Beim 24 Stundenrennen von Le Mans (11./12. Juni 2011) haben auch die Sportler der Zukunft ihren Auftritt. Darunter auch die Rennversion des Hybrid-Coupés
Honda CR-Z.
Der umweltfreundliche Renner wird im Rahmen der Ausstellung "Le Mans vers le Futur" zu sehen sein. Die Schau widmet sich zukunftsweisenden Rennfahrzeugen.
Damit die Motorsportfans die Racer von morgen auch in Aktion begutachten können, werden die Exponate vor dem Start des offiziellen Rennens zu Demonstrationsfahrten auf dem Rundkurs von Le Mans starten – mit berühmten Fahrern hinter dem Steuer.
Das deutlich abgespeckte Coupé mit dem 1,5-Liter-Motor und dem Elektroaggregat unter der Haube, wurde konsequent für die Rennstrecke modifiziert. Ein großer Turbolader verhilft dem Benziner-Elektro-Doppel zu einer Gesamtleistung von 200 PS.
Außerdem soll über einen "Push-to-Pass"-Knopf am Lenkrad kurzfristig die Ausbeute angehoben werden – ob noch über die 200 PS hinaus, ist nicht bekannt. Fest steht indes, dass der Honda CR-Z-Renner sowohl eine Motorsport-taugliche Kupplung ...
... als auch ein Sperrdifferenzial, standfestere Bremsen, ein neues Fahrwerk, aerodynamische Verbesserungen und einen Überrollkäfig vorweisen kann.
Auch einen ersten Rennerfolg können die Japaner mit dem Hybrid-Rennwagen schon verbuchen: Beim 25h-Rennen von Thunderhill in der Nähe von San Francisco belegte der CR-Z Hybrid den zweiten Platz in seiner Klasse.
Auch für den zivilen Einsatz kann der CR-Z sportlicher gestaltet werden. Darum kümmert sich dann Honda-Haustuner Mugen. Auf dem Goodwood Festival of Speed im Juli 2011 zeigt sich das nun wahrhaft sportliche Coupé der Öffentlichkeit.
Der CR-Z mag immer noch sportlicher sein als andere Hybride, aber wirklichen Sportgeist kann das Doppelherz mit 114 PS aus einem 1,5-Liter Benziner und 14 PS als elektrische Anschubhilfe vom Elektromotor nicht verbreiten. Der Ruf nach mehr Power ...
... statt der Systemleistung von 124 PS wurde bei den Fans schnell laut.
Honda hat auch schon Besserung versprochen, einen Vorgeschmack liefert Mugen. Dank Kompressoraufladung leistet der CR-Z jetzt 200 PS und gibt mit 181 Newtonmetern Drehmoment 50 Prozent mehr Kraft an die Räder ab. Auch optisch macht der Motor einiges her.
Auf die Kombination von Hybrid und Sport sind natürlich auch schon andere gekommen. Dieser Sportsfreund hört auf den Namen Nissan Leaf Nismo RC und ist – wie sein Serienkollege – ein reines Elektroauto. Zu sehen gab es ihn auf der
New York Auto Show 2011. Mit seinem Carbonfaser-Monocoque und allen erdenklichen Finessen ist der Leaf Nismo RC eigentlich gut ...
... für seinen Renn-Einsatz vorbereitet. Wäre da nicht der Antrieb. Der Renner arbeitet nämlich mit dem 80 kW-Elektromotor, den der Serien-
Leaf unter der Haube birgt. In ersten Tests soll der Nismo RC den Sprint auf 100 km/h in 6,85 Sekunden hingelegt haben und eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h erreicht haben. Naja.
Auch der Öko-Kollege
Toyota Prius zog bereits die Sportklamotten für die Rennstrecke an. Das Prius G Sports Concept feierte seine Premiere ...
... auf der Tuning-Messe Tokyo Auto Show 2010. Dort stand das Hybridauto mit einem "G-Sports" genannten Sportpaket, ...
... das den Prius aussehen lässt wie ein Ufo auf Rädern. Die Hinterräder sind komplett verkleidet. Dazu hat Toyota einen fetten Spoiler ans Heck gepappt und den Stoßfänger modifiziert.
Innen sollen rote Streifen auf den Sitzen ...
... und rote Applikationen an Schalthebel und im Armaturenbrett die sportlichen Ambitionen signalisieren. Unterm Blechkleid allerdings geht es weniger aufgregend zu: Auf dem Datenblatt des Toyota Prius G Sports Concept stehen 99 PS und maximal 142 Nm Drehmoment – exakt die Leistung, die auch der aktuelle Serien-Prius liefert.
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