Das wird Vati gefallen: Ein Kombi, der halbwegs Platz für die Familie hat und mit Mini-Verbrauch den Geldbeutel schont. Ab November 2012 liefert Volvo dieses Produkt. Als
V60 Plug-in-Diesel schluckt der Schwede nur 1,9 Liter auf den ersten 100 Kilometern.
Mit einem Kombiantrieb aus Diesel- und Elektromotor reduziert sich der CO2-Ausstoß auf 49 Gramm pro Kilometer. Dazu hat Volvo den Supersparer noch mit Plug-in-Technik versehen, damit die Lithium-Ionen-Batterie sich frischen Saft aus der Steckdose saugen kann.
Bis zu 50 Kilometer weit fährt der V60 Plug-in-Hybrid rein elektrisch, bevor der Diesel seinen Dienst antritt. Das hat seinen Preis: Zum Marktstart gibt es 1000 Exemplare der "Pure Limited Edition", ...
... die mit Komplettausstattung basierend auf dem Top-Modell "Summum"der Baureihe satte 57.000 Euro kosten. Laut
Volvo etwa 5000 Euro mehr als der Seriendiesel.
Dafür wird aber auch etwas geboten: Volvo hat nicht etwa das kleine 1,6-Liter-Aggregat verbaut, sondern den 2,4-Liter-D5-Fünfzylinder mit 215 PS und 440 Newtonmeter Drehmoment. So wird der Schwede auf keinen Fall zum Verkehrshindernis.
Der Diesel treibt die Vorderräder an, während der 70 PS starke Elektromotor mit einer 12-kWh-Batterie die Hinterräder bewegt und weitere 200 Nm Drehmoment zuliefert. Die Kraftübertragung übernimmt ein Automatik-Getriebe mit sechs Gängen.
Wird der Hybrid-Schwede im sogenannten Power-Modus bewegt, beschleunigt er dank beider Motoren in 6,2 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.
Der V60 Plug-in-Hybrid kann über einen herkömmlichen Stromanschluss am Haus oder in der Garage aufgeladen werden (230V/6A, 10A oder 16A).
Die Ladezeit ist abhängig von der Stromstärke. Bei einem 10A-Anschluss sind es laut Volvo 4,5 Stunden. Bei einem 16A-Anschluss nur 3,5 Stunden und bei einem 6A-Anschluss 7,5 Stunden.
Die Austattung der "Pure Limited Edition" zum Start ist sehr üppig: Zur Außenfarbe Electric Silver kommen glänzende schwarze Anbauteile und aerodynamisch optimierte 17-Zoll-Felgen.
Innen gibt es unter anderem schwarze Ledersitze mit kontrastierenden Nähten, blau-graue Holzeinlagen, ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz, Parksensoren vorn und hinten, eine Bluetooth Freisprecheinrichtung, ...
... ein Multimedia-DVD-Audiosystem mit acht Lautsprechern und 7-Zoll-Farbdisplay sowie das Notruf-Kommunikationssystem "Volvo on Call".
Soweit die graue Theorie. Doch autobild.de ist den Plug-in Hybriden bereits gefahren! Der erste Eindruck:
Bis auf die zusätzliche Steckdose vorne links verrät nichts, dass dieser
V60 Kombi ein Hybrid ist. Er macht einen soliden und sicheren Eindruck, wie jeder
Volvo.
Hinter dem Steuer ist Wohlfühlen angesagt. Carsten Paulun sitzt sehr entspannt. Die Rückbank reicht auch für drei Erwachsene, das allerdings eher auf kurzen Strecken.
Der Antritt des V60 Plug-in Hybrid ist wuchtig. Der E-Motor an der Hinterachse spendet 70 PS. Bis Tempo 90 kann nur mit dem Strom aus der Batterie gefahren werden – 50 Kilometer weit.
Der Kofferraum (330 Liter) schrumpft allerdings um 120 Liter, weil die Lithium-Ionen-Batterien zehn Zentimeter in den Ladeboden ragen.
Ab 90 km/h schalten sich mit einem ganz leichten Ruck die 215 PS des 2,0-Liter-Fünfzylinder-Diesels an den Vorderrädern zu.
Auf 285 PS Leistung kommen E-Motor und Diesel gemeinsam, in 6,2 Sekunden geht es von 0 auf 100.
Durch das um 300 Kilo höhere Gewicht vor allem auf der Hinterachse rollt der V60 Plug-in allerdings härter und polteriger ab als der einfache Verbrenner.
Lenkung und Bremse sind okay. Sämtliche Sicherheitssysteme wie Notbremsassistent, Fußgänger- und Toter-Winkel-Erkennung sind an Bord.
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