Mit dem kleinen Coupé
Veloster (links) will Hyundai sein Image verbessern und VW die Jung-Kunden abjagen, die bisher zum
Scirocco gegriffen haben. Ob das klappt, zeigt ein Vergleich.
Für die Jugendlichen vorm Supermarkt gibt es keine Zweifel: Der Veloster zieht mehr Blicke auf sich als der Scirocco. "Boah, ey" – mit Opel-Manta-Slang ...
... würdigen sie sein auffälliges Glas-Heck; ein Schneewittchen-Coupé auf Koreanisch. Komischer geht es kaum: links eine, rechts zwei Türen. Wie der Clubman von Mini. Damit könnte der 2+2-Sitzer sogar als Taxi zugelassen werden, ...
... doch der leichtere Zugang zum Hyundai-Fond nützt wenig. Denn hinten gibt es für den Kopf zu wenig Platz.
Wer öfter eine dritte oder vierte Person mitnimmt, ist mit dem VW besser beraten, ...
... dafür patzt der Scirocco leider bei der Zuladung. Er darf 70 Kilo weniger einpacken, ...
... als der Veloster, dessen Kofferraum mit 320 bis 1015 Litern auch etwas größer ausfällt. Macht nichts, ein Coupé kauft man eher, um damit Spaß zu haben, ...
... und da ist der VW klar vorn: Sein aufgeladener Vierzylinder (1,4 Liter, 122 PS, 200 Nm) ist elastischer, laufruhiger, leiser ...
... und verbraucht mit 6,5 Litern auf 100 Kilometer auch noch weniger. Er beschleunigt den Wagen in 9,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und ist gut für 200 km/h Spitze.
Der Veloster-Sauger (1,6 Liter, 140 PS, 167 Nm) kontert mit sportlichem Hochdrehzahl-Gehabe ...
... und wirkt stets etwas pubertär. Dazu kommt eine zu straffe Federung, ...
... die auf schlechten Straßen hart in den Innenraum durchholzt – ein Rotzlöffel auf Rädern, der in 9,5 Sekunden auf Tempo 100 ist und maximal 201 km/h erreicht. Sein Verbrauch: 6,8 l/100 km.
Das harmonische und dreistufig einstellbare DCC-Fahrwerk des VW wirkt eine Klasse besser, ...
... dass es fast 1000 Euro Aufpreis kostet, stört hier wenig, ...
... da der Hyundai in der kostspieligen Premium-Topausstattung antritt und das volle Verwöhnprogramm an Bord hat – und somit beim Neukauf mit 26.200 Euro deutlich teurer kommt ...
... als der Scirocco, bei dessen Preis von 24.510 Euro das DDC-Fahrwerk und die 17-Zoll-Bereifung bereits eingerechnet sind.
Nur Show reicht eben nicht. Er sieht auffällig aus, die Qualität ist okay, aber bei den inneren Werten hat dieser Hyundai noch spürbaren Nachholbedarf. Pro Punkt im Testendergebnis werden hier 82,13 Euro fällig, ...
... während es beim Scirocco vergleichsweise günstige 71,67 Euro sind.
Das Fazit: "Klare Sache: Der VW gewinnt diesen Vergleich in souveräner Manier. Er ist nicht nur das bessere Coupé, sondern bietet auch mehr fürs Geld. Gegen seinen Turbo-Motor wirkt der Koreaner mit seiner Saugmaschine veraltet.
Wer den Veloster in Premium-Version bestellt, erhält zwar Luxus wie Leder und hochwertige Hi-Fi-Anlage geboten, zahlt aber auch fast 2000 Euro drauf. Immerhin: Als Basis-Version kostet er nur 21.600 Euro."
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