Euro NCAP hat zwölf Kandidaten zu einer neuen Crash-Runde gebeten. Die Ergebnisse sprechen für sich: Elf Kandidaten überzeugten mit der Spitzenwertung von fünf Sternen. So auch der
Opel Zafira Tourer. Im Bereich Erwachsenensicherheit erreichte er ...
... 94 Prozent des Maximalergebnisses. Beim simulierten Heckaufprall – die hauptsächliche Ursache eines Schleudertraumas – schnitt der Zafira gut ab. Eine gewisse Schwäche stellte Euro NCAP beim Pfahltest fest, bei dem ein seitlicher Aufprall beispielsweise gegen ...
... einen Baum simuliert wird. Auch viele andere Kandidaten haben hier Verbesserungsbedarf. Bei der Kindersicherheit (Foto) schnitt der Rüsselsheimer mit 83 von 100 Prozent ab.
Beim Fußgängerschutz schaffte der Zafira 53 Prozent. Ein Ergebnis, das nur für den Moment ausreicht, um sich fünf Sterne zu sichern. Denn ab 2012 gelten für diesen Bereich verschärfte Regeln. Mindestens 60 Prozent müssen dann erreicht werden. Nur vier Kandidaten erreichten den 2012er-Mindestwert.
In der Kategorie der Sicherheitsassistenten erreichte der Zafira 86 Prozent. Serienmäßig mit an Bord: ESP, Anschnallerinnerung vorne und hinten.
Auch der
Audi Q3 war in der Oktober-Crashrunde dabei. Volle fünf Sterne sammelte er ein.
Die Kategorie Erwachsenensicherheit absolvierte er mit 94 Prozent des Maximalergebnisses. Das Verhalten beim Heckaufprall stufte Euro NCAP als gut ein und war auch sonst zufrieden.
Bei der Kindersicherheit waren für den Q3 85 Prozent drin. Kritik: Der Beifahrerairbag kann nicht serienmäßig deaktiviert werden. Auch für diesen Bereich plant Euro NCAP in den nächsten Jahren eine Nachschärfung.
Beim Fußgängerschutz erreichte er immerhin 52 Prozent. Für 2012 ist das aber nicht annähernd genug.
In der Kategorie der Sicherheitsassistenten schaffte der Ingolstädter 86 Prozent. Serienmäßig an Bord hat er ESP und eine Anschnallerinnerung für alle Plätze.
Ebenfalls zum Knautschen geladen war der
BMW 1er. Es hat sich gelohnt: Der kleine Münchener heimste ebenfalls fünf Sterne ein.
Bei der Erwachsenensicherheit erzielte der 1er ein 91-prozentiges Ergebnis. Das Verhalten beim Heckaufprall stuften die Tester als grenzwertig ein. Und auch beim Pfahltest lief es nicht rund: In diesem Bereich war der Bayer einer der schwächsten Kandidaten.
83 Prozent erreichte der 1er bei der Kindersicherheit. Ein dreijähriges Kind kann sich sogar maximal geschützt fühlen.
Beim Fußgängerschutz können sich die 1er-Entwickler auf die Schultern klopfen: Die erreichten 63 Prozent würden auch den verschärften Test-Anforderungen standhalten. Besonders bei Kindern bietet die Motorhaube guten Schutz.
86 Prozent sammelte der 1er im Bereich der Sicherheitsassistenten ein. Serienmäßig hat er ESP und eine Anschnallerinnerung an Bord.
Mercedes entsandte die
M-Klasse zu Euro NCAP. Und auch hier hat sich die Altblech-Produktion mit fünf Sternen rentiert.
Im Bereich der Erwachsenensicherheit geht die M-Klasse als einer von drei Spitzenreitern aus dem Crash-Contest hervor: 96 Prozent erzielte sie hier. Dementsprechend hatten die Tester in Sachen Schleudertrauma und Pfahltest auch nichts zu meckern.
Die Kategorie Kindersicherheit schließt die M-Klasse mit 75 Prozent ab. Kritik: Der Beifahrerairbag kann nicht immer deaktiviert werden.
Bei der Fußgängersicherheit erreichte der M 60 Prozent. Die Vorderkante der Motorhaube verhinderte ein noch besseres Ergebnis.
Die Kategorie der Assistenzsysteme hakte die M-Klasse mit einem Egebnis von 86 Prozent ab. Auch hier sind ESP und Anschnallerinnerung für alle Plätze Serie.
Im bunt gemischten Kandidatenfeld war auch der
Toyota Yaris mit von der Partie. Auch nach Japan vergibt Euro NCAP fünf Sterne.
Die Erwachsenensicherheit sahen die Tester beim Yaris zu 89 Prozent erfüllt. Beim Pfahl- und Schleudertraumatest zeigte er Schwächen.
Bei der Kindersicherheit erreichte der Japaner 81 Prozent.
Mit 60 Prozent hat der Yaris die Kategorie Fußgängerschutz recht gut absolviert. Immerhin wäre auch die neue NCAP-Anforderung knapp erfüllt.
Die Sicherheitsassistenten quittieren die Tester mit einem 86-Prozent-Ergebnis. Serienmäßig sind auch hier ESP und und Anschnallerinnerung.
Im internationalen Starterfeld ist auch der
Lancia Thema mit von der Partie gewesen. Auch hier verteilten die Crasher fünf Sterne.
Die Kategorie Erwachsenenschutz absolvierte der Thema mit einem 83-Prozent-Resultat. Ein Kritikpunkt war die Tatsache, dass sich der Airbag wegen der Architektur des Autos nicht weit genug aufblasen kann. Das Verhalten beim Pfahltest war ebenso grenzwertig, wie das beim Heckaufprall. Dafür gab's beim Seitenaufprall volle Punktzahl.
Für die Kindersicherheit gab es 77 Prozent. Der Beifahrerairbag kann nicht deaktiviert werden.
Das Thema Fußgängerschutz schloss der Thema mit 59 Prozent ab. Die Vorderkante der Motorhaube ist hier die Achillesverse.
71 Prozent sammelte der Thema in Sachen Sicherheitsassistenten zusammen. Serienmäßig sind ESP sowie eine Anschnallerinnerung für die vorderen Plätze dabei.
Der zweite Opel unter den geschrotteten Wagen war der
Astra GTC. Und ein weiteres Mal gehen fünf Sterne nach Rüsselsheim.
91 Prozent erzielte der Astra GTC in der Sparte der Erwachsenensicherheit. Einen Heckaufprall steckt er gut weg. Beim Seiten- und Pfahlcrash ist allerdings der Brustbereich des Fahrers einer erhöhten Gefahr ausgesetzt.
Die Kindersicherheit sah Euro NCAP beim Astra GTC zu 79 Prozent gegeben. Kritik: Der Status des Beifahrerairbags kann nicht klar genug erkannt werden.
Beim Fußgängerschutz reichte es für 50 Prozent. Der Bereich, der bei einem Unfall wahrscheinlich vom Kopf eines Erwachsenen getroffen werden würde, war nicht gut genug präpariert. Dafür sind Kinder deutlich besser geschützt.
Die Kategorie der Sicherheitsassistenten schloss der Astra GTC mit 71 Prozent ab. ESP sowie eine Anschnallerinnerung für die Fahrer-und Beifahrersitz sind Serie.
Auch der
Hyundai Veloster konnte sich über ein Spitzenergebnis freuen.
Beim Erwachsenenschutz gehört der Veloster mit seinen 96 Prozent in die Kategorie der Top 3. Die Tester zeigten sich rundum zufrieden.
Im Bereich der Kindersicherheit ist der Veloster sogar alleiniger Spitzenreiter. 89 Prozent sahnte er hier ab.
Etwas mauer wird es dann in der Kategorie der Fußgängersicherheit. 49 Prozent erreichte der Hyundai hier.
Die Sicherheitsassistenten des Veloster bewertete Euro NCAP mit 71 Prozent. ESP und Anschnallerinnerung für die vorderen Sitze sind Serie.
Mit dem
Ford Ranger tummelte sich sogar ein Pick-up im Harakiri-Feld. Und das sogar sehr erfolgreich. Neben dem Fünf-Sterne-Ergebnis ...
... gibt es für das Arbeitsvieh auch einen Spitzenwert für den Erwachsenenschutz zu vermelden. Als dritter Kandidat erreichte er hier 96 Prozent. Dennoch schützt er seine Passagiere nicht genug vor einem Schleudertrauma.
In der Kategorie Kindersicherheit erreichte der Ranger 86 Prozent.
Beim Fußgängerschutz weiß der Ranger erneut zu überraschen: Ausgerechnet dieser dicke Brocken setzt sich mit seinen 81 Prozent hier an die Spitze aller Kandidaten.
Bei den Sicherheitsassistenten sind ESP sowie eine Anschnallerinnerung für den Fahrer-und Beifahrersitz serienmäßig an Bord. Das bewertet Euro NCAP mit 71 Prozent.
Auch Fiat schickte einen Kandidaten ins Rennen: Der
Freemont erreichte ebenfalls die vollen fünf Sterne.
Die Erwachsenensicherheit sahen die Tester zu 83 Prozent erfüllt. Beim Pfahltest besteht Verbesserungsbedarf, der Schutz vor einem Schleudertrauma aber ist gut.
Im Kapitel Kindersicherheit erreichte der Freemont 82 Prozent. Der Beifahrerairbag kann nicht deaktiviert werden. Außerdem ist die dazugehörige Gefahrenwarnung nicht in allen nötigen Sprachen vorhanden.
Die Fußgängersicherheit absolviert der Freemont mit einem 50 Prozent-Ergebnis.
ESP sowie eine Anschnallerinnerung für den Fahrer-und Beifahrersitz sind serienmäßig an Bord. Somit bewertet Euro NCAP den Part der Sicherheitsassistenten mit 71 Prozent.
Chevrolet gab den
Captiva beim Schrottproduzenten ab und heimste dafür ebenfalls ein Spitzenergebnis ein.
Die Erwachsenensicherheit ist zu 88 Prozent gegeben. Schwachstellen zeigte der Captiva veim Pfahltest sowie beim Heckaufprall.
Das Kapitel Kindersicherheit absolvierte er mit einem 82 Prozent-Ergebnis. Kritikpunkt der Tester war, dass der Fahrer nicht eindeutig über den Status des Beifahrerairbags informiert wird.
Beim Fußgängerschutz schnitt der Captiva mit seinen 48 Prozent mit am schlechtesten ab.
Für die Sicherheitsassistenten vergaben die Tester eine 71 Prozent-Wertung. Serie auch hier: ESP und eine Anschnallerinnerung ür die vorderen Plätze.
Schlusslicht im aktuellen Euro NCAP-Crash ist der Lancia Voyager. Der Familienvan brachte insgesamt es auf vier Sterne. Das lag nicht etwa ...
... am Erwachsenenschutz – hier gab es immerhin 79 von 100 Punkten. Die volle Punktzahl erreichte er sogar im Seitenaufprall.
Die Auswertungen am Dummy haben ergeben: Beim Frontalcrash leiden besonders Knie und Oberschenkel des Fahrers. Beim Heckaufprall bieten Vordersitze und aktive Kopfstützen nur wenig Schutz vor der Überdehnung des Nackens.
Übel sieht's beim Lancia Voyager in Sachen Kindersicherheit aus. 47 von 100 Punkten führten zur Abwertung auf vier Gesamt-Sterne. Probleme bereiten die Staufächer im Boden, die Verletzungen an den Kinderbeinen begünstigen. Außerdem kann der Beifahrer-Airbag nicht deaktiviert werden.
ESP ist beim Voyager Serie, deshalb macht er beim Elchtest keine Probleme. Der Gurtwarner funktioniert nur für die vorderen Sitze, moniert Euro NCAP.
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