mercedes auf Augenhöhe mit den Bentley und Rolls-Royce dieser Welt.  
Mercedes 220 - 300 SE (Bj.1961)
Das Original: Mercedes W 111/112 • geboren: 1961 • verstorben: 1971. W 111/112 nennt der Werkscode die S-Klasse-Generation, auf der das Coupé basiert. Der Volksmund spricht von "Heckflosse", wobei das namensstiftende Merkmal bei den Zweitürern fehlte. Ihr Credo war die zurückhaltende Eleganz – eine Qualität, die bei Mercedes inzwischen unter die Räder gekommen ist.
Citroën SM
Der Citroën SM war sicherlich nicht der zuverlässigste, aber er war der perfekte Citroën: mutig, komfortabel und einfach anders. Heute wäre er das Auto, mit dem Citroën an die alte Größe anknüpfen könnte – abseits vom Terror sinnentleerter Formen. Unser Vorschlag: ein GT abseits aller Konventionen, nur echt mit verdeckten Hinterrädern.
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Das Original: Citroën SM • geboren: 1970 • verstorben: 1975. Zu Lebzeiten wurde das ausladende Grand Tourisme Coupé einfach nicht richtig verstanden. Schon die Bezeichnung fanden einige missverständlich – dabei stand das "M" ja  für "Maserati" (woher der V6-Motor stammte) und keineswegs für "Maso". Auch wenn es Leute gab, die darin keinen Unterschied sahen.
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Eine Neuauflage des 850 Spider könnte der Fiat-Traum schlafloser Nächte werden: ein offener Sportwagen im Taschenformat. So eine Miniflunder, konsequent umgesetzt (am besten mit Mittelmotor), würde auch heute ins Schwarze treffen.  
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Das Original: Fiat 850 Spider • geboren: 1965 • verstorben: 1973. Er war erschwinglich, und er sah aus wie ein geschrumpfter Traumsportwagen, Maßstab 1:1,5 vielleicht. Und er war als Fahrmaschine durchaus ernst zu nehmen. Geboren wurde er in Fiats besten Jahren, aber der Versuch, es ihm später mit X 1/9 und Barchetta gleichzutun, misslang.
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Auch Opel hatte mal einen ganz eigenen Stil. Und er war sogar richtig knackig. Doch auf einen Wurf wie den Commodore B warten wir bis heute, wenn auch ohne große Hoffnung. Statt auszubrechen und sich an der eigenen Tradition zu orientieren, spielt Opel im Design auf Nummer sicher. Wie die Alternative aussehen könnte, sehen Sie hier: Commodore B+, der Opel zum Anbeißen. 
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Das Original: Opel Commodore • geboren: 1972 • verstorben: 1977. Die Jahreszahlen gelten für den Commodore B. Denn dieser Typ hat bei Opel den Höhepunkt im Nachkriegs-Design markiert. Die klaren Linien, das äußerst straff sitzende Blech, die leckeren Proportionen des Hecktrieblers, das alles lässt die Handschrift von GM-Designchef Bill Mitchell erkennen.
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Keine Schnörkel, kein modischer Firlefanz, nur Funktion und klare Linien: Diese Qualitäten des Renault R16 wünschen wir uns auch von seinem Nachfolger, den wir so schmerzlich vermissen.  
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Das Original: Renault 16 • geboren: 1965 • verstorben: 1980. Es war die Zeit, ausgetretene Pfade zu verlassen, das Auto anders zu definieren. Und Renault mischte vorn mit: Als der R 16 anno 1965 an den Start rollte, war er konkurrenzlos. Einen Viertürer mit Schrägheck, großer Heckklappe und variablem Innenraum, den gab es sonst nirgends.
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Der wahre Volvo: Große, geräumige Kombis waren einst die Spezialität der Marke. Warum keine Neuauflage? Leider hat sich der schwedische Hersteller entschlossen, im stilistischen Mainstream mitzuschwimmen. Hier deshalb der Volvo, wie er sein sollte.

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Das Original: Volvo 760 Kombi • geboren: 1985 • verstorben: 1998. Sie nannten sich abwechselnd 740, 760, 940, 960 oder V90, aber im Grunde waren sie immer dieselben, blieben sich stets treu. Die eckigen Kombis waren nicht nur äußerst geräumig, sondern auch überdurchschnittlich sicher und langlebig. Genau das, was die Form suggerierte.
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So wird er richtig: Der VW Beetle als Zweisitzer à la Hebmüller mit flacher Frontscheibe und Langheck. Der neue Beetle eignet sich als Basis blendend, wie man sieht. Mal ehrlich, wer wollte da noch so einen Stutzstummel wie den Mini Roadster?  
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Das Original: VW Käfer Typ 1 Hebmüller Cabrio • geboren: 1949 • verstorben: 1950. Der Käfer als Roadster, alles schon mal da gewesen. Ja, wirklich, anno 1949. Damals bestellte VW 2000 offene Zweisitzer beim Karosseriebauer Hebmüller. Leider wurden nur 696 Stück gebaut, denn die Fabrik brannte ab. Höchste Zeit also, dass der Hebmüller-VW wiederbelebt wird.
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Und zum Schluss noch ein großes Lob an unseren Hausdesigner Radovan Varicak aus Toronto. Kanada. Mit Fantasie und Einfühlungsvermögen hat er unsere Retro-Ideen umgesetzt. Sie führen uns vor Augen, dass Retro durchaus vorwärtsgewandt sein kann.
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Noch mehr Lust auf alte neue Klassiker? Hier geht es zum ersten Teil der Autos, die wir vermissen. Und hier finden Sie Teil 2.