VW greift ab 2013 in der Rallye-Weltmeisterschaft an. Ein heiß gemachter Polo soll der Konkurrenz das Fürchten lehren. Wir durften den bärenstarken Prototypen schon mal fahren.
Als
R WRC wird der Polo zum Poser: dicke Kotflügelbacken, zweiteiliger Heckflügel, Lufthutze auf dem Dach. Und was er außen verspricht, ...
... löst er innen ein: Die kleine Wolfsburger Fahrmaschine ist eher Fitneßstudio statt Salon. Zwei sehr enge, sehr harte Karbon-Schalensitze mit Wangen auch in Kopfhöhe, Renn-Lenkrad, ...
... dichtes Rohrgeflecht und viel nacktes Blech.
Von wegen Tire-Fit: Wer in der Rallye-WM bestehen will, sollte für den Fall der Fälle ein ordentliches Reserverad an Bord haben.
Redakteur Axel Sülwald nimmt für autobild.de auf dem Fahrersitz Platz. Sein Renn-Gurt wird bis zur Atemlosigkeit festgezurrt, ...
... und das hat auch einen guten Grund: Einmal von der Leine gelassen, knackt der Renn-Polo die 100-km/h-Marke in 4,1 Sekunden, ...
... beschleunigt geschmeidig weiter bis 200 Sachen – mehr braucht es im Rallye-Sport nicht.
Für den standesgemäßen Vortrieb sorgt ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo mit rund 300 PS – extrem bissig, antrittsstark ...
... und sehr, sehr laut kreischend. Beinahe explosionsartig schießt der gut 1200 Kilogramm leichte Renner los. Sehr passend: Ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe ...
... für schussschnelle Gangwechsel sortiert die Antriebskraft. Der Fun-Faktor ist extrem hoch, ...
... der Polo R WRC gibt sich auch dank seiner superdirekten, präzisen Lenkung wild, agil und sauschnell. Eine Achterbahn ist nichts dagegen.
Straße, Schlamm und Schotter sind das Revier des allradgetriebenen Rallye-Polo – am liebsten mit Eis und Schnee.
Das Fazit von Redakteur Axel Sülwald nach der ersten Ausfahrt mit dem heißen VW: "Der Polo R WRC ist eine unfassbar geile Fahr-Maschine, ...
... ich freue mich schon auf die gut 220 PS starke Serienversion für jedermann."
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