Euro NCAP hat zehn Kandidaten zu einer neuen Crash-Runde gebeten. Die Ergebnisse sind meist zufriedenstellend. Als einer von neun Prüflingen mit Fünf-Punkte-Ergebnis geht der
Audi A6 aus dem Crashtest hervor.
Im Bereich Erwachsenensicherheit erreichte er 91 Prozent des Maximalergebnisses. Beim simulierten Heckaufprall – die hauptsächliche Ursache eines Schleudertraumas – schnitt der A6 gut ab.
Bei der Kindersicherheit schnitt der Ingolstädter mit 83 Prozent ab.
Beim Fußgängerschutz schaffte der A6 41 Prozent. Ein Ergebnis, das nur für den Moment ausreicht, um sich fünf Sterne zu sichern. Denn ab 2012 gelten für diesen Bereich verschärfte Regeln. Mindestens 60 Prozent müssen dann erreicht werden. Der Audi ist hier in guter Gesellschaft: Keiner der Kandidaten erreichte den 2012er-Mindestwert.
In der Kategorie der Sicherheitsassistenten waren 86 Prozent für den A6 drin. Serienmäßig mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung vorne und hinten.
Auch der
BMW X3 war zum Crashtest geladen und schnitt mit insgesamt fünf Sternen ab.
Die Kategorie Erwachsenensicherheit absolvierte er mit 88 Prozent des Maximalergebnisses. Das Verhalten beim Heckaufprall stufte Euro NCAP als grenzwertig ein. Beim Pfahltest offenbarte der X3 – wie viele seiner Kollegen – Schwächen.
Bei der Kindersicherheit liegt der X3 mit dem A6 gleichauf: 83 Prozent. Auch für diesen Bereich plant Euro NCAP in den nächsten Jahren eine Nachschärfung.
Beim Fußgängerschutz erreichte er immerhin 53 Prozent. Für 2012 ist das aber nicht annähernd genug.
In der Kategorie der Sicherheitsassistenten schnitt der X3 mit 57 Prozent ab. Serienmäßig mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung für Fahrer und Beifahrer, Geschwindigkeits-Begrenzer. Lobend hob Euro NCAP das System eCall hervor, das in der Lage ist, automatische Notrufe abzusetzen.
Der
Chevrolet Aveo fährt ebenfalls mit fünf Sternen im Gepäck nach Hause.
Bei der Erwachsenensicherheit erreichte der Aveo 95 Prozent des maximal möglichen Ergebnisses. Das Ergebnis beim Heckaufprall wurde für gut befunden.
Die Kategorie Kindersicherheit absolviert der Kompaktwagen mit 87 Prozent. Mit diesem Wert liegt der Aveo in diesem Bereich an der Spitze des Kandidatenfeldes.
Die Fußgängersicherheit absolviert der Aveo mit 54 Prozent, ...
... die Kategorie Sicherheitsassistenten mit 93 Prozent. Mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung, Geschwindigkeitswarner. Der Chevrolet Aveo ...
... hatte sich Verstärkung aus dem eigenen Haus mit zum Crashtest gebracht: Auch der
Orlando musste dran glauben. Doch auch er heimste die volle Sternenzahl ein.
Wie der kleine Markengenosse, erreichte auch der Orlando beim Erwachsenenschutz 95 Prozent. Im Falle eines Heckaufpralls bietet er guten Schutz vor einem Schleudertrauma.
Im Bereich der Kindersicherheit aber muss der Van deutlich hinter dem Aveo zurückstehen: 79 Prozent waren hier für ihn drin.
Den Bereich der Fußgängersicherheit absolvierte der Orlando mit 49 Prozent des maximalen Ergebnisses.
In der Kategorie der Sicherheitsassistenten erreichte er vergleichsweise magere 71 Prozent. Mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung für Fahrer und Beifahrer.
Ebenfalls fünf Sterne gab es für den
Citroën DS5.
Bei der Erwachsenensicherheit schnitt der Franzose mit 89 Prozent ab. Sein Verhalten beim Heckaufprall wurde als grenzwertig eingestuft. Auch beim Pfahltest fiel der DS5 negativ auf.
Die Kindersicherheit sah Euro NCAP zu 83 Prozent erfüllt.
Gerade mal so eben konnte der DS5 sich im Bereich der Fußgängersicherheit – und damit auch in der Gesamtwertung – die fünf Sterne sichern. Mit 40 Prozent hätte es nicht knapper sein können.
Mehr Talent hat der DS5 bei den Assistenzsystemen. Mit 97 Prozent lässt er die anderen Prüflinge hinter sich. Mit an Bord: ESP, Geschwindigkeits-Begrenzer, Anschnallerinnerung vorne und hinten.
Kandidat Nummer sechs: der
Hyundai i40. Auch er sahnte die volle Anzahl Sternchen ab. Dazu beigetragen ...
... hat das Ergebnis von 92 Prozent bei der Erwachsensicherheit. Das Verhalten beim Heckaufprall wurde für gut befunden.
Bei der Kindersicherheit erreicht der Koreaner 86 Prozent.
Das Ergebnis beim Fußgängerschutz: 43 Prozent.
In der Kategorie der Assistenzsysteme erreichte der i40 86 Prozent: Mit an Bord: ESP, Geschwindigkeits-Begrenzer (noch optional für untere Ausstattungsvarianten), Anschnallerinnerung für Fahrer und Beifahrer.
Der
Kia Picanto ist der Verlierer der ansonsten weitgehend vorbildlichen Truppe. Als einziger verfehlte der Kleinwagen die fünf Sterne und muss sich mit vieren begnügen.
Die Erwachsenensicherheit absolviert der Picanto unauffällig mit 86 Prozent. Allerdings beurteilte Euro NCAP das Verhalten beim Heckaufprall als grenzwertig.
Die Kindersicherheit bewertete Euro NCAP mit 83 Prozent, ...
... die Fußgängersicherheit mit 47 Prozent. Doch das dicke Ende kommt zum Schluss: Bei den Sicherheitsassistenten erreichte der Kia nur 43 Prozent. Der Grund hierfür ist das ESP, das nur gegen Aufpreis zu haben ist. Serienmäßig an Bord ist aber immerhin eine Anschnallerinnerung vorne und hinten.
Mit dem
Opel Ampera befand sich auch ein Stromer im Feld der Kandidaten. Auch für ihn gab es fünf Sterne.
85 Prozent schaffte der Ampera im Bereich Erwachsenensicherheit. Das ist der schlechteste Wert in dieser Kategorie, da die Gefahr von Beinverletzungen hier erhöht ist. Im Falle eines Heckaufpralls ist der Schutz vor einem Schleudertrauma nicht optimal, Euro NCAP befand: grenzwertig.
Auch in der Kategorie Kindersicherheit ist der Ampera mit 78 Prozent das Schlusslicht dieser Crash-Runde.
Die Fußgängersicherheit absolvierte er mit 41 Prozent, ...
... die Kategorie der Sicherheitsassistenten mit 86 Prozent. Mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung vorne und hinten.
Auch mit dabei war das
VW Golf Cabrio. Ergebnis: fünf Sterne.
Als Klassenstreber erwies sich der Wolfsburger im Bereich des Erwachsenenschutzes: Seine 96 Prozent wurden von keinem anderen Kandidaten getoppt. Auch das Verhalten beim Heckaufprall war gut.
Auch in der Kategorie Kindersicherheit schnitt der Golf gut ab. Seine 86 Prozent bringen ihn gemeinsam mit dem i40 und dem Jetta hier einen zweiten Platz hinter dem Aveo ein.
Den Programmpunkt Fußgängersicherheit absolvierte er mit 53 Prozent, ...
... für die Sicherheitsassistenten vergab Euro NCAP 71 Prozent. Mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung vorne, Geschwindigkeits-Begrenzer.
In Gestalt des
Jetta mischte sich ein zweiter
VW in die Crash-Gemeinschaft. Auch für ihn gab es die Top-Wertung.
Beim Erwachsenenschutz brachte es der Jetta auf 94 Prozent. Dementsprechend gut wurde auch der Schutz vor einem Schleudertrauma bewertet.
Bei der Kindersicherheit gab es für den Jetta mit 86 Prozent den geteilten zweiten Platz.
In der Kategorie Fußgängerschutz lag der Wolfsburger mit 56 Prozent an der Spitze aller Kandidaten. Doch auch dieses Ergebnis wird ihm ab 2012 keine fünf Sterne mehr bescheren.
Wie der Golf, erreichte auch der Jetta 71 Prozent im Bereich der Sicherheitsassistenten. Mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung für Fahrer und Beifahrer.
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