BMW-Hybrid, die zweite: Auch das Flaggschiff rollt neben dem X6 mit dem Kürzel ActiveHybrid zur IAA 2009. Anders als sein SUV-Bruder kommt der 7er als Mildhybrid mit einem 20-PS-Elektromotörchen.
Auch im 7er mit den zwei Herzen kommt wie beim X6 der 4,4-Liter-V8 zum Einsatz. Unterstützung kommt durch den Elektromotor, der in das Gehäuse der Achtstufenautomatik intergriert wurde.
Die Systemleistung steigt somit auf 465 PS und 700 Nm Drehmoment. Genug, um in knapp fünf Sekunden auf 100 km/h zu schießen und 250 km/h schnell zu werden.
Dank Start-Stopp-System sollen dennoch 9,4 Liter pro 100 km reichen. Als Energiespeicher dienen Lithium-Ionen-Akkus, die im Kofferraum untergebracht sind und diesen von 500 auf 460 Liter verkleinern. Preis: Geschätzt rund 100.000 Euro
Den ersten selbstbewussten Auftritt hatte der Hybrid-7er 2008 auf dem Pariser Salon: "Souveräner, dynamischer und effizienter als alle bislang mit vergleichbarer Technologie ausgestatteten Fahrzeuge", heißt es bei BMW über die 7er-Studie mit Hybridantrieb.
Offiziell ist es noch ein Konzeptfahrzeug mit dem langatmigen Titel "Concept 7 Series ActiveHybrid". 15 Prozent Leistung wie auch Schadstoffe will BMW damit einsparen. Im Kern ...
... steckt dahinter ein sogenannter Mildhybrid, denn der E-Motor, der dem mächtigen V8 aufgepfropft wurde, ist nicht in der Lage, allein zu laufen - er kann nur unterstützend tätig werden.
Die 20 Elektro-PS greifen dem 407 PS starken Benzin-Bruder immer dann unter die Arme, wenn es nötig ist. Geht man von einem Normverbrauch von 11,4 Liter Super für den 750i aus, schluckt der Hybrid-7er im Schnitt nur 9,7 - nicht übel für eine topmoderne Luxuslimousine dieser Leistungsklasse.
Unter der Haube des ActiveHybrid werkelt der V8 mit Doppelturbo, der ab November im konventionellen 7er neuester Generation als eine von drei Motorisierungen angeboten wird. Außer dem V8 wird es noch zwei V6 geben, als Benziner- und Dieselausführung.
Noch eine Novität im Hybrid-7er: Beim Bremsen fungiert der E-Motor als Generator und gibt die aus der Verzögerung gewonnene Energie zurück an die Lithium-Ionen-Batterie, die BMW raffiniert und platzsparend im Kofferraumboden versteckt hat. Um einen ...
... schnellen Energiefluss zu ermöglichen, damit die Batterie schnell wieder aufgeladen wird, hat man parallel zum 12-Volt-Bordnetz eine 120-Volt-Anlage installiert.
Da aufgrund der Energierückgewinnung im Hybrid-7er also zumeist elektrischer Strom in Hülle und Fülle vorhanden sein wird, können auch Klimaanlage, Entertainment und weitere Systeme vom sprudelnden Quell des Lithium-Ionen-Akkus schlürfen.
Die Komponenten des Systems hat BMW gemeinsam mit Daimler in der sogenannten Hybridkooperation entwickelt. Nur bei BMW indes gibt es die Ausführung Efficient Dynamics, die den Energiespar-7er von außen kennzeichnet: Dazu ...
... gehören Leichtbauweise und besonders aerodynamisch geformte Karosseriebauteile, die das Ihrige zum Spritsparen beitragen.
Außerdem wird der Hybrid-7er mit einer Start-Stopp-Automatik versehen werden, die den Motor bei Leerlauf – zum Beispiel an Ampeln oder Bahnübergängen – selbsttätig abschaltet und beim Tritt aufs Gaspedal wieder anlässt. Die Einbettung des umweltfreundlichen Antriebs in einer Luxuslimousine werde zu einer neuen Wahrnehmung von Hybridtechnologie führen, hofft BMW.
Zum Vergleich: So sieht der neue 7er in konventioneller Bauweise aus.
Neben dem 7er Active Hybrid soll 2009 ein weiterer BMW mit der Kraft der zwei Herzen das Umwelt-Image des bayerischen Herstellers fördern: der X6, ebenfalls bestückt mit dem 4,4 Liter-V8.
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