Dieser Typ macht Eindruck: Für die XXL-Version der nächsten S-Klasse setzen die Designer auf auf die staatstragende Aura des neuen Mercedes-Flaggschiffs. Stehende Scheinwerfer zitieren den Pullman der 60er.
Basis für den neuen Mercedes 600 ist die nächste Generation der S-Klasse, die 2013 auf der
IAA in Frankfurt vorgestellt wird. Neben der Limousine ...
... sollen auch ein Coupé und ein Cabrio kommen. Der W222 ist die siebte S-Klasse-Generation und dient als Basis für den 600 Pullman.
Schluss, aus vorbei: Wegen Erfolglosigkeit stellt Daimler
2013 den Maybach ein. Nicht einmal 200 Kunden im Jahr wollten zuletzt mindestens 405.000 Euro in eine Prunk-S-Klasse der vorigen Generation investieren.
Erfolglos, nie gebaut, pleite: Immer wieder gab es Versuche, die Marke Maybach in die Zukunft zu retten. Karosseriebauer Xenatec stellte 2010 das
Maybach Coupé ...
... vor. Für rund 800.000 Euro sollten 100 Exemplare entstehen.
Daraus wurde nichts, Xenatec ging noch vor Auslieferung des ersten Fahrzeugs Insolvenz anmelden.
Zu einem ersten Fahrbericht hat es aber vor der Insolvenz doch noch gereicht: So fährt sich das
Maybach Xenatec Coupé.
Studie Maybach II: Im September 2011 wollte Daimler mit der Studie Maybach II einen Ausblick auf die Zukunft der Merke geben. Da war das Ende schon nah – weshalb die Studie der IAA fernbleiben musste.
Mercedes Ocean Drive: Im Januar 2007 hat Mercedes das "komfortabelste Cabriolet der Welt" vorgestellt. Schönheistfehler: Eigentlich hätte der Ocean Drive als Maybach zur Welt kommen sollen.
Der Grundstock für den neuen Mercedes 600 rollt hier als Erlkönig durch die Gegend: die nächste Generation der
Mercedes S-Klasse.
Der intern W222 genannte Luxus-Benz wird 2012 die Nachfolge des W221 antreten und soll, wie sich das für eine
S-Klasse gehört, natürlich ...
... wieder Standards in der Luxusklasse setzen. Das war schon immer so, wenn die Schwaben ein neues S vor die Tür geschickt haben.
Noch ist der W222 mehr Großbaustelle denn Flaggschiff. Weite Teile der neuen Technik sind noch unter der Karosserie des Vorgängers versteckt, auch wenn die an allen Ecken und Enden aus den Fugen zu geraten scheint.
Auffällig ist vor allem das radikal zugebaute Gesicht der
S-Klasse der Zukunft. Scheinwerfer und vor allem der Kühler verstecken sich unter einem dicken Tarn-Panzer. Das lässt in Sachen Design auf einen ganz großen Wurf schließen.
Was auf den ersten Blick aussieht wie das Profil des aktuellen Modell W221, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen ebenfalls als grob vorgebaute Tarnung. Ganz leicht zeichnen sich unter der zweiten Haut ...
... neue Sicken und Charakterlinien ab, die nicht zum Design des aktuellen Modells passen.
Auch fürs Heck gilt: alles Lüge. Heckleuchten-Stielaugen verbergen die tief liegenden Heckleuchten und die vertraute Heckklappe ist nicht viel mehr als ein grob ...
... aufgesetzter Plastik-Deckel. Ein Blick auf den Tankdeckel zeigt, wie dick die Tarnschicht des W222 tatsächlich ist. Der Zugang fürs Benzin liegt nämlich deutlich tiefer als die Beplankung rundherum.
Solch grob zusammengezimmerte Erprobungsfahrzeuge ...
... heißen "Mules". Sie fahren zwar nicht das Design der nächsten Generation spazieren, wohl aber deren Technik.
Thema Design und Technik: Dazu ein schneller Sprung ins Jahr 2007. Kennen Sie den noch? Mit dem
F 700 zeigte Mercedes auf der IAA, wie man in Zukunft luxuriös mobil sein könnte.
Eine
S-Klasse mit Hybridantrieb,
Diesotto-Vierzylinder, 238 PS und 5,3 Liter Verbrauch und hinten angeschlagenen Hecktüren. Letztere werden dem W222 ganz sicher erspart bleiben. Beim Rest sollten S-Klasse-Fans aber etwas genauer hinsehen.
Diesotto? So nennt
Mercedes die neue Technik, die das Beste aus den zwei Verbrennungsformen zusammenführen soll – vom Diesel die Sparsamkeit und vom Ottomotor die sauberen Abgase und einen runden Motorlauf. Klingt spannend, ist aber ganz sicher 2012 noch nicht reif für die Serie.
Ein paar Details des F 700 dagegen schon. Die markante Front mit ihren schmalen LED-Scheinwerfern, zum Beispiel. Oder die vom Delfin inspirierte und damit extrem stromlinienförmige ...
... Grundform – wobei die Schwaben natürlich an der klassischen Limousinen-Bauform festhalten werden.
Auch in Sachen Einrichtung ist der
F 700 gar nicht so abgehoben, wie es scheint. Auch Dank Gloria, die ein Heer von Schaltern ersetzt. Gloria ist ein Bild von einer jungen Blondine, die vorn im Head-up-Display erscheint und nach Bedienungswünschen fragt. Das macht Sprachsteuerung so schön menschlich.
Der
F 700 gleitet extrem komfortabel über die Bahn, weil die vier Augen vorn die Straße "sehen" können. Laser in den Scheinwerfern tasten die Fahrbahn ab, erkennen Löcher, die dann von der aktiven Hydropneumatik ausgeglichen werden. Ganz sicher ein Vorbild für die Fahrwerkstechnik der kommenden
S-Klasse .
Ein netter Gag sind dagegen die transparent verkleideten Hinterräder. Gut für die Windschnittigkeit – ein Albtraum für Materialprofis.
Wie gesagt, der
Diesotto-Motor ist noch Zukunftsmusik. Vor allem in Kombination mit einem Hybrid-Antrieb. Letztere wird aber ganz sicher zum Aufgebot des W222 gehören, als Vollhybrid mit Benzinmotor und Plug-in-Technik und als Mildhybrid mit Dieselmotor.
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