Autos, die auch für Senioren taugen? Wir haben
BMW 5er GT,
Citroën DS5,
Ford B-Max,
Honda CR-V,
Hyundai Santa Fe,
Mercedes A-Klasse,
Opel Mokka,
Skoda Rapid und
VW Golf auf ihre Komforteigenschaften getestet. Mit wem Sie am bequemsten alt werden können, erfahren Sie hier.
Citroën DS5 – Übersicht? Kaum! Den modernsten Vertreter in dieser Runde können wir älteren Fahrern nur bedingt empfehlen, ...
... nur mühsam lassen sich die Bereiche direkt vor und hinter dem Wagen abschätzen, ...
... die Federung arbeitet stoßig, ...
... die Bedienung bleibt auch nach Eingewöhnung und Studium der Betriebsanleitung ein komplexes Kapitel.
Die leicht erhöhte Sitzposition nützt beim Ein- und Aussteigen wenig, stets muss man über die leider sehr harte Seitenwange der Sitzauflage rutschen.
Trost: Den DS5 gibt es grundsätzlich auch mit Automatik und serienmäßig mit SOS-Funktion, ...
... Einparksensoren für das Basismodel gibt es nur im Paket (690 Euro).
Sitz-Check: Der Sitz des DS5 ist knapper geschnitten als zum Beispiel der des kleineren Ford B-Max, außerdem fehlt der Lehne Länge.
Die Wertung: • Sitzen: 10 Punkte • Einsteigen: 10 Punkte • Fahrkomfort: 7 Punkte • Handhabung: 8 Punkte • Optionen: 6 Punkte • Grundpreis: 4 Punkte • Gesamt: 45 Punkte (Platz neun)
Hyundai Santa Fe – Größe ist nicht alles. Weit öffnende Türen, hohe Sitzposition, die leicht erreichbar ist, ...
... sowie eine straffe Polsterung der Sitze vereinfachen das Leben im SUV.
Manko: Bei voll geöffneter Tür muss sich der Fahrer strecken, um an den dann weit entfernten Innengriff zu gelangen.
Relativ leicht zu rangieren: Das serienmäßige Kamera-Parksystem ...
... und die großen Spiegel helfen, den Hyundai in enge Lücken zu bugsieren.
Toll: Auf Knopfdruck arbeitet die Lenkung besonders leichtgängig.
Wer mehr Komfort oder gar Assistenzsysteme wünscht, hat schlechte Karten. Denn die Hyundai-Preispolitik ist brutal. Vom Basismodell ausgehend kosten: Spurhaltesystem 8400 Euro, Automatik 10.000 Euro ...
... und Xenonlicht 6610 Euro. Grund: Die Extras gibt es nur in Paketen.
Sitz-Check: Mit rund 70 Zentimetern Sitzhöhe regiert der Santa Fe das Feld von ganz oben.
Die Wertung: • Sitzen: 8 Punkte • Einsteigen: 16 Punkte • Fahrkomfort: 9 Punkte • Handhabung: 9 Punkte • Optionen: 3 Punkte • Grundpreis: 3 Punkte • Gesamt: 48 Punkte (Platz acht)
Skoda Rapid – Extras Fehlanzeige. Das Opa-Auto schlechthin: Stufenheck, kompakt, unauffällig, bescheidenes Image – im Rapid erkennen wir den Jetta der Neuzeit.
Dafür ist der Skoda intuitiv zu bedienen, nichts gibt Rätsel auf, die Regelung der Klimaanlage beispielsweise ist schlicht und übersichtlich.
Auch kommt man – trotz klassisch niedriger Sitzposition – noch ausreichend bequem ins Auto und wieder heraus.
Allerdings hat der Skoda kleine Schwächen. Die Übersicht nach hinten ist über die hohe Hutablage hinweg mäßig, ...
... der Motor läuft unter Last brummig, ...
... auf Kopfsteinpflaster dröhnt der Rapid wegen seiner prallen Energiesparreifen wie ein Braunkohlebagger bei der Arbeit.
Zusätzlicher Luxus wie Automatik kostet zudem viel Geld (ab Basis 6670 Euro!), da es diese nur in Verbindung mit größeren Motoren und höherwertigen Ausstattungen gibt. Schwach: Xenonlicht ist überhaupt nicht verfügbar.
Sitz-Check: Die Sitzauflagen sind kurz geraten, der Abstand zum Boden ist gering.
Die Wertung: • Sitzen: 7 Punkte • Einsteigen: 9 Punkte • Fahrkomfort: 8 Punkte • Handhabung: 19 Punkte • Optionen: 2 Punkte • Grundpreis: 10 Punkte • Gesamt 55 Punkte (Platz sieben)
Mercedes A-Klasse – leider zu eng für Ältere. Ursprünglich ein Hochdach-Original, ist die aktuelle A-Klasse zum Flachmann geschrumpft, ...
... mit Nachteilen im Alltagsgeschäft. Die Übersicht ist mäßig, ...
... und beim Einsteigen müssen große Fahrer einen kleinen Knicks vollführen.
Auch die hinteren Plätze sind nicht optimal zu erreichen, der weit in den Türausschnitt ragende Radhausbogen steht geschmeidigem Einsteigen in den Fond im Weg.
Im Alltag stört eine weitere Schwäche: Die recht schwere Vordertür verfügt nur über zwei Rasten zum Feststellen – das erfordert umständliche Festhaltemanöver in engen Parklücken.
Gleichzeitig erschwert eine rund elf Zentimeter hohe Kante im Kofferraum das Beladen.
Zum Ausgleich rüstet Mercedes die A-Klasse – wenn auch gegen Aufpreis – mit Hightech wie einer Notbremshilfe aus.
Sitz-Check: Den geringen Boden-Sitz-Wert (Maß C) unterbietet hier keiner der Kandidaten.
Die Wertung: • Sitzen: 12 Punkte • Einsteigen: 8 Punkte • Fahrkomfort: 10 Punkte • Handhabung: 13 Punkte • Optionen: 8 Punkte • Grundpreis: 5 Punkte • Gesamt: 56 Punkte (Platz sechs)
Honda CR-V – hier geht es leicht rein. Leichte, geschmeidig und weit öffnende Türen, ...
... nicht zu sportlich konturierte Sitzlehnen, recht schmale Schweller und eine höhere Sitzfläche – in den Honda schlüpft man spielerisch hinein.
Die Seitenwangen des Sitzunterteils hemmen das Durchrutschen minimal. Dagegen könnten die Lehnen länger sein.
Der nahezu flache Boden im Fond hilft, eine gute Sitzposition in der zweiten Reihe einzunehmen.
Die Sicht nach schräg hinten ist stark eingeschränkt, zudem stört die hohe Fensterlinie, ...
... aber immerhin helfen große – elektrisch einstell- und beheizbare – Spiegel beim Rangieren.
Bitter: Wer nächtliche Straßen mit hellem Xenonlicht ausleuchten möchte, muss ab Basismodell fast 9000 (!) Euro dazubezahlen, die Lampen gibt es erst ...
... in Verbindung mit der Linie Lifestyle. Da tröstet es kaum, dass eine Automatik als "einzelnes" Extra für 1900 Euro bestellbar ist.
Sitz-Check: Der Abstand zwischen Straße und Sitzfläche (Wert C) ist angenehm groß – hier stimmt die Höhe.
Die Wertung: • Sitzen: 9 Punkte • Einsteigen: 19 Punkte • Fahrkomfort 15: Punkte • Handhabung: 10 Punkte • Optionen: 5 Punkte • Grundpreis: 6 Punkte • Gesamt: 64 Punkte (Platz fünf)
Ford B-Max – Technik kommt teuer. Hinten Schiebetür, keine B-Säule – klingt nach lockerem Entern, ...
... ist aber nicht so. Die Türen sind schwer, ...
... die fehlende B-Säule bringt keinen Vorteil beim Einsteigen. Rollstuhlfahrer können ihren Rolli allerdings leichter einpacken.
Trotz Van-artiger Konzeption liegt die Sitzhöhe nur eine Handbreit über Kompakt-Niveau. Die weich ausgeformten Seitenwangen stützen vergleichsweise wenig.
Die Sicht nach hinten ist mäßig, ...
... aber für 390 Euro bietet Ford eine Einparkhilfe an.
Der wendige B-Max punktet in der Handhabung. Nicht gut: Eine Automatik kostet ab Basismodell teure 2550 Euro, Xenonlicht gibt es nicht. Immerhin: Gegen Aufpreis gibt es City-Notbrems- sowie Notruf-Technik.
Sitz-Check: Für die Auto-Größe bietet der B-Max anständigen Sitzkomfort in Reihe eins.
Die Wertung: • Sitzen: 13 Punkte • Einsteigen: 12 Punkte • Fahrkomfort: 12 Punkte • Handhabung: 16 Punkte • Optionen: 4 Punkte • Grundpreis: 9 Punkte • Gesamt: 66 Punkte (Platz vier)
BMW 5er GT – gut, aber viel zu teuer. Die Mischung aus dem SUV X5 und der 5er-Limousine ...
... bietet eine höhere Sitzposition sowie einen großen Verstellbereich von Sitzen und Lenksäule, ...
... aber nicht jeder wird mit dem Einstieg über harte Wangen der Sitze glücklich sein.
Darüber hinaus lassen sich Hindernisse im Heckbereich nur erahnen, die hoch aufragende Gepäckraumabtrennung verhindert eine gute Sicht nach hinten. Eine Rückfahrkamera hilft, ...
... kostet noch erträgliche 420 Euro Aufpreis. Automatik gibt es für den GT ab Werk, Xenonlicht ist für 1200 Euro einzeln bestellbar.
Bequem: Der Kofferraum lässt sich auf Knopfdruck erweitern, die Klappe öffnet auch elektrisch.
Beim Fahren – besser Gleiten – gibt es keine zwei Meinungen. Top!
Sitz-Check: Große Fläche und eine lange Rückenlehne stützen hervorragend – hier stimmt der Komfort.
Die Wertung: • Sitzen: 18 Punkte • Einsteigen: 14 Punkte • Fahrkomfort: 19 Punkte • Handhabung: 5 Punkte • Optionen: 10 Punkte • Grundpreis: 2 Punkte • Gesamt: 68 Punkte (Platz drei)
VW Golf – ein angenehmer Begleiter. Die Sitze des Wolfsburger Bestsellers stützen hervorragend, ...
... dank weitem Lenksäulen-Verstellbereich, sowohl in der Höhe als auch axial, stimmt die Haltung hinterm Steuer optimal, ...
... aber die Türschweller sind relativ breit, sodass das Aussteigen erschwert wird.
Die Sicht nach schräg hinten wird durch die Golf-typisch breite C-Säule behindert, ...
... auch die klein geratenen Außenspiegel bieten nur eingeschränkten Überblick.
Der Golf läuft leise und komfortabel. Kurz: Der VW ist ein angenehmer Alltagsbegleiter.
Unverständlich und ein echter Nachteil: Eine Automatik bietet VW für den Basis- Golf nicht als einzelne Option an. Erst im nächststärkeren Golf sortiert ein komfortables DSG die Gänge – macht happige 3300 Euro zusätzlich.
Dafür hält sich VW beim Preis für Xenonlicht zurück: Selbst im Basis-Golf ist das helle Licht verfügbar, für faire 850 Euro Aufpreis.
Sitz-Check: Die Maße der Vordersitze sind für einen Kompakten mehr als ordentlich.
Die Wertung: • Sitzen: 19 Punkte • Einsteigen: 11 Punkte • Fahrkomfort: 17 Punkte • Handhabung: 15 Punkte • Optionen: 9 Punkte • Grundpreis: 8 Punkte • Gesamt: 79 Punkte (Platz zwei)
Opel Mokka – sorgloser Umgang garantiert. Der Mokka geht ja als Mini unter den SUVs durch, misst kurze 4,28 Meter Außenlänge, ...
... flutscht dank 1,77 Meter Breite durch kleine Lücken.
Aber trotz der Minimal-Maße thront man angenehm hoch, genießt nach vorn eine gute Übersicht.
Ein- und Aussteigen gelingt mühelos. Allenfalls die stärker ausgeformten Sportsitze des Testwagens behindern etwas beim Platznehmen, ...
... man muss über die straffen Seitenwangen hinwegrutschen. Dafür bieten sie guten Seitenhalt.
Zudem fährt sich der Mokka stressfrei, er lässt sich handlich dirigieren, ...
... läuft mit Benzinmotor schön leise, ...
... Türen sowie Klappen und der Mechanismus der klappbaren Fondbank erfordern kaum Kraftbedarf.
Gut: Opel liefert den Mokka auf Wunsch auch mit Xenonlicht, Rückfahrkamera, Assistenzsystemen und Automatik aus. Wenn auch teils zu üppigen Aufpreisen. So gibt es die Automatik nur in Verbindung mit Dieselmotor ab Linie Edition. Da wird die Erfüllung des Wunschs nach einem komfortablen Getriebe teuer: ab 5690 Euro.
Sitz-Check: Zu den angenehmen Maßen kommt, dass die Sitze gut ausgeformt sind.
Die Wertung: • Sitzen: 17 Punkte • Einsteigen: 17 Punkte • Fahrkomfort: 16 Punkte • Handhabung: 18 Punkte • Optionen: 7 Punkte • Grundpreis: 7 Punkte • Gesamt: 82 Punkte (Platz eins)
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