25.02.2010
Billigautos sind im Kommen
Sie sind günstig, aber schick und passen in eine Zeit, in der gespart wird: Billigautos. Vorreiter Dacia bekommt bald massive Konkurrenz in der 8000-Euro-Klasse.
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Klar, dass der Erfolg auch andere Hersteller auf den Plan ruft. Allen voran VW, die bereits 2011 den Lupo auf den Markt bringen. In einer abgespeckten Version wird er das jetzige Einstiegsmodell Fox um satte 2000 Euro unterbieten. Dafür soll es vier vollwertige Sitzplätze und einen sparsamen Benziner mit rund 60 PS geben.
... soll bei 8000 Euro liegen, der Verkauf 2013 starten. Gebaut wird der Allegra in einem europäischen Corsa-Werk.
Toyota zeigte im Januar 2010 auf der Delhi Auto Expo in Indien die ansehnliche Studie eines bezahlbaren Familienwagens, der eine ganze Klasse größer als der VW Lupo ausfällt. Der Toyota Etios könnte bereits in zwei Jahren auch bei uns auf den Markt kommen.
Als Schrägheck und als Stufenheck soll der Etios ab Ende 2010 in Indien gebaut werden. Erst mal ist er für den indischen Markt gedacht. Der Export ist aber nicht ausgeschlossen.
Gleiches gilt für den Honda New Small Concept, der an hiesige Abgasnormen angepasst werden und rund 7000 Euro kosten soll.
Der Kleine verbindet laut Hersteller futuristisches Design mit maximalem Raum. Fünf Erwachsene sollen komfortabel reisen können.
Angaben zu möglichen Motorisierungen macht Honda bisher keine.
Noch mal 1000 Euro günstiger als die beiden Asiaten ist der neue Fiat Uno, der im Sommer in Argentinien auf den Markt kommt.
Der Fünfsitzer ist als Weltauto konzipiert und könnte bereits 2011 in Europa starten.
Sparen beim Autokauf ist aber auch schon jetzt möglich: autobild.de zeigt alle Neuwagen, die offiziell in Deutschland erhältlich sind und weniger als 10.000 Euro kosten (Stand: Dezember 2009). Die Auswahl ist verbüffend: Vom Geländewagen über Kompakte im SUV-Look bis zum klassischen Kleinwagen ist alles dabei.
Dacia Sandero Stepway 1.6 MPI (87 PS) für 9990 Euro. Der Sandero im rustikalen SUV-Look basiert auf der Ambiance-Linie, hat zusätzlich Metallic-Lackierung, 16-Zoll-Alus, Nebelscheinwerfer und eine geteilte Rücklehne. Auch Serie: ABS, Bremsassistent, Frontairbags, Zentralverriegelung, Servolenkung.
Der Dacia Sandero Stepway geht ab Werk mit 16-Zoll-Alurädern (195/55 R 16) an den Start. Trotz 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit umrundet der Stepway Kurven so brav wie der zivile Bruder. Makel: Seitenairbags und ESP werden nicht angeboten.
Dacias Einheits-Cockpit, hier in der Ambiance-Version des Sandero Stepway, ist ergonomisch nicht perfekt, aber einfach bedienbar und übersichtlich.
Hyundai i10 1.1 Classic für 9990 Euro. Hyundais Kleinster kommt serienmäßig mit ABS, Frontairbags, Zentralverriegelung, auch ein CD-Radio mit MP3-Funktion gibt es serienmäßig. Seitenairbags kosten 260 Euro Aufpreis, ESP liefert Hyundai erst ab der Ausstattung Style – für 550 Euro Aufpreis.
Man sieht es ihm eigentlich nicht an, aber der in Indien gebaute Koreaner ist ein Fünfsitzer. Wer hinten sitzt, darf durchschnittlich aber nicht breiter als 44 Zentimeter sein, schließlich stehen nur 1,33 Meter zur Verfügung. Der 67 PS starke Vierzylinder klingt erwachsen und beschleunigt den i10 ordentlich.
Das Lenkrad könnte weiter nach unten geneigt sein. Zudem beengt die breite Konsole den Beinraum. Dagegen grinst einen das modisch-freundliche Interieur geradezu an. Die gut ausgeformten Sitze sind bequem. Einen höhenverstellbaren Fahrersitz gibt es jedoch erst ab der Ausstattung Style.
Kia Rio 1.4 Attract für 9990 Euro. Den Rio 1.4 Attract bietet Kia gleich in zwei Versionen an, zum gleichen Preis: mit 75 PS und mit 97 PS. Die Fahrleistungen sind jedoch nahezu identisch. Bei beiden Serie: ABS, Frontairbags, Servolenkung, elektrische Fensterheber vorn.
Abgesehen von einer Metalliclackierung (315 Euro) gibt es für die Basis-Version Attract keine Extras ab Werk. ESP, Kopf- und Seitenairbags gibt es erst ab der Ausstattungslinie Vision (ab 11.820 Euro).
Wer im Kia Rio auch im Sommer einen kühlen Kopf wahren möchte, muss zur Ausstattung Vision greifen. Eine Klimaanlage ist für das Basismodell Attract nicht lieferbar (Aufpreis bei Vision 1150 Euro, Serie ab Spirit).
Chevrolet Aveo 1.2 als Dreitürer für 9990 Euro. Serienmäßig mit dabei sind ABS, Front- und Seitenairbags, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Colorverglasung und Servolenkung. ESP und Kopfairbags bietet Chevrolet für den Aveo nicht an.
Der kleine 1,2-Liter des Aveo hat nur den Vorteil, dass er leise läuft. Mit 84 PS und 114 Nm wirkt er ansonsten wie zugeschnürt. Tückisch: Bei Ausweichmanövern mit voller Beladung keilt der Aveo plötzlich mit dem Heck aus.
Pluspunkte: Der Aveo gefällt mit guter Übersicht dank großer Außenspiegel. Großes Lenkrad, aber nur kleine Huptasten: Wenn's ernst wird, heißt es erst mal fummeln.
Fiat Grande Punto Actual 1.2 8V als Dreitürer für 9990 Euro. Den Grande Punto Actual als Fünftürer gibt es ab 10.790 Euro. Ähnlich wie Renault mit dem Clio Campus, fertigt Fiat den alten Grande Punto weiter, um ein günstiges Einstiegsmodell anbieten zu können.
Die Serienausstattung des Grande Punto Actual: ABS, Front- und Kopfairbags, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Bordcomputer. Das optionale Sicherheitspaket für 880 Euro beinhaltet ESP, Bremsassistent, Seitenairbags und beheizbare Außenspiegel.
Teigig: Die leichtgängige Elektro-Lenkung gibt null Rückmeldung von der Straße. Türöffner, Handschuhfachdeckel sowie Abdeckungen sind zwar aus glattem Hartplastik, doch insgesamt hinterläßt der Innenraum des Grande Punto einen aufgeräumten und recht soliden Eindruck.
Mitsubishi Colt 1.1 als Dreitürer für 9990 Euro. Der Fünftürer ist erst ab der Ausstattungslinie Inform lieferbar und kostet mindestens 12.990 Euro. Der dreitürige Basis-Colt kommt serienmäßig mit ABS, Front- und Seitenairbags, Bremsassistent, Servolenkung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrischen Fensterhebern vorn.
ESP, ASR und Kopfairbags liefert Mitsubishi im Paket für 600 Euro Aufpreis. Der Colt federt zu steif, besonders auf der Autobahn nerven die stetigen, kurzhubigen Erschütterungen, am berechenbaren und stabilen Fahrverhalten gibt es aber nichts zu meckern.
Schlicht und gut: funktionales Cockpit mit glasklarer Skalierung der Instrumente und wirkungsvoll einfachen Drehreglern der Heizungsanlage. Eine Klimaanlage gibt es erst ab Ausstattung Inform (ab 11.990 Euro).
Suzuki Splash 1.0 Basic für 9990 Euro. Der Splash wird ausschließlich als Fünftürer angeboten. Serie: ABS, Front- und Seitenairbags, elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. ESP, Kopfairbags und Klimaanlage gibt es erst ab Ausstattung Club (ab 12.500 Euro), dann jedoch serienmäßig.
Der Splash ist baugleich mit dem Opel Agila, Beide werden im gleichen Werk in Ungarn gebaut. Der Basis-Splash wird jedoch etwas günstiger als der Agila angeboten, der mindestens 10.130 Euro kostet. Der Splash ist ein zeitgemäßer Kleinwagen mit optischen Qualitäten und reichlich Platz zum fairen Preis.
Der große Tacho erinnert irgendwie an das Instrument im Mini, der aufgesetzte Drehzahlmesser (nicht im Basismodell) an einen frühen Smart. Aber es ist alles am richtigen Platz, die Bedienung ist sehr einfach.
Skoda Fabia 1.2 HTP Cool Edition 9990 Euro. Das zeitlich unbefristet angebotene Sondermodell Cool Edition kommt serienmäßig mit Klimaanlage. ESP gibt es für 300 Euro extra. ABS, ASR, Bremsassistent, Servolenkung, Zentralverriegelung, Seiten-, Kopf- und Frontairbags sind Serie.
Kultiviert, aber etwas schwach: Der 1,2 Liter große Dreizylinder schickt 60 PS und 108 Nm Drehmoment ins Getriebe. Vor allem bei voller Beladung müht sich der Motor. Das Fahrwerk gefällt mit der harmonisch abgestimmten Federung. Der Fabia fährt sich handlich und geht agil ums Eck.
Der geschäumte Armaturenträger überzeugt mit sauberer Verarbeitung, alle Schalter sind einwandfrei zu bedienen. Die üppig bemessenen Sitze machen auch auf langen Touren nicht schlapp, Komfort und Verstellmöglichkeiten sind hervorragend.
Smart fortwo Coupé mhd für 9990 Euro. Das 61 PS starke City-Coupé ist das einzige Auto bis 10.000 Euro, dass serienmäßig mit ESP geliefert wird. Dafür fehlt es an anderen Dingen: Kopfairbags (290 Euro) kosten ebenso Aufpreis wie die empfehlenswerte Servolenkung (460 Euro) oder die elektrischen Fensterheber (250 Euro).
Der Smart fortwo pure mhd hat serienmäßig eine Start-Stopp-Automatik an Bord. Bremst der Fahrer auf unter acht km/h ab, schaltet sich der Dreizylinder aus. Um beim Lösen des Bremspedals wieder aufzuwachen. Das System funktioniert problemlos und lässt sich bei Bedarf auch ausschalten.
Zwei bequeme Sitze – mehr braucht der Smart-Freund nicht. Das Raumgefühl ist erheblich großzügiger, als die winzigen Abmessungen von außen vermuten lassen.
Ford Ka 1.2 Trend für 9950 Euro. Kommt serienmäßig mit ABS, Front- und Seitenairbag, Colorverglasung und Servolenkung. ESP und Kopfairbags gibt es nicht für das Basismodell. Für den mindestens 11.150 Euro teuren Ka Titanium können ESP (360 Euro) und Kopfairbags (260 Euro) extra geordert werden.
Der kräftig tönende Zweiventiler des Ka mobilisiert 69 PS und 102 Nm Drehmoment. Das reicht, um den Ka flott zu bewegen. Typisch Ford: Dank knackig abgestimmtem Fahrwerk und feinfühliger Lenkung fährt sich der kleine Ford ausgesprochen agil. Bei Autobahn-Querfugen gerät der Ka jedoch ins Stuckern.
Den Innenraum des Ka dominiert die wuchtige Mittelkonsole mit integriertem Schaltknauf. Die straffen Sitze sind gut konturiert und bequem.
Peugeot 206+ 60 als Dreitürer für 9950 Euro. Parallel zum Nachfolger 207 fertigt Peugeot den aufgehübschten 206+ weiter als preiswerte Einstiegsvariante. Der Fünftürer ist ab 10.600 Euro zu haben.
Serienausstattung des 206+ 60: ABS, Bremsassistent, Front- und Seitenairbags, Nebelscheinwerfer, Servolenkung, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Schlecht: Für den Basis-Benziner liefert Peugeot kein ESP.
Gut gemacht: Die Franzosen haben dem 206+ ein neu gestaltetes Cockpit mitgegeben. Das neue Cockpit im kleinen Franzosen wirkt hochwertiger und übersichtlicher. Ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum 206, aber am Arbeitsplatz findet man wegen des nur in der Höhe verstellbaren Lenkrads keine gute Position. Hier hocken große Fahrer unglücklich im kleinen Sitz.
Dacia Logan MCV Ambiance 1.4 MPI für 9900 Euro. Rund 2000 Euro teurer als die sehr karge Basis-Variante, bietet der Logan MCV Ambiance neben einigen Kleinigkeiten zusätzlich Servolenkung, Heckwischer und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger.
Für den Logan MCV Ambiance sind Extras lieferbar, die Dacia den Käufern des Basismodells vorenthält. Optional zu haben sind Seitenairbags (280 Euro), Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn (300 Euro), Klimaanlage (850 Euro).
Leider fehlen Lenkung und Schaltung die nötige Präzision, machen die dünnen Polster längere Strecken nicht zum Vergnügen. Dafür entschädigt das großzügige Raumangebot, dass in dieser Preisklasse konkurrenzlos großzügig ist. Mit der optionalen zweiten Rücksitzbank (500 Euro) wird der Logan MCV sogar zum Siebensitzer.
Peugeot 107 Petit Filou 70 als Dreitürer für 9850 Euro. Der Peugeot 107 ist baugleich mit dem Toyota Aygo und dem Citroën C1, Unterschiede gibt es jedoch bei den Preisen. Der Peugeot 107 hat den höchsten Basispreis, bietet keine bessere Ausstattung als die Modellbrüder.
Serienmäßig bietet der 107 Petit Filou ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbags, Seitenairbag und Servolenkung. Einzige Optionen für den 107 Petit Filou: Kopfairbags (260 Euro) und Radio (440 Euro). ESP liefert Peugeot erst ab der Ausstattung Filou Luxus (ab 12.100 Euro) – für 420 Euro Aufpreis.
Ikea auf Französisch: günstig ja, aber mit Geschmack. Das Schalten bereitet wenig Freude, der Hebel liegt wie ein Kochlöffel in der Hand. Die Mittelkonsole wird unten transparent hinterleuchtet, in die linke Ablage passt eine kleine Plastikflasche.
Fiat Panda Active 1.1 8V Eco für 9690 Euro. Der günstigste Fiat ist karg ausgestattet: Nur ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag und Servolenkung sind Serie. ESP und Kopfairbags sind für den Basis-Panda nicht lieferbar.
Wer auf Seitenairbags, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung nicht verzichten will, greift zum 10.770 Euro teuren Panda Dynamic 8V Eco. ESP (500 Euro) und Kopfairbags (200 Euro) kosten extra.
Grauer Alltag, aber alles liegt griffbereit. Der Schaltknauf ist fast auf Lenkradhöhe, die niedrige Schulterlinie sorgt für gute Sicht. Allerdings sind die Außenspiegel zu klein geraten.
Renault Twingo 1.2 Authentique für 9690 Euro. Serie: ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag, Bremsassistent, Servolenkung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrische Fensterheber. Schlecht: Auch gegen Aufpreis ist kein ESP lieferbar.
Eine bessere Wahl als der Basis-Twingo ist die Version Eco² 1.2 16V LEV, die zusätzlich Nebelscheinwerfer und Seitenairbags bietet. Statt des 58 PS starken Basisaggregats kommt im Eco² 1.2 16V LEV ein 76 PS starker Vierventiler zum Einsatz. Preis: 9990 Euro.
Französische Spezialitäten: hakenförmige, flache Türgriffe, die Hupe im Blinkerhebel, einen bei direkter Sonneneinstrahlung schlecht ablesbaren Digitaltacho in der Mitte des Cockpits und manches mehr. Typisch Renault. Aber ehrlich, wir mögen das.
VW Fox 1.0 für 9650 Euro. Serie beim günstigsten VW: ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag und Colorverglasung. Das war's auch schon. Für Extras kassiert VW kräftig: Seitenairbags 275 Euro, ESP (430 Euro) gibt es nur in Verbindung mit der ebenfalls optionalen Servolenkung (480 Euro), elektrische Fensterheber mit fernbedienbarer Zentralverriegelung kosten 535 Euro.
Unter der Haube des Fox arbeitet der gleiche Motor wie im Skoda Fabia, der 1,2-Liter tritt hier allerdings mit 55 PS und 108 Nm Drehmoment an. VW hat dem Fox ein fein abgestimmtes Fahrwerk mit ausgewogener Federung und sicherem Fahrverhalten spendiert. Auch die gefühlvolle Servolenkung (Extra) und die leichtgängige Schaltung überzeugen.
Das spartanische Fox-Cockpit kommt mit vielen groben Kunststoffen und wirkt etwas freudlos gemacht. Der Fahrer wird über ein Rundinstrument mit großem Tacho und winzigem Drehzahlmesser informiert. Die Bedienung ist VW-typisch problemlos.
Toyota Aygo 1.0 als Dreitürer für 9575 Euro. Als Fünftürer kostet der Aygo 9975 Euro. Serie: ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag, Seiten- und Kopfairbags, Servolenkung. ESP in Kombination mit ASR kostet 445 Euro extra.
Der quirlige Dreizylinder mit 68 PS entfaltet seine Kraft angenehm gleichmäßig, fühlt sich bei mittleren Drehzahlen am wohlsten. Der Aygo fährt sich für Kleinwagen-Verhältnisse sehr dynamisch.
Aygo-Schaltzentrale mit griffgünstig plaziertem Heizungs-Bedienfeld und aufgesetztem Drehzahlmesser (nicht im Basismodell). Hübscher Effekt: von hinten beleuchtete Heizungsregelung.
Daihatsu Cuore 1.0 Pur für 9490 Euro. Seit Januar 2010 bietet Daihatsu den gegenüber dem bisherigen Basis-Cuore um 1000 Euro günstigeren Cuore Pur an. Daihatsu hat die Serienausstattung abgemagert: Auf ESP, Seitenairbags, elektrische Fensterheber, Klimaanlage oder Kopfstützen hinten muss der Käufer verzichten.
Angetrieben wird der nur fünftürig lieferbare Daihatsu Cuore von einem quirligen Einliter-Dreizylinder mit 70 PS. Zur Serienausstattung zählen im Cuore Pur unter anderem ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag, Servolenkung, ein höhenverstellbares Lenkrad und eine Zentralverriegelung.
Schlicht und praktisch: Etwas nervig ist der lange Schaltstock. Links neben der Klimaanlage (nicht für Cuore Pur) öffnet sich ein schmales Geheimfach. Einfache Bedienung.
Citroën C1 1.0 Airdream als Dreitürer für 9390 Euro. Der Fünftürer kostet 9790 Euro. Der Dritte im Bunde von Toyota Aygo und Citroën C1. Wie seine Modellbrüder fährt sich der C1 sehr handlich.
ESP gibt es nur im Paket mit ASR, Kopfairbags, Servolenkung für 990 Euro. In Sachen Antriebskraft baut Citroën beim C1 auf einen ein Liter großen Dreizylinder mit 68 PS und 93 Nm Drehmoment. Der Motor hängt bei jeder Drehzahl gut am Gas und beschleunigt den Citroën laut Tacho über Tempo 170 (gemessen: 157 km/h).
Ein Hauch von Mini und Smart: Das C1-Cockpit bemüht sich um jugendliche Frische. Der graue Cockpit-Kunststoff ist leider von der billig(st)en Sorte.
Dacia Logan Lauréate 1.2 16V für 9250 Euro. Die Ausstattungslinie Lauréate kommt serienmäßig mit ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbag, elektrischen Fensterhebern vorn, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Nebelscheinwerfern und Servolenkung. Seitenairbags kosten 280 Euro Aufpreis.
Wer etwas mehr Durchzugsfreude im Logan wünscht, greift zum Logan Lauréate 1.6 MPI für 9950 Euro. Der 87 PS starke Zweiventiler kann deutlich schaltfauler gefahren werden als der etwas schwachbrüstige 1,2-Liter-Vierventiler mit 75 PS.
Kennzeichen der Top-Ausstattung: Sitzpolster und Türverkleidungen mit abweichendem Muster, Mittelkonsole, Türgriffe und Luftduschen im Matt-Chrom-Look.
Nissan Pixo 1.0 Acenta für 9190 Euro. ESP und Kopfairbags gibt es nur in der Top-Ausstattung Acenta, allerdings nicht serienmäßig. Nissan berechnet dafür 590 Euro extra.
Der Pixo bevorzugt durchaus die sportliche Gangart. Auf Unebenheiten katapultiert er seine Insassen gern aus den Sitzen, durch Kurven geht er staatsmännisch aufrecht. Der ein Liter große Dreizylinder (68 PS, 90 Nm) springt etwas zögerlich an. Läuft er, arbeitet er kernig. Beim Überholen fehlt ihm der nötige Atem.
Plattenbau nach Pixo-Art: Das Plastik ist hart und schmutzempfindlich. Dafür ist der kleine Japaner solide verarbeitet. Der Schaltknauf liegt gut in der Hand.
Dacia Sandero Lauréate 1.2 16V für 8990 Euro. Der Sandero in der Top-Ausstattung bietet serienmäßig ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags, elektrische Fensterheber vorn, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Nebelscheinwerfern und Servolenkung.
Kennzeichen der Top-Version Lauréate: in Wagenfarbe lackierte Seitenschutzleisten und Außenspiegel, Chromzierleiste im Kühlergrill. Mit seinen langen Federwegen ist der Dacia wie gemacht für Holperpisten in der tiefsten Provinz. Das wirkt im ersten Moment schaukelig, aber auch bei höchster Beladung hält der Wagen sauber die Spur.
Auch im Innenraum setzt sich der Lauréate von den schlichteren Ausstattungslinien ab: Bordcomputer, farblich abgesetzte Mittelkonsole und Griffe bringen etwas Abwechslung ins triste Sandero-Cockpit.
Renault Clio Campus Access 1.2 16V als Dreitürer für 8950 Euro. Mit an Bord: ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags, Servolenkung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung.
Das Sondermodell Clio Campus Access wird nur als Dreitürer geliefert. Fünf Türen gibt es erst ab der 10.300 Euro teuren Ausstattungslinie Authentique.
Wer auf fünf Türen, Klimaanlage und ein CD-Radio nicht verzichten möchte, muss zum Campus Dynamique greifen, der mindestens 12.100 Euro kostet. Dafür gibt es statt 58 PS im "Access" 75 PS, zusätzlich hat er elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer, Sportsitze und ein Lederlenkrad an Bord.
Suzuki Alto 1.0 Basic für 8900 Euro. ESP und Kopfairbags kosten 700 Euro Aufpreis. Den besser ausgestatteten Suzuki Alto 1.0 Club gibt es ab 9900 Euro. Der Suzuki Alto ist baugleich mit dem Nissan Pixo, beide werden in Indien bei Maruti gefertigt.
Den Alto befeuert ein moderner Vierventil-Dreizylinder, der bereits die EU-5-Abgasnorm erfüllt. Das ein Liter große Aggregat schiebt den Alto mit 68 PS und 90 Nm Drehmoment in glatten 14 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ist gut für 155 km/h Spitze.
Im Alto-Cockpit regiert rundum Hartplastik, immerhin schimmert kein nacktes Blech durch. Auch die Armaturenanlage ist identisch mit der des Nissan Pixo.
Kia Picanto 1.1 Attract für 8690 Euro. Inklusive ABS, Fahrer- und Beifahrerairbag, Colorverglasung und Servolenkung. Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn und Seitenairbags gibt es im Kia Picanto 1.1 Vision für 9375 Euro. ESP inklusive Bremsassistent nur im Vision für 400 Euro Aufpreis.
Der Kia erfüllt wacker und anständig seine Aufgaben, fährt sich unauffällig und handlich, aber mehr auch nicht. War die Federung schon immer so störrisch? Ja, aber neuere Konkurrenten wie Skoda Fabia und Suzuki Splash rollen jetzt eben gediegener ab als der Picanto.
Das Kia-Cockpit kommt mit bravem Design, ist aber ordentlich verarbeitet. Die Bedienung ist einwandfrei, die Kunststoffe sind einfach. Die Sitze vorn sind eigentlich recht bequem, aber der Verstellbereich ist zu klein.
Dacia Logan Ambiance 1.2 16V für 8250 Euro. Serie: ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbag. Servolenkung kostet 450 Euro extra, Seitenairbags 280 Euro.
Der Logan in Ambiance-Ausstattung wirkt nicht so trist und schmucklos wie das Basismodell. Die Stoßfänger sind in Wagenfarbe lackiert.
Hauptvorteil des Logan gegenüber seinen meist kompakteren Konkurrenten: das vergleichsweise großzügige Raumangebot und der annehmbare Federungskomfort.
Lada Kalina Kombi 1174 für 8250 Euro. Der russische Kompakt-Kombi wird serienmäßig mit ABS, Servolenkung, Metalliclackierung sowie Fahrer- und Beifahrerairbag geliefert.
Technisch ist der Kalina Kombi verwandt mit den Kalina-Brüdern. Sein Kofferraum fasst mit 350 bis 690 Litern 90 Liter mehr als der Kalina mit Steilheck.
Logisch, dass man bei einem Auto für 8250 Euro keine Premium-Qualität erwarten darf. Doch vom Qualitätsstandard von Dacia ist Lada ein gutes Stück entfernt.
Dacia Logan MCV 1.4 MPI für 7990 Euro. Wer einen möglichst günstigen Neuwagen mit möglichst viel Platz haben möchte, kommt am Logan MCV in Basis-Ausstattung nicht vorbei. Inkl. ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbag. Für das nackte Basismodell gibt es kein ESP, keine Servolenkung, keine Seitenairbags. Dacia pur.
Die kommode Fahrwerksabstimmung ist, genau wie die große Bodenfreiheit von 15,5 Zentimetern, ein Zugeständnis an die mehrheitlich miesen Straßenverhältnisse in den angepeilten Entwicklungs-Märkten.
Bonjour Tristesse: Graue Plastikwüste im Innenraum. Doch mal ehrlich: Wer ein Auto zu solchen Preisen kauft, erwartet keinen rasanten Kurvenräuber oder Luxussessel wie in einer S-Klasse, sondern einen praktischen, nützlichen und uneitlen Gebrauchs-Wagen. Und genau den bekommt man mit dem Logan MCV.
Dacia Sandero Ambiance 1.2 16V für 7990 Euro. Inklusive ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbag, Servolenkung. Seitenairbags vorn für 280 Euro Aufpreis, kein ESP lieferbar.
Die Motoren sind – ebenso wie die Fahrwerkskomponenten – altgediente Renault-Teile, und der Sandero fährt sich denn auch ganz ähnlich wie ein Clio – sagen wir mal, der letzten Generation.
Wertneutral: Das Design des Sandero vermeidet jeden Anflug von Peinlichkeit. Insgesamt dominiert innen graues, ehrliches Hartplastik.
Nissan Pixo 1.0 Visia für 7990 Euro. Inkl. ABS, Bremsassistent, Fahrer- und Beifahrerairbag, Servolenkung, Seitenairbags. ESP ist für die Basis-Version Visia nicht lieferbar.
ESP gibt es im Nissan nur gegen Aufpreis (590 Euro) und nur für die höhere Ausstattung Acenta. Beim schnellen Spurwechsel, der plötzliches Ausweichen simuliert, bedeutet das: Der Japaner droht mit dem Heck auszubrechen. Da heißt es, energisch gegenzusteuern.
Die synthetisch wirkende Lenkung des Pixo vermittelt kaum Kontakt zur Straße.
Lada Priora 2170 für 7920 Euro. Der 1,6-Liter-Vierzylinder leistet 98 PS und beschleunigt den Russen auf bis zu 183 km/h. Der Priora mit Stufenheck kommt serienmäßig mit Fahrer- und Beifahrerairbag, Servolenkung und elektrischen Fensterhebern vorn. ABS kostet 200 Euro, ESP oder Seitenairbags gibt es nicht.
Russische Revolution: Der Vierzylinder hat vier Ventile pro Zylinder, zwei Nockenwellen und ein Fünfgang-Getriebe. Das Ergebnis: gute Fahrleistungen bei vergleichsweise niedrigem Testverbrauch von unter sieben Litern. Doch der Motor ist laut und läuft sehr rauh, die Schaltung ist unpräzise.
Im Innenraum des Lada Priora erinnert nichts mehr an den Nova, der noch auf dem Fiat 124 basierte. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, im Gegensatz zur Lenkung: Man weiß nie, wohin der Priora steuert. Die Lenkung ist unpräzise, der Geradeauslauf miserabel.
Chevrolet Matiz 0.8 S für 7470,59 Euro. Chevrolet gewährt allen Käufern einen Nachlass von 19 Prozent. Inklusive ABS, Servolenkung, elektrischen Fensterhebern vorn. Mehr Ausstattung gibt es im Matiz 1.0 SE für 8.983,19 Euro: inklusive Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaanlage, CD-Radio und Vierzylinder mit 67 PS. ESP ist nicht lieferbar.
Auch Automatik-Fans werden bei Chevrolet bedient. Den Chevrolet Matiz 0.8 AT mit Viergang-Automatik gibt es für 9.823,53 Euro. Eilig sollte es der Matiz-Pilot allerdings nicht haben: Der Dreizylinder mit nur 52 PS lässt sich in Kombination mit der trägen Automatik 21,9 Sekunden Zeit, um auf 100 km/h zu beschleunigen.
Muss man mögen: Mittig angeordnete Instrumente mit greller Farbgebung. Die Top-Ausstattung Matiz 1.0 SX kostet 9.403,36 Euro und beinhaltet Seitenairbags, Park-Sensoren und Leichtmetallfelgen.
Nachfolger des Matiz: der Chevrolet Spark, Markteinführung in Deutschland ist im März 2010. Die Preisliste beginnt bei 8990 Euro. Top-Version ist der 12.690 Euro teure Spark LT, der unter anderem Parksensoren für das Heck, eine Klimaautomatik und 15-Zoll-Felgen an Bord hat.
Im Vergleich zum Matiz verfügt der Spark über eine bessere Sicherheitsausstattung. Seiten- und Fensterairbags, Gurtstraffer, ein Fußgängerschutzsystem und im Crashfall abknickende Pedale führten beim Euro-NCAP-Test zu einem Vier-Sterne-Resultat. ESP gibt es für 300 Euro Aufpreis.
Auffällig gestaltet ist der Innenraum. Der runde Analog-Tacho mit eisblauer Hintergrundbeleuchtung und das Digital-Display mit Drehzahlmesser und Tankanzeige sind direkt an der Lenksäule befestigt. Um den Beinraum vorn nicht einzuengen, hat die Armaturentafel keine Mittelkonsole, sondern reicht nur ein wenig in den Fußraum hinunter.
Dacia Logan 1.2 16V für 7300 Euro. Der geräumige Rumäne bietet serienmäßig ABS, Bremsassistent, Kopfstützen hinten, Fahrer- und Beifahrerairbag sowie getönte Scheiben. Einziges Extra ab Werk: Metalliclack für 450 Euro.
Weitere Sonderausstattungen gibt es für den Basis-Logan nicht. Auf Servolenkung, Klimaanlage, Zentralverriegelung oder elektrische Fensterheber muss der Käufer verzichten. Erkennungszeichen des Basis-Logan: schwarze Stoßfänger und einfache Abdeckungen der Radbolzen.
Am Logan stört vor allem die schwergängige Lenkung ohne Servounterstützung – solche kräftezehrende Maloche sind neuwagenverwöhnte Menschen nicht mehr gewohnt. Ansonsten gilt: Was nicht ist, kann auch nicht kaputt gehen.
Dacia Sandero 1.4 MPI für 6990 Euro. Der 75 PS starke Benziner ist der billigste Neuwagen Deutschlands. Der Basis-Sandero bietet Fahrer- und Beifahrerairbag, Bremsassistent, ABS, fünf Türen und von innen verstellbare Außenspiegel. Einziges Extra ab Werk: eine Metalliclackierung für 450 Euro.
Der billigste Neuwagen Deutschlands ist ein nacktes Auto für Asketen. Radio, Servolenkung, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Seitenairbags oder gar ESP gibt es hier nicht mal gegen Aufpreis.
Insgesamt dominiert innen graues, ehrliches Hartplastik. Ein Formteil aus Pappe macht den Himmel. Die Schalter und Luftdüsen im Cockpit wackeln, aber sie passen, die Uhren lassen sich leicht ablesen. Als Tankuhr muss allerdings eine ungenaue LCD-Anzeige herhalten.
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