Die Japaner haben es ganz schön spannend gemacht. Doch nachdem uns
Subaru auf den gefühlt letzten zehn Messen mit Zeichnungen, Studien, Demo-Objekten, aufgeschnittenen Motoren und polierten Teileträgern des 2+2-Sitzers den Mund wässrig gemacht hat, ...
... ist es auf der
Tokyo Motor Show 2011 endlich soweit: Bei Subaru (und parallel bei
Toyota) steht der neue, gemeinsam entwickelte Kompakt-Sportler, fix und fertig. Bei Subaru heißt er BRZ, bei Toyota schlicht 86.
Die markantesten Merkmale des BRZ: dezenter Frontspoiler, charakteristisch geformter Grill, scharfe Scheinwerferschlitze, flache Haube. Kraftvoll, knuffig, kernig wirkt der neue Sportler. Gerade mal 4,24 Meter lang, 1,78 breit und 1,30 Meter flach duckt er sich muskulös auf die Straße.
Allerdings, so ganz richtig total komplett fertig scheint das Auto immer noch nicht zu sein, bei den ausgestellten Modellen handelt es sich um Prototypen, die aber, so parallel jeweils sehr offizielle Sprecher, praktisch unverändert in Serie gehen werden.
Wie die erste Sitzprobe zeigt, ist der BRZ stilvoll eingerichtet, das heißt, mit dem Nötigsten.
Die Sitzposition ist niedrig, der Platz naturgemäß knapp und die Sitze sind griffig. Im Fond gibt es sogar eine (klappbare) Rückbank.
Selbstverständlich wird der BRZ von einem Boxer angetrieben, der 2,0-Liter arbeitet jetzt mit Direkteinspritzung und leistet glatte 200 PS bei 7000 Touren. Das klingt ja ...
... schon mal ziemlich spannend, bei einem Gewicht von nur 1,2 Tonnen dürften sich sehr anständige Fahrleistungen ergeben.
Bei den Getrieben wird es die Wahl zwischen Sechs-Gang-Schalter- und Automatik geben, allerdings wird, Überraschung, nur die Hinterachse angetrieben.
Los geht es bei uns im Herbst 2012. Wenn wir Glück haben, starten die Preise bei knapp 30.000 Euro. Dann hätte sich die ganze Warterei ja wirklich gelohnt.
Auch in der japanischen SuperGT-Serie soll der BRZ starten. Dort wird er den Legacy B4 ersetzen. Wie das aussehen wird, ...
... demonstriert der BRZ GT 300, den Subaru ebenfalls auf der japanischen Heimatmesse zeigt.
Doch zurück zum fast serienmäßigen BRZ. Der kann sich nämlich auch ohne Sportausrüstung sehen lassen.
Auch wenn der Heckflügel fehlt und aus vier Endrohren zwei wurden: Die Rückansicht mit ausladenden Radkästen bietet hohen Wiedererkennungswert ...
... zur Studie BRZ Concept STI, die
Subaru auf der
LA Auto Show 2011 zeigte. Eingekleidet hatte die 4,23 Meter lange und 1,28 Meter hohe Studie Subarus Sportabteilung STI.
Und das bedeutete neben einem Blechkleid im klassischen Blau vor allem Rennsport-Insignien wie Frontspoiler, ...
... einen großzügig dimensionierten Heckflügel und Heck-Diffusor. Das Dach war aus Kohlefaserlaminat gefertigt, die vier Endrohre aus poliertem Edelstahl. Dazu gab es selbstredend ein Sportfahrwerk sowie 18-Zoll-Leichmetallfelgen und Brembo-Bremsen.
Bereits im August 2009 hatten
Subaru und
Toyota verkündet, gemeinsam einen kompakten Sportler entwickeln zu wollen. Auf der
IAA 2011 präsentierte Subaru schließlich einen Technologieträger mit dem sperrigen Namen "Subaru BRZ Prologue – Boxer Sports Car Architecture II".
Unter der Haube des Prologue wie auch des BRZ Concept STI tut ein speziell für den BRZ entwickelter Zweiliter-Vierzylinder-Boxer Dienst. PS und Fahrleistungen verriet Subaru zunächst nicht, wohl aber, dass das Aggregat mit dem Toyota-Direkteinspritzsystem D-4S bestückt ist. Inzwischen wissen wir, dass der BRZ 200 PS ...
... und 205 Nm Drehmoment aufweisen kann. Die drei Buchstaben BRZ stehen übrigens für "Boxer engine", "Rear-wheel drive" und "Zenith". Auf den markentypischen Allradantrieb verzichtet Subarus Neuer also zugunsten eines Heckantriebs. Das erklärte Motto bei der Entwicklung des BRZ lautete "form follows function", so Subaru. Im Mittelpunkt ...
... stand das Frontmotor-Heckantrieb-Konzept, dem sich alle anderen Komponenten unterordnen mussten. Weitere sportliche Attribute des BRZ sind ein tiefer Schwerpunkt, eine leichte Karosserie sowie kurze Überhänge. Das Fahrwerk setzt auf Federbeine vorn und ein Doppel-Querlenker-Layout hinten.
Auch der Nebel über dem Celica-Nachfolger hat sich gelichtet:
GT 86 heißt der neue Kompaktsportler von Toyota, der ebenfalls seine Weltpremiere auf der
Tokyo Motor Show 2011 feiert.
Der Toyota FT 86 trägt die gleichen Gene wie der Subaru BRZ und soll ab Herbst 2012 auch hierzulande die Begehrlichkeiten von potenziellen Kompaktsportler-Kunden wecken.
Der laut Toyota kleinste viersitzige Sportwagen der Welt wird von einem drehfreudigen, zwei Liter großen Vierzylinder-Boxer in Bewegung gebracht, ...
... der 200 PS und 205 Nm Drehmoment an die Hinterräder schickt. Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über eine manuelle Sechsgang-Box oder eine Sechstufen-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad.
Die Fahrleistungen sind noch nicht bekannt, aber die technischen Eckdaten versprechen viel Sportwagentalent: Dank des niedrigen Schwerpunkts und einer Achslastverteilung von 53 zu 47 Prozent soll der ...
... GT 86 seinem Fahrer "außergewöhnliche Wendigkeit, Agilität und Präzision" vermitteln. Dazu tragen auch das Sperrdifferential und die abschaltbare Stabilitätskontrolle VSC bei, die erst spät und nur behutsam eingreift.
Knackig: Der FT-86 ist 4240 mm lang und nur 1285 mm hoch. Der Radstand beträgt 2570 mm.
Design und Aerodynamik folgen laut Toyota dem Konzepts des "Neo-Funktionalismus". Was immer das heißt, es sieht auf jeden Fall ansprechend aus: Unterhalb der zu aggressiven Schlitzen verengten Frontscheinwerfer öffnet sich ein großer Kühlerschlund, nach oben gewölbte Kotflügel rahmen die Motorhaube ein.
Von seinen Hinterherfahrern verabschiedet sich der GT 86 mit einem kleinen Heckflügel und einem Diffusor, in dem zwei mächtige Endrohre wohnen. Bei der Entwicklung der Aerodynamik kamen dem weltgrößten Autobauer seine Erfahrungen aus der Formel 1 zugute.
Der Fahrer sitzt tief in packendem Sportgestühl, schaut auf den großen, zentralen Drehzahlmesser im Kombiinstrument und kurbelt am mit einem Durchmesser von 365 mm kleinsten Sportlenkrad, ...
... das jemals in einem Toyota zum Einsatz gekommen ist. Applikationen in Carbon-Optik, der schwarze Dachhimmel, rot abgesetzte Nähte in den Sitzpolstern und leichte Aluminium-Pedale machen die sportliche Athmospäre komplett.
Zum Preis des GT 86 hat Toyota noch keine Angaben gemacht, er dürfte mit rund 30.000 Euro aber nicht allzu hoch angesetzt sein. Spätestens beim Genfer Autosalon 2012 ...
... werden die Japaner wohl mit dem genauen Preis rausrücken. Dann dürften auch Fahrleistungen und Verbrauch des 2+2-Sitzers bekannt werden.
Der Dritte im Bunde: Auf der
New York Auto Show 2011 präsentierte Toyotas US-Tochter Scion eine Weiterentwicklung des FT-86 namens FR-S Concept. Auch hier ist der Name Programm: FR-S steht für "Front-Engine, Rear-Wheel-Drive Sport".
Der japanische US-Sportler hat eine große Klappe und was darunter, nämlich den Zweiliter-Boxer aus dem
Toyota FT-86. Dessen ursprüngliche 200 PS werden beim FR-S durch Toyotas D4-S-Einspritzung verstärkt, genaue Daten nennt Scion (noch) nicht.
Das Scion-Sportcoupé soll ebenfalls ab 2012 zu haben ein – allerdings wohl nicht in Deutschland.
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