Mit der dritten Generation wird er erwachsen: Zwar erfindet
Fiat den
Panda nicht neu, verbessert ihn aber in allen Belangen. AUTO BILD hat sich schon mal ans Steuer gesetzt.
Die Italiener können vor allem dann richtig gute Autos bauen, wenn es besonders kleine sind. Und bevor Sie jetzt sagen, der Panda werde doch in Polen produziert: Nein, wird er nicht. Der neue Panda ...
... entsteht nur einen Bimssteinwurf entfernt vom Vesuv in Pomigliano d’Arco. Das wird bei einigen Kennern womöglich für Stirnrunzeln sorgen, in Pomigliano wurden einst die legendär rost- und defektanfälligen Alfasud-Modelle gebaut. Das ist Jahrzehnte her, ...
... jetzt kurvt der neue Panda von der anderen Seite des Golfs von Neapel auf der Küstenstraße nach Positano und Amalfi.
Als dritter Fiat hat er den TwinAir-Turbo unter der Haube. Und anders als in 500 und Ypsilon, in denen der kleine Zweizylinder (0,9 Liter, 85 PS, 145 Nm) etwas überfordert wirkt, ...
... scheint er im Panda zu Hause zu sein. Er dreht munter vor sich hin, gibt sich agil und lässt auch hier, auf kurviger Landstraße, kaum den Wunsch nach mehr Power aufkommen. Wäre auch ein nutzloser Wunsch, ...
... denn mehr Dampf ist für den Panda nicht vorgesehen. Außer dem 85 PS starken TwinAir-Turbo gibt es für den kleinen Italiener noch den 1.2-8V-Benziner aus der betagten Fire-Motorenfamilie mit 69 PS und den modernen 1.3-Multijet-Diesel mit 75 PS. Als nächste Variante soll künftig der TwinAir als Saugmotor mit 65 PS kommen.
Dennoch passt der Turbo wohl am besten in den Panda. Mit seinem Zweizylindersound erinnert er daran, dass der Panda der wahre Erbe des Heckmotor-500 und des 126 ist ...
... und nicht der neue Retro-500 oder gar der Grande Punto. Vielleicht muss man erst nach Süditalien reisen, um das zu verstehen. Hier drehen sich viele Passanten nach dem neuen Panda um. Und sie fragen, wie er nun sei, der neue Panda.
Ja, wie ist er nun? Größer, und auch ein wenig erwachsener. Doch mit 3,65 Meter Länge und 1,64 Breite ist er immer noch ein sehr kleines Auto, mit dem sich trefflich durchs verwinkelte Centro Storico wieseln lässt.
Komfortabler ist er geworden, weil seine – wenn auch kleinen – Sitze jetzt besser sind ...
... und die Federung sehr aufmerksam auf Unebenheiten reagiert.
Geräumiger ist er ebenfalls geworden. Typisch Italien: außen klein und innen praktisch – so waren Kleinwagen hier immer schon.
Alles bestens also beim Neuen? Fast, denn beim Streben nach Verbesserungen ist dem Bärchen die bezaubernde Einfachheit seiner beiden Vorgänger etwas abhanden gekommen. Beim Design übertreiben es die Italiener ein wenig, ...
... und etwas mehr Praxistauglichkeit hätte dem Panda-Arbeitsplatz nicht geschadet.
Zu üppig: Das dicke Lenkrad ist unhandlich.
Reminiszenz an den Urahn: Auch der neue Panda hat wieder das offene Ablagefach der ersten Generation.
Praktisch: Neu ist der Tankverschluss mit integriertem Deckel und Stutzen gegen Fehlbetankungen.
Apropos tanken: Den Verbrauch gibt Fiat mit 4,2 Litern auf 100 Kilometer an – bei durchaus ordentlichen Fahrleistungen. In 11,2 Sekunden geht es auf Tempo 100, maximal sind 177 km/h drin.
Das Fazit von AUTO BILD-Redakteur Heinrich Lingner: "Der Panda passt. Mal wieder
zeigt uns Fiat, was sie am besten können: kleine Autos bauen, ...
... die nicht nur einfach und praktisch, sondern auch charmant und liebenswert sind. Und die uns sagen, dass genug meist besser ist als zu viel." Mehr zum Thema:
der neue Panda im Vergleich mit seinem Urahn.
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