Hach, wie putzig. Und spießig. Der Wackeldackel auf der Hutablage. Für manche Autofahrer Ausdruck individueller Persönlichkeit, für andere schlicht das Grauen. autobild.de hat sich in der Zubehörwelt umgesehen und zeigt, mit welchen Absonderlichkeiten man sein Auto "verschönern" kann.
Der Klassiker: eine gehäkelte Mütze für die Klorolle. Welchen Zweck diese Form der Verpackung für den alltäglichen Hygieneartikel erfüllt, erschließt sich auch bei genauerem Grübeln nicht. Die prominente Präsentation auf der Hutablage genausowenig. Schrecklicher geht es nicht?
Doch! Wie die Prinzessin auf der Erbse hat dieses Fräulein einen ganz besonderen Thron. Unter ihrem Strickröckchen beherbergt sie liebevoll, womit andere sich den Hintern abwischen.
Wenn Spießigkeit auf Stolz trifft. Hier hat jemand aus jedem Urlaubsort einen Aufkleber mitgebracht und wirkungsvoll an der Heckscheibe platziert. Die hellblaue Stoffmietze geht vor diesem Hintergrund als Jugendsünde durch.
Ein Glücksbringer? Nur wenn das Hufeisen mit der Öffnung nach oben angebracht ist, sonst fällt das Glück heraus. Wer dann noch ein Freund des Pferdesports ist, greift zur Variante "Hufeisen mit Pferdekopf". ADAC-Plaketten oder Embleme mit St. Christopherus, dem Schutzpatron aller Reisenden, sind weiterer Zierrat für den Kühlergrill.
Jetzt mal ehrlich: Gibt es jemanden, dem der Geruch dieser Wunderbäume ernsthaft gefällt? Anscheinend schon. Denn der Pappklassiker, stirbt einfach nicht aus. Besonders fürchterlich sind die Varianten "New Car" und "Vanille".
Nur was für echte Duft-Terroristen: Duftspender, die in den Luftauströmer gehängt werden. Sie verwandeln den Innenraum des Autos binnen kürzester Zeit in eine rollende Parfümerie.
Wenn es für ein Lederlenkrad nicht reicht, dann geht's einem Kunstleder-Zebra ans Fell. Sehr nett in Sachen Tierschutz, aber alles andere als angesagt.
Für sportlich Ambitionierte gibt es das Modell "Griffig". "Durch seine ergonmische Ausformung hat man auch in Ausnahmesituationen alles im Griff" – so oder so ähnlich könnte es im Werbetext stehen. Meist dienen die Dinger aber nur dazu, den speckig gewordenen Lenkradkranz zu verstecken.
Und weil's so schön ist, gleich noch das Lenkrad-Mäntelchen in Aluoptik.
Nicht dass Sie meinen, wir hätten den König der Überzieher vergessen. Bitteschön. Die Lenkrad-Pelle in Edelholzoptik. Ein edles Gehölz haben diese Dinger garantiert noch nie gesehen.
Die orthopädische Wirksamkeit dieses Holzkugelsitzbezugs bleibt wohl ebenso ein Rätsel wie der Sitzkomfort, den er angeblich bieten soll.
Kleiner Perser für den Fußraum gefällig? Wem die schnöde, auf Maß gefertigte Fußmatte ein Dorn im Auge ist, der verlegt edelste Läufer aus dem Mittleren Osten. Und auch hier gilt: Schön ist was anderes!
Auto oder Wohnzimmer? Wenn Oma erstmal Hand an die Hutablage legt, findet Opa Spitzendeckchen, Stickkissen und jede Menge Nippes am Platz an der Sonne vor der Heckscheibe. Gemütlichkeit kennt halt keine Grenzen.
Ob die Würfel daran erinnern sollen, wie der Fahrer an seinen Führerschein gekommen ist? Einen tieferen Sinn darf wohl auch in dieser Stylingmarotte vergebens gesucht werden.
"Papa, wenn ich groß bin werde ich auch mal Spießer!" Vielleicht tritt Junior später einmal in Papas Fußstapfen und wird auch ein Autoverschönerer. Solange baumelt sein ausgelatschter Treter beim stolzen Erzeuger am Rückspiegel.
Für die Ordnung im Fahrzeuginneren unabdingbar: ein Abfallbehälter. Wo käme man denn hin, wenn jeder seinen Unrat einfach im Fußraum sammelte?
Asche zu Asche: Wenn der serienmäßige Aschenbecher nicht genügend Fassungsvermögen bietet, hilft nur Aufstocken. Dieses formschöne Modell wird einfach aufs Armaturenbrett geklebt.
Die Packung warnt zwar vor dem Griff zur Zigarette, aber Dank dieser speziellen Haltebox ist der Glimmstengel auch im Auto stets bequem zur Hand.
Ein Graus für jeden Gebrauchtwagenkäufer sind Zubehörteile, die beim Entfernen unschöne Schraubenlöcher in den Kuststoffarmaturen hinterlassen. Dieses Ablagenetz gehört wohl auch zu diesen Scheußlichkeiten.
Alles an einem Platz. Ob es dadurch im Innenraum nun aufgeräumter aussieht, darf jeder gerne selbst entscheiden.
Vielleicht das ideale Autozubehör für einen Prügel-Prinzen. Egal, ob es plötzlich regnet oder ein Pressevertreter unvermittelt fotografiert – ein sofort griffbereiter Regenschirm spart den umständlichen Gang zum Kofferraum.
Jeder kennt die Situation: Kaum steht man an einer roten Ampel, kommen wie aus dem Nichts freundliche Hände, die einem die Winschutzscheibe säubern. Ehe man sich versieht ist die Ampel wieder grün. Jetzt noch umständlich im Portemonnaie wühlen? Nicht nötig, wenn dieser praktische Münzspender an Bord ist.
Den Kleiderbügel für die Kopfstütze sollten sich Außendienstmitarbeiter direkt nach ihrer Einstellung zulegen. Denn mit zerknittertem Jacket lässt sich der Staubsauger nun mal nicht seriös an den Mann bringen.
So ein kleiner Bilderrahmen ist vielleicht auch was für Vertreter. Denn: Wenn man den ganzen Tag im Auto sitzt, hat man nun mal keinen Schreibtisch, auf den man ein Foto der Liebsten stellen kann.
Und wenn man dann noch Pendler ist, bietet sich das Modell Doppelrahmen an: Hier kann man dann das Konterfei der Gattin zuhause und das der Geliebten in der Ferne unterbringen. Schön, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt.
Mal ganz ehrlich: Navigationssysteme, die einen mittels Satellitenortung an jeden noch so abgelegenen Ort der Welt lotsen können, sind doch etwas für Weicheier. Echte Kerle navigieren auch im 21. Jahrhundert noch mit dem guten alten Kompass.
Wer hat an der Uhr gedreht? Gibt es echt noch Autos, in denen eine Uhr nicht zur Serienausstattung gehört? Offensichtlich schon, denn sonst wäre diese aufklebbare Digitaluhr wohl doppelt gemoppelt. Vielleicht sinnvoll bei Fahrten in andere Zeitzonen.
Bei einer Klimaautomatik lässt sich die Temperatur genau justieren. Was ist aber, wenn Opa dafür zu geizig war und Oma nur bei exakt muckeligen 23 Grad Celsius entspannt reisen kann? Ein Thermometer muss her!
Was beim Käfer stilecht dazu gehört, ist in modernen Autos einfach nur peinlich: die Blumenvase. Immerhin ist sie die ideale Ergänzung zu Häkeldeckchen und Kissen auf der Hutablage.
Hier geht es nicht etwa um das spezielle Muster der Sitzbezüge, vielmehr geht es um die Kunststoffmanschetten der Kopstützenhalter. Ein völlig sinnloses Accessoire, weil sie nicht nur hässlich aussehen, sondern durch die vielen Rillen auch echte Staubfänger sind.
Weitwinkellinsen kennt man vor allem aus den Heckscheiben von Familienvans und den Limousinen steifhälsiger Rentner. Beim Einparken mögen sie Kleinkinder auf Dreirädern ja erkennbar machen, aber im normalen Verkehr behindern sie die Sicht eher, als sie nützen.
Zusatzspiegel sind nicht nur für Fahrlehrer interessant. Sie sorgen stets für den rechten Durchblick beim Rückblick: Egal ob toter Winkel, Panoramaaussicht aus der Heckscheibe oder die Kontrolle der Brut im Fond – alles lässt sich so überwachen.
Früher waren Autos meist ab Werk reichlich mit Chrom verziert. Heute sind sie zu farblosen Plastikbombern mutiert. Wem das Innere seines Wagens zu trist ist, der kann mit selbstklebenden Chromzierleisten nachhelfen.
Gute Nachricht: Die selbstklebenden Chromzierleisten lassen sich auch im Außenbereich nach Herzenslust verteilen.
Weitere Anwendungsbeispiele gefällig? Der Klebeglanz kann nicht nur Türeinstiege und ...
... Türkanten zum Schutz vor unliebsamen Lackschäden verzieren. Auch jede andere Fläche, wie etwa ...
... die Lamellen der Luftauströmer im Innenraum oder ...
... die Kanten der Stoßfänger im Außenbereich lassen sich mit der Chromzierleiste bekleben.
Es ist leider nicht alles Gold was glänzt. Denn diese Aufklebfolie in Chromoptik für Kunsstofftürgriffe gehört auch in die Kategorie "Geschmacklosigkeit".
Mehr Schein als Sein: Wenn die dicke Auspuffblende auf dem dünnen Stummel des Endtopfs der Basismotorisierung steckt, wirkt das immer wie am falschen Ende gespart. Und so richtig billig wird es, wenn dann der Sound so gar nicht zur Optik passen will.
Hier fragt man sich: Was ist eigentlich unansehnlicher, diese Stoßstangenschoner oder kleine Kratzer von Parkremplern? Vor allem dann, wenn sie so auffällig sind wie diese schwarzen Gummis auf silberfarbenem Lack oder ...
... diese alufarbenen Stoßstangenschoner auf schwarzem Lack. Vielleicht hätte man sie besser umgekehrt anbringen sollen.
Doch auch wenn sie wie hier in einer Sicke der Stoßstange verschwinden bleiben die Stoßstangenschoner ein hässliches Zubehör.
Ist es übertriebene Vorsicht oder ein übermäßiges Mitteilungsbedürfnis? Leider gibt es keine Studien darüber, ob jemals ein Auffahrunfall durch diese zur Achtsamkeit ermahnenden Aufkleber verhindert wurden. Sicher ist: Zur Aufwertung der Heckansicht tragen sie garantiert nicht bei.
Immer wieder (un)gern gesehen: "Andreas Sunrise Dolphine" oder "Kevin Justin Jason" auf Tour.
Da Spießer bekanntermaßen jeden Samstag ihre Autos waschen, sind die obligatorisch angebrachten Schmutzfänger eigentlich überflüssig. Trotzdem sind die Dinger nicht auszurotten.
Spieglein, Spieglein an der Seit: Was ist das grässlichste Anbauteil? Was dem Fahrlehrer dient, um vom Beifahrersitz aus den Überblick zu behalten, wirkt im Alltag ein wenig lächerlich.
Bestimmt eine Erfindung der Weltraumforschung: Nur durch den Fahrtwind soll dieser Wildwarner einen so grässlichen Ton erzeugen, dass die Wildtiere in bis zu 400 Metern Entfernung vertrieben werden. Verspricht zumindest der Hersteller. Wir sind uns sicher: Beim nächsten Stopp in der Waschanlage ist die Wild-Pfeife Geschichte.
Kinder der 80er-Jahre sind mit diesen Scheibenwischer-Spoilern groß geworden. Gerne wurden diese auch noch mit silberfarbenem Sprühlack in Szene gesetzt. Sportlich sah es trotzdem nicht aus, nur albern.
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