Ein Facelift soll dem aktuellen
Renault Twingo etwas vom Charme der ersten Generation wiedergeben. Eine gute Idee, denn die Konkurrenz schläft nicht und drängt in Gestalt von VW Up und Konsorten zu den Händlern. Eine erste Ausfahrt mit der Sportversion Gordini klopft die Chancen des Twingo ab.
Um seinen Knuddelfaktor dem des Ur-Twingo von 1993 anzunähern, blickt der 2012er Twingo nun aus großen Augen unschuldig auf die Straße. Zusätzlich zur Kosmetik an Karosserie und Cockpit – außen mit neuen Scheinwerfern und Stoßfängern, ...
... innen mit neuen Polstern und Dekoren – bekommt der Twingo eine erweiterte Ausstattung: unter anderem mit Nebelscheinwerfern, Tempomat und Bordcomputer.
Die Digital-Anzeigen sitzen in der Mitte, der Drehzahlmessser ...
... bekommt einen separaten Platz hinter dem Lenkrad zugewiesen. Leder in Gordini-Blau ...
... soll die sportliche Ausrichtung des Twingo betonen.
Servolenkung, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung gehören in der Basisversion Expression dazu. Ein ESP unverständlicherweise nicht, das kostet bei
Renault 300 Euro extra.
Nur die Sportversion Gordini hat ESP serienmäßig an Bord – aber die kostet gleich 14.200 Euro. Dafür ...
... entfacht ein 1,2-Liter-Turbo mit 102 PS ordentlich Feuer unter der Twingo-Haube. Das drehfreudige Motörchen beschleunigt den trocken federnden Gordini lebhaft, brummt dabei kernig, wird nie lästig laut. Die Lenkung könnte gefühlvoller arbeiten.
Der Kofferraum schluckt maximal 959 Liter.
Am 13. Januar 2012 startet der neue Twingo bei uns. Die Preise beginnen bei 9990 Euro für den 1,2-Liter mit 75 PS. Eigentlich, denn zum Start ...
... gibt es ein Einführungsangebot: Für 8990 Euro liefert Renault den 1,2-Liter inklusive Klimaanlage und CD-Radio. Fair kalkuliert – und deutlich unter dem Hauptkonkurrenten
Up von
VW. Der kostet mit 75 PS mindestens 10.450 Euro inklusive ESP. Klima und Radio gibt es im Paket für zusätzlich 895 Euro. Die erste Begegnung mit dem aufgefrischten Twingo ...
... lässt sich in drei Stichworten zusammenfassen. Das fehlt uns Serien-ESP ab Basis. Keine Diskussion, im Jahr 2012 sollte ESP Serie sein. Immer. Das überrascht uns Manches Accessoire. Oder müssen Grasmatten-Ablage und Schmink-Box sein? Das gefällt uns So viel Platz auf so kleiner Grundfläche, das ist ziemlich genial.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Dirk Branke Charme hin oder her, der Twingo bleibt auch nach dem Facelift, was er immer war: ein praktischer, bemerkenswert geräumiger Kleinstwagen. Der Einführungspreis ...
... ist mit dieser Ausstattung definitiv ein Schnäppchen. Fehlt eben nur noch ein Serien-ESP. Wertung: 3,5 von fünf Sternen.
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