Was hat der
Corsa D als Gebrauchter auf dem Kasten? Hier kommt unser Überblick. Dazu: sechs Tipps für günstige Alternativen zum Corsa.
Fährt wie ein Großer: Der Corsa D federt kommod, lenkt präzise, liegt ruhig und sicher auf der Straße.
Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, die Verarbeitung aber manchmal nachlässig.
Die Sitze sind ordentlich und bieten guten Seitenhalt.
Grobe Schnitzer sind dem Corsa D fremd. Es sind die kleinen Dinge, die am Opel nerven. Die Bremsbeläge quietschen oft. Bei Fahrzeugen der Baujahre 2007 bis 2009 kann sich ein Kunststofflager im Pedalbock verformen. Das Bremspedal federt dann nicht in die Ausgangsstellung zurück. Die Folge: Die Bremse schleift.
Bei den leistungsstarken Versionen mit mehr als 150 PS verschleißen die Radlager schnell.
Der Gebläsemotor erzeugt mitunter störende Geräusche. Ein Neuteil kostet inklusive Einbau rund 200 Euro.
Auch quietschende Fensterheber können vorkommen. Silikonspray schafft Abhilfe.
An einigen unlackierten Stellen am Unterboden, im Motorraum und selten auch an den Türscharnieren findet sich Flugrost, der jedoch harmlos ist.
Die Feststellbremse kann sich festsetzen – eine Reinigung hilft. Bei Autos aus dem Modelljahr 2010 kann die Wirkung der Feststellbremse mangelhaft sein, weil die Bremsseile in der Führung wandern. Opel hat deswegen viele Corsa zurückgerufen. Nachgebesserte Fahrzeuge tragen einen grünen Punkt auf dem Bremsflüssigkeits-Ausgleichsbehälter.
Fazit: Der Corsa D ist auch als Gebrauchter gut in Form. Auf den schwachen Basis-Dreizylinder sollte man aber verzichten, stattdessen lieber den 1,4-Liter-Benziner mit 90 PS wählen. Und wie sieht es mit den Konkurrenten des Opels aus? Auf den folgenden Seiten zeigen wir weitere solide Kleinwagen – günstige Alternativen zum Corsa.
Zum Beispiel den
Daihatsu Sirion (Typ M3, seit 2005). Daihatsu verschwindet 2013 wegen zu geringer Verkaufszahlen vom deutschen Markt. Dabei ist der Sirion kein schlechtes Auto, der TÜV bemängelt lediglich typischen Verschleiß wie ausgeschlagene Achsgelenke.
Gebrauchtwagen-Suche: Daihatsu Sirion
Hyundai Getz (2002 bis 2009): Der Getz bietet Platz für vier Erwachsene, das Fahrwerk ist für einen Kleinwagen sehr komfortabel. ABS und vier Airbags bietet bereits die Basis-Version, ESP gibt es erst seit dem Facelift 2005. Manko: verschleißfreudige Kupplung, Rost ab dem siebten Jahr.
Gebrauchtwagen-Suche: Hyundai Getz
Kia Rio (Typ DE, 2005 bis 2011)
: Die zweite Generation des Kia Rio ist ein echter Tipp – Sicherheit, Komfort und Platzangebot stimmen. Ab Erstzulassungsdatum 1. Januar 2010 gibt es sieben Jahre Garantie bis 150.000 Kilometer.
Gebrauchtwagen-Suche: Kia Rio
Lancia Ypsilon (Typ 843, 2003 bis 2011): Der Bilder: Ypsilon ist ein Kleinwagen mit eigenem Stil. Er begeistert besonders mit seinem edlen Innenraum. Der Nachfolger ist frisch beim Lancia-Händler eingetroffen, den Alten gibt's jetzt günstig.
Gebrauchtwagen-Suche: Lancia Ypsilon
Smart forfour (Typ 454, 2004 bis 2006): Neu ist der Smart zu teuer. Die hohen Preise und die ellenlange Optionsliste ließen den forfour nach nur zwei Jahren Bauzeit scheitern. Gebraucht ist der Bruder des Mitsubishi Colt günstig, die Technik macht nur selten Ärger.
Gebrauchtwagen-Suche: Smart forfour
Skoda Fabia (Typ 6Y, 1999 bis 2007): Ein Geheimtipp ist der Fabia nicht mehr. Längst wissen viele, dass er eigentlich ein Polo 9N ist – aber
günstiger und praktischer. Auch die Schwachstellen sind die gleichen: defekte Fensterheber oder Luftmassenmesser.
Gebrauchtwagen-Suche: Skoda Fabia
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