Neben atemberaubenden Designstudien profitieren auch die Serienmodelle von der neuen Designphilosophie – jüngstes Beispiel: der frisch geliftete
Mazda3.
Die geschwungene Leuchtengrafik haben Schrägheck, Limousine und MPS. Während Ersterer den Vorzeige-Kompakten mimt, erinnert der Viertürer mit seinem aufgesetzten Heckdeckel ein wenig an
BMWs alten 5er.
Dynamisch ums Eck gehen sie alle.
Das ESP regelt jedoch ein wenig spät und im Vergleich zur deutschen Konkurrenz ruppiger.
4-Türer: Breite 1755 mm, Höhe 1470 mm, Spurweite vorne 1535 mm, Spurweite hinten 1520 mm.
Radstand 2640 mm • Länge 4580 mm • Ladekante 710 mm • Kofferraum 430 l • Wendekreis 10,9 m. Aufgrund der abfallenden Dachlinie gestaltet sich der Einstieg im Viertürer etwas beschwerlicher.
Tiefe min. 1,00 m • Tiefe max. 1,55 m • Breite 1,05 m • Dunkle Höhle: Das Stufenheck fasst 90 Liter mehr und hat vor allem mehr Ladetiefe zu bieten.
5-Türer: Breite 1755 mm, Höhe 1470 mm, Spurweite vorne 1535 mm, Spurweite hinten 1520 mm.
Radstand 2640 mm • Länge 4460 mm • Ladekante 700 mm • Kofferraum 340-1360 l • Wendekreis 11,0 m. Etwas mehr Kopffreiheit auf der Rückbank spricht für das Schrägheck. Zudem ist der Kofferraum besser nutzbar.
Tiefe min. 0,78 m • Tiefe max. 1,53 m • Breite 1,05 m.
Glattflächige Seitenwände machen den Laderaum gut nutzbar – beim Umklappen bleibt eine Stufe.
Zugegeben: Der Autor ist mit seinen 1,95 Metern kein repräsentativer Durchschnittsmaßstab. Dennoch ...
... ist die Kopffreiheit auch für längere Strecken ausreichend. Dafür spürt der Beifahrer die Knie im Kreuz.
Der kleine Diesel als Edition trumpft mit dem zweitbesten Werterhalt aller Kombinationen auf. Schlecht sieht es dagegen für die Limousine aus: Wer nur vier Türen bestellen will, kann sich nach zwei Jahren und 40.000 Kilometern auf gepfefferte Abschläge gefasst machen.
Das Wunschlos-glücklich-Paket trägt bei Mazda den Namen Edition und hat so ziemlich alles an Bord, was den Autofahreralltag angenehm macht.
Zudem zaubert einem der Preisvorteil von bis zu 1700 Euro beim Kauf dieses wissende "Schnäppchen gemacht"-Grinsen ins Gesicht.
Den Spurwechselassistenten RVM gibt es erst ab der Edition-Linie – dann aber sogar ohne Aufpreis.
Die Aufpreislisten von
Mazda sind traditionell kurz. Dafür versteckt sich die Vielfalt in Ausstattungslinien und Paketen.
Hat man sich für Edition entschieden, ist der Metalliclack für 495 Euro Pflicht. Das 1870 Euro teure Travel-Paket kann man sich schenken.
Die Zweizonen-Klimaautomatik ist in der Center-Line Teil des 1760 Euro teuren Technik-Pakets. Ab Edition ist dieses Serie.
Das TomTom-Navi mit 5,8-Zoll-Touchscreen kostet verträgliche 720 Euro – zerstört allerdings komplett den Look der Mittelkonsole.
Wer die druckvoll klingende Bose-Anlage möchte, muss zur Sports-Line greifen und 490 Euro drauflegen.
Links unter dem Lenkrad befinden sich die Bedienelemente für ESP, RVM und die Start-Stopp-Automatik i-stop (nur im 2.0 DISI).
Eine leider recht behäbig arbeitende Automatik gibt es nur für die Benziner. Löblich: das sportliche Layout der manuellen Schaltgasse.
Das Audiosystem lässt sich ab der Center-Line vom Lenkrad aus bedienen. Tasten für Tempomat und Bluetooth kosten extra.
Der kleine Benziner erfüllt nur die Euro-4-Norm und wirkt auf der Autobahn etwas angestrengt.
Mazdas DISI verfügt serienmäßig über das Start-Stopp-System i-stop und leistet nominell 151 PS.
Mit der großen und schweren 2,2-Liter-Maschine wird der
Dreier zum kopflastigen Untersteurer.
Der Kompakt-Mazda begeistert mit seinem Interieurdesign. Keine Spur von Langeweile und dennoch alles schön übersichtlich und sehr gut bedienbar.
Im Sportmodell MPS gönnt Mazda dem Direkteinspritzer einen Turbo mit bis zu 1,07 Bar Ladedruck.
260 PS für nicht mal 28.000 Euro: Der MPS ist ...
... das Schnäppchen unter den Kompaktgranaten.
Alupedale und sportliche Fußmatten? Dann sitzen Sie in der Performance-Version MPS mit 260 PS.
Mazdas MPS-Modelle stehen seit jeher in dem Ruf, ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, und hier macht auch die jüngste Evolutionsstufe des Mazda 3 MPS keine Ausnahme.
Für 27.890 Euro erhält der Kunde 260 sportlich, aber nicht zu aufdringlich verpackte PS, die dem Fahrer bei nahezu ungebremster Alltagstauglichkeit das eine oder andere Dauergrinsen ins Gesicht zaubern.
Neben dem MPS-Paket mit Sportsitzen, Teillederausstattung, Frontschürze ...
... Schwellern und Dachspoiler hat der Nipponsportler 18-Zoll-Aluräder, eine Zweizonen-Klimaautomatik und den Spurwechselassistenten RVM an Bord.
Optional gibt es Xenonlicht, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem sowie das äußerst brauchbare Bose-Soundsystem im Paket für 2090 Euro.
Prime- und Center-Line rollen serienmäßig auf 15-Zoll-Stahlrädern mit Radzierblenden, doch im Mazda-Zubehör findet sich eine ansehnliche Auswahl an 15- bis 17-zölligen Alurädern. Besonders die oben gezeigte 16-Zoll-Version steht dem Dreier hervorragend. Ab Edition sind 17 Zoll Serie, der MPS steht auf sportlichem 18-Zoll-Fuß.
Wer nicht in unschuldigem Weiß herumgondeln will, muss 495 Euro extra auf den Tresen legen. Neu: Die Trendfarbe Braun metallic, die bei Mazda unter Aurorabronze firmiert.
In der Sportsline steht Lederausstattung für 1560 Euro zur Auswahl. Die unteren drei Ausstattungslinien kommen ...
... mit dem vertikal gemusterten Fukami-Polster zum Kunden, während man ...
... in der Sportsline das auffälligere Kazumi-Design ohne Aufpreis erhält. Der MPS besitzt eine Teillederausstattung mit schwarz-roten Mittelbahnen.
Anfangs sah diese Kaufberatung wie ein Spaziergang aus. Zwei Karosserievarianten, sechs Motoren – das klingt übersichtlich. Doch erstens kommt es anders und zweitens ... na, Sie wissen schon.
Die Benziner schwächeln und bringen die Diesel in Empfehlungs-Reichweite, und der Viertürer stellt sich als zu durchdacht heraus, um von vornherein herauszufallen. Eine knifflige Angelegenheit also.
Nehmen wir es vorweg: Der Fünftürer hat trotzdem das Rennen gemacht. Nicht weil das Stufenheck schlecht wäre, ganz im Gegenteil.
Der aufwendige Kofferraummechanismus und die Raumausnutzung haben es uns wirklich angetan. Dennoch ...
... bietet das Fließheck den besser nutzbaren Kofferraum, ist um Welten wertstabiler und zudem noch 600 Euro günstiger. Am Ende siegt jedoch der pragmatischste aller Gründe: Den Viertürer gibt es nur als Benziner – und unsere Empfehlung lautet: Diesel.
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