Ein Nobel-Schlitten für kühne und kühle Rechner: Dieser 1998er Lexus ist kein GS 430, sondern der sehr ähnliche, aus den USA importierter GS 400. 5550 Euro soll er kosten, allerdings ohne Garantie und, aufgrund eines Einbruchs, ohne hintere Dreiecksscheibe und ohne Navi.
Wo einst das Navi-Display saß, klafft jetzt ein fieses Loch. Das wenig exklusiv erscheinende, japanisch-hellgraue Interieur wirkt dadurch nicht besser.
Der Kabelbaum zum Navi-Steuergerät ist einfach abgepetzt, das erschwert die die Reparatur. Gut, was fehlt, lässt sich ersetzen. Wir erfragen also bei Lexus den Preis für ein neues Display: 7300 Euro. Fehlt auch die Steuereinheit im Kofferraum, kommen weitere 8000 Euro hinzu – Wahnsinn!
Vergessen wir also die Navigation – eine Radioblende in der Mittelkonsole und ein Stadtatlas in der Ablage tun's auch. Wir wagen jetzt kaum noch, nach dem Preis für die Dreiecksscheibe zu fragen. Und werden überrascht: Schlappe 33 Euro ruft Lexus auf, dazu eine Stunde Arbeitszeit. Na also.
Der dicke Achtzylinder (4,3 Liter, 283 PS) gilt als problemlos – sofern rechtzeitig bei Kilometerstand 150.000 der Zahnriemen gewechselt wird. Ob das allerdings bei unserem US-Reimport der Fall ist, weiß niemand.
Der GS gilt als solides, haltbares Auto, der Servicemeister von Lexus sagt: "Nur Öl, Bremsen, Zündkerzen – die ganz normale Wartung halt."
Fazit: Ein Lexus GS 430 mit fettem Achtzylinder – so was gibt es eigentlich gar nicht für 5000 Euro, seriöse Modelle kosten das Doppelte und sind entsprechend besser. Bei dubiosen Importen aus den USA können wir nur sagen: Vorsicht!
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