Zwei Welten prallen aufeinander: Britische Edelkatze im Duell mit bayerischem Löwen, ...
... englische Improvisation trifft auf teutonische Perfektion – dachte AUTO BILD SPORTSCARS vor dem Vergleichstest.
Typisch bayerisch oder very british? Der BMW wirkt dezenter als der Jaguar.
Unter rein sportlichen Aspekten fährt der XKR dem 650i in diesem Vergleich davon. Das ist endlich mal wieder ...
... ein Jaguar, der richtig anmacht. Allerdings ist er aber auch deutlich teurer als der BMW und bietet viel weniger Platz.
Statt der üblichen 298 PS traben aus den Brennräumen des 4,2-Liter-V8 dank Eaton-Kompressor 416 PS auf die Kurbelwelle. Gleichzeitig erhöht sich das Drehmoment von 411 auf 560 Nm. Mit dieser Kraft ...
... wird der XKR zum böse fauchenden Tier. Neben der akustischen Untermalung der Sportlichkeit legt ...
... sich die stärkste XK-Variante auch optisch ins Zeug. Schlitze für die Luftzufuhr auf der Motorhaube und ...
... ein großer silberner Kühlergrill im Maschendraht-Design verraten das Topmodell.
Alles andere als ein Schmusekätzchen: In 5,2 Sekunden stürmt der XKR aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... wird bei 250 km/h vom elektronischen Begrenzer in seinem Vortriebsdrang gestoppt. Beeindruckend ist auch das Durchzugsvermögen.
Die starke Katze muss öfter an die Tankstelle, wenn sie artgerecht ausgefahren wird. Jaguar gibt den Verbrauch mit 12,3 Litern auf 100 km an, im Testdurchschnitt waren es 16,5 Liter Super plus.
Üppig: Die filigranen 20-Zöller füllen die Radhäuser satt aus. Hinter den Alus ...
... packt die standfeste Jaguar-Bremse mit guter Dosierbarkeit zu.
Sehr gut geraten ist das Fahrwerk: Die etwas gefühlsarme Lenkung reagiert akkurat und aufmerksam, die Federn und Dämpfer sind straff, aber ausgewogen. Dabei bleibt ...
... der Wagen erstaunlich komfortabel, ohne auch nur ansatzweise schwammig zu wirken.
Voluminös: Die Sitze im XKR erinnern an ausladende Sessel.
Sportliches Ambiente: Der Jaguar glänzt durch sein klassisch gestyltes Cockpit mit Aluminium-Akzenten und ...
... den herrlich gefühlsechten Bedienrädchen im Lenkrad.
Kein Drehzahlmonster: Der rote Bereich des V8 beginnt bei 6000 Touren. 2000 Umdrehungen darunter liegen 560 Nm an – da schiebt der Motor gewaltig.
Der Wecker für den V8 im Bug: Die Katze faucht auf Knopfdruck, der Schlüssel kann in der Tasche bleiben.
Sportplatz im Fußraum: Die Pedale im XKR sind aus Aluminum.
Nicht wirklich wichtig für einen Sportler, aber hier herrscht mehr Enge als im 6er BMW. Und es darf weniger Gewicht an Bord sein: Bei 290 Kilogramm Zuladung stößt der XKR an seine Grenze.
Kein Vorteil: Trotz Aluminium-Karosserie bringt der Engländer 25 Kilogramm mehr auf die Waage als der Bayer.
Wer sich diese Katze in seinen Streichelzoo stellen möchte, braucht schon ein dickes Konto: Mindestens 97.500 Euro verlangt Jaguar für den XKR.
BMW verliert gegen Jaguar? Nicht wirklich. Denn der Bayer ist günstiger, geräumiger und ...
... beinahe genauso sportlich. Für die eilige und betuchte Kleinfamilie ist der 650i ganz klar die bessere Wahl.
Hier schiebt ebenfalls ein Achtzylinder: Aus 4,8 Litern holt der Motor 367 PS und 490 Nm.
Stürmisch: In 5,6 Sekunden sprintet das 1765 Kilogramm schwere Coupé aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... wird wie sein englischer Konkurrent bei 250 km/h von der Elektronik ausgebremst.
Aus den beiden Endrohren des 650i entwicht ein sämiges, druckvolles Bollern, wie es nur ein Achtzylinder zustande bringt.
Kühler Charme: Der BMW rollt auf glattflächigen Alufelgen im 18-Zoll-Format.
Echte Faszination kommt im Innenraum des 650i angesichts der ziemlich unterkühlten Architektur nicht auf. Für die besondere Note sorgen die perfekten Sitze und ...
... das Bediensystem iDrive.
Klar gegliedert: Im Cockpit dominieren zwei große Rundinstrumente.
P, die schlechteste Stufe für ein Sportcoupé. Im Fahrbetrieb arbeitet die Sechsgang-Automatik weitestgehend ruckfrei.
Für das verlängerte Wochenende reicht es locker: Der Kofferraum fasst zwei Golfbags plus einen Koffer.
Das 6er Coupé mit diesem Logo am Heck ist kein Schnäppchen, aber fast 20.000 Euro billiger als der XKR. Für 77.800 ist der sportliche Bayer zu haben.
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