Mit SUVs zu begeistern, das ist heutzutage gar nicht so einfach. Auch nicht auf dem
Pariser Autosalon 2010. Zu schwer wiegt die Diskussion um hohe Verbräuche und CO2-Austöße der dicken Brummer.
BMW hat dem neuen
X3 deshalb den Durst abtrainiert, Efficient Dynamics sei Dank.
Mit nur noch 5,6 Liter Diesel soll der X3 xDrive 20d auskommen. Und das, obwohl er im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen ist. Das mittelgroße SUV kommt mittlerweile auf die Dimensionen des alten
X5.
Noch besser ist, dass der
X3 auch optisch gewonnen hat. Bescheidenheit adé, moderner, dynamischer und regelrecht muskulös kommt der
neue X3 daher.
Nicht größer, sondern kleiner. So geht Range Rover das Thema Neuigkeiten in
Paris an. Der
Evoque ist kompakt, leicht und agil. Und damit ganz anders als die traditionellen
Range Rover.
Zwei Diesel (2,2 Liter Hubraum, 150 oder 190 PS) und ein Zweiliter-Benziner mit 240 PS stehen zur Wahl. Mit knapp vier Litern Diesel soll der Fronttriebler auskommen. Preis: ca. 35.000 Euro.
Anderer Stand, andere Marke, ähnlich lange
Allrad-Erfahrung:
Jeep hat die neue Generation
Grand Cherokee mit nach Paris gebracht.
Die ist rundlicher geworden und wandelt auf den Spuren der
Mercedes M-Klasse. Nicht nur technisch, sondern auch optisch. Klettern kann der
Grand Cherokee aber so gut wie vorher.
Wie bisher gibt es hinter der riesigen Klappe genug Platz für ganz viel Gepäck Nur eine moderne Automatik und sparsame Motoren fehlen leider.
Direkt daneben steht die Legende, der knorrige
Jeep Wrangler. Sein Innenraum wurde komplett überarbeitet und stark aufgewertet. Soll heißen: mehr Komfort und Wohlfühlatmosphäre.
Die Motoren und das Konzept des Wrangler blieben dagegen unangetastet.
Noch dicker und noch amerikanischer geht es bei
Cadillac zu. Die Amis haben
SRX (Bild) und Escalade Hybrid mit an die Seine gebracht. Die sind zwar nicht mehr nagelneu, aber ab 2011 offiziell in Europa zu haben.
Unter der Haube des Amis arbeitet ein V6 mit drei Litern Hubraum und 268 PS. Das ist zwar immer noch ein dickes Aggregat, im Unterschied zu den V8 der ersten Generation bedeutet der Sechsender aber ein deutliches Downsizing.
Noch dicker trägt da nur der
Escalade Hybrid auf. Der hat zwei E-Motoren und Spritspar-Helferlein wie Zylinderabschaltung an Bord.
Unter der Haube schlägt ein riesiges V8-Herz mit sechs Litern Hubraum. Zusammen entwickeln alle drei Maschinen 337 PS. Ob der Eccalade Hybrid nun grüne Typenschilder hat, oder nicht, ...
... er bleibt ein SUV der klassischen amerikanischen Art. Fett, nicht wirklich sinnvoll, aber ziemlich spaßig. Wer sich den gönnen will, ist mit 83.911 Euro für die Version Sport Luxury dabei.
SUV und Hybrid gibt es auch am Stand von
Hyundai. Die Koreaner stellen in Paris den
ix35 Hybrid vor. Der wird von einem 1,7-Liter-Common-Rail-Diesel mit 115 PS und einem sieben PS starken Elektromotor angetrieben.
Mit Start-Stopp und Leichtlaufreifen soll das koreanische Doppelherz auf einen CO2-Ausstoß von knapp 117 Gramm pro Kilometer kommen.
Nachteil: Die Serienfertigung ist bisher nicht geplant. Aber, ...
... der 1,7-Liter-Diesel kommt ab Ende 2010 im ix35blue 1.7 CRDi zum Einsatz. Der soll mit dem Aggregat einen CO2-Ausstoß von knapp 135 Gramm pro Kilometer schaffen.
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Nissan. Dort steht das Facelift des beliebten
X-Trail. Seit September 2010 steht der geliftete Japaner mit sparsamen Motoren europaweit beim Händler.
Beim
Chevrolet Captiva ist die Front neu und das Chassis überarbeitet. Neuer Star in der Motorenriege ist der Dreiliter-V6 mit 258 PS.
999 Kilo Gewicht, 570 PS, 2,5 Sekunden von 0 auf 100 und Allradantrieb. Nicht nur dicke SUVs vertrauen in Paris auf die Kraft ihrer vier Räder, auch der
Lamborghini Sesto Elemento tut das.
Ebenso der
Audi e-tron Spyder. Die Studie ist ein Plug-in-Hybrid mit quattro-Antrieb. Ein 300 PS starker TDI und zwei E-Maschinen treiben den Silberling an.
Das
quattro Concept von Audi trägt den Vierradantrieb schon im Namen. 408 PS ist der weiße Muskelmann stark, sechs hangeschaltete Gänge geben die Kraft weiter, Allrad sorgt für den passenden Grip.
So wie beim R8 V8 Spyder. Für Vortrieb sorgt der aus dem geschlossenen
R8 bekannte 4,2-Liter-V8, im offenen Ingolstädter leistet er 430 PS.
Noch mal Audi, noch mal quattro. Der A7 feiert auf dem
Pariser Autosalon 2010 seine Messepremiere. Und selbstverständlich wird es auch das Luxuscoupé mit Allradantrieb geben.
Genau wie den A1. Audi-Chef Rupert Stadler verkündet auf dem
VW-Konzernabend am Vorabend der Messe, dass es den
A1 ab 2011 mit Allradantrieb geben wird.
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