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BMW Alpina B3 S Biturbo (2017): Test

BMW Alpina B3 S Biturbo (2017): Test
BMW Alpina hat es eilig! Gerade erst hat BMW dem 3er der Baureihe F30/F31 ein Facelift verpasst, schon zieht Alpina mit dem B3 S Biturbo nach. Dabei belässt es der Kleinserienhersteller nicht bei einer optischen Überarbeitung, sondern holt auch mehr Leistung aus dem Dreiliter-Sechszylinder. Statt bisher 410 PS und 600 Nm leistet der B3 S nun ...
Bild: ALPINA
BMW Alpina B3 S Biturbo (2017): Test
... 440 PS und 660 Nm maximales Drehmoment. Damit ist der BMW Alpina deutlich über dem stärksten 3er ohne M, dem 340i mit 326 PS, angesiedelt. Mit 440 PS und 660 Nm spielt der B3 S leistungstechnisch in der Liga vom M3 mit Competition Paket (450 PS und 550 Nm).
Bild: ALPINA
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Der B3 S wird zudem auch mit Allrad und auch als Touring angeboten, den M3 gibt es nur als Limousine mit Hinterradantrieb. Doch nicht nur die Modellauswahl unterscheidet B3 S und M3. Während die M GmbH ihre Autos in erster Linie für die Rennstrecke entwickelt, soll der Alpina ...
Bild: ALPINA
BMW Alpina B3 S Biturbo (2017): Test
... hauptsächlich auf der Straße überzeugen. Die Optimierung auf der Nordschleife folgt bei Alpina eben erst ganz zum Schluss und nicht gleich zu Beginn. Auch optisch bleibt der B3 S sehr dezent. Frontspoiler mit Alpina-Schriftzug, die klassischen 20-Zoll-Vielspeichenfelgen und einen Vierrohrauspuff am Heck und fertig ist der gewohnt klassische Alpina-Look. Die typischen Dekor-Streifen in Gold oder Silber können auf Kundenwunsch auch weggelassen werden.
Bild: ALPINA
BMW Alpina B3 S Biturbo (2017): Test
Der neue B3 S ist ab sofort bestellbar. Die Preise starten bei 72.900 Euro für die Limousine und 74.700 Euro für den Touring.
Bild: ALPINA
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Zum Vergleich: die M3 Limousine (Foto) kostet mit Doppelkupplungsgetriebe mindestens 81.400 Euro, ein BMW 340i mit Sport-Automatik immerhin 54.090 Euro. Für Vielfahrer hat BMW Alpina übrigens auch noch den D3 Biturbo mit 350 PS Sechszylinder-Diesel ab 58.600 Euro im Angebot. 
Bild: Werk
BMW Alpina B3 S Biturbo (2017): Test
Interieur: Der Innenraum des Alpina B3 S ist Alpina-typisch gut ausgestattet und hochwertig verarbeitet. Eine gute Sitzposition ist dank vielfältigen Einstellmöglichkeiten von Sitz und Lenkrad schnell gefunden. Allerdings merkt man dem Innenraum der F30/31-Baureihe des Alter von über fünf Jahren langsam an. Im Vergleich zum brandneuen 5er G30 wirkt die Anmutung und Ausstattung in die Jahre gekommen.
Bild: ALPINA
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Speziell das Lenkrad mit dem klobigen Pralltopf, das vom normalen 3er ohne M Sportpaket stammt, wirkt nicht besonders modern. Drehzahlmesser und Tacho bis 330 km/h sind klassisch blau hinterlegt und habe rote Zeiger. Sehr schön: Die Instrumente sind voll analog und werden lediglich durch ein kleines Digitaldisplay ergänzt.
Bild: ALPINA
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Außerdem setzt Alpina einen Zusatzbildschirm ins Cockpit, der über wichtige Fahrzeuginfos wie Öltemperatur oder Ladedruck informiert. Dafür kann man schon mal eine Lüftungsdüse einsparen, immerhin sind ja noch drei übrig. Ansonsten ergänzt Alpina das Cockpit mit unauffälligen Logos an Armaturenbrett und Sitzen ...
Bild: ALPINA
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... sowie mit einer Plakette unterhalb der Klimaautomatik. Was die Innenraumfarbe angeht, haben die Kunden freie Auswahl zwischen allen original BMW-Farben inklusive Individual-Ausstattungen. Wem das nicht reicht, den versorgt die hauseigene Alpina-Sattlerei mit jeglichen Sonderwünschen.
Bild: ALPINA
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Fahren: Alpina bestückt den B3 S mit dem 440 PS starken Dreiliter-Sechszylindee (660 Nm). Der Motor basiert auf dem N55-Monoturbo von BMW und wird bei Alpina aufwendig auf Biturbo umgebaut. Das Ergebnis im optisch dezenten ist B3 S beeindruckend. Mal ehrlich: 660 Nm in einem BMW 3er sind schon eine Ansage und wir sprechen hier nicht von einem Diesel, dem bei 4000 U/min die Luft ausgeht. Der B3 S dreht munter bis über 6000 Touren und schiebt mächtig an.
Bild: ALPINA
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Noch mal zur Erinnerung: ein M3 mit Competition Paket hat ein maximales Drehmoment von 550 Nm und somit über 100 Nm weniger als der B3 S. Im Sport-Modus ist die Alpina-Limousine auf der Rennstrecke neutral bis leicht untersteuernd ausgelegt. Dafür gewöhnt man sich sehr schnell an das Auto, was auch daran liegt, ...
Bild: ALPINA
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... dass der B3 S die Leistung sogar mit Hinterradantrieb sehr gut auf die Straße bringt. Im Normalfall gehen die 660 Nm nicht in Rauch auf, sondern werden in Vortrieb verwandelt. Wer es drauf anlegt, der kann mit dem B3 S aber locker querfahren – Hinterradantrieb und ordentlich Leistung machen's möglich.
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Das speziell bei Alpina entwickelte Fahrwerk hat ein Grad mehr Sturz als das Serienfahrwerk. Es hält den B3 S sicher auf Kurs und findet einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Härte. Die Achtgang-Automatik wurde ebenfalls noch mal überarbeitet und schaltet zügig und meist zuverlässig. Bei höheren Drehzahlen agiert der Wandler ...
Bild: ALPINA
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... selbst im Sportmodus manchmal allerdings etwas voreilig, sodass es schon mal vorkommen kann, dass die Automatik direkt vor der Kurve hochschaltet. Anders als beim großen Bruder B5 ergibt der manuelle Modus beim B3 S auf der Rennstrecke also Sinn. Natürlich fährt ein BMW M3 auch ohne Competition Paket auf der Rennstrecke deutlich sportlicher als der B3 S.
Bild: ALPINA
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Dafür, dass der B3 S eigentlich gar nicht für die Rennstrecke ausgelegt ist, schlagen sich Limousine und sogar der im Test mit xDrive ausgestattete B3 S Touring mehr als beachtlich. Da der Alpina sehr neutral ausgelegt ist, ist der Allradantrieb beim B3 S aus fahrdynamischer Sicht nicht unbedingt notwendig. Die minimalen Beschleunigungsvorteile sind bei trockener Fahrbahn nicht spürbar.
Bild: ALPINA
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Ausstattung: Serienmäßig stattet Alpina den B3 S mit einem Edelstahl-Akrapovic-Auspuff aus. Auf den Doppelendrohren befinden sich jeweils beide Schriftzüge: Alpina außen und Akrapovic innen. Die Achtgang-Automatik mit Switch-Tronic gehört ebenso zur Serienausstattung wie LED-Scheinwerfer und ...
Bild: ALPINA
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... die klassischen 20-Zoll-Vielspeichenfelgen-Räder mit innenliegendem Ventil. Das Navigationssystem Connected Drive kostet auch beim BMW Alpina 3100 Euro Aufpreis. In der Optionsliste finden sich weitere direkt bei BMW erhältliche Extras wie die Apple CarPlay-Vorbereitung für 300 Euro. Exklusiv für den Alpina gibt es das Zusatzinstrument für 890 Euro und ein Hinterachsgetriebe mit Differenzialsperre für 2590 Euro.
Bild: ALPINA
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Connectivity: Trotz des vorangeschrittenen Alters ist die 3er-Baureihe beim Thema Connectivity spätestens seit dem Facelift voll auf der Höhe. Von der Aktualisierung profitiert natürlich auch der Alpina B3 S Biturbo. Für 3100 Euro Aufpreis gibt es das Connected Drive-Navi mit Echtzeit-Verkehr. Ein Wlan-Hotspot, TV-Funktion und der Concierge Service sind für den B3 S genauso erhältlich wie ...
Bild: Toni Bader
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... das Entertainment-Package. Das Unterhaltungspaket (1600 Euro) umfasst Apple CarPlay, DAB-Tuner, Online-Entertainment und das Harman-Kardon-Soundsystem. Dazu hat der B3 S gleich mehrere Assistenten an Bord. Darunter: aktiver Tempomat mit "Stop&Go", Spurassistent mit Auffahrwarnung und ein Parkassistent.
Bild: ALPINA
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Motor: Auf Basis des intern N55 genannten Sechszylinders hat Alpina den Motor von Monoturbo auf Biturbo umgebaut. Beim B3 S liegt der Hauptfokus der Weiterentwicklung auf der Mehrleistung und der entsprechend notwendigen Kühlung. Die komplett neuen Abgasturbolader haben einen maximalen Ladedruck von 1,4 bar. Das Resultat sind ...
Bild: ALPINA
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... 440 PS und 660 Nm maximales Drehmoment. Im Vergleich zum Vorgänger steigt die Leistung um 30 PS und 60 Nm. Die Mehrleistung erfordert auch eine optimierte Kühlung. Dazu hat Alpina den ausgelagerten Wasserkühler und den Ölkühler vergrößert. Das Resultat sind Sprintwerte in den niedrigen Viersekunden-Regionen und bis zu 306 km/h Höchstgeschwindigkeit. Von 0 auf 200 km/h soll der neue B3 S eine glatte Sekunde schneller sein als der 410 PS starke Vorgänger.
Bild: ALPINA
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Fazit von Jan Götze: Der Alpina B3 S ist ein sehr ausgewogenes Auto mit richtig Power. Sogar auf der Rennstrecke schlagen sich Limousine und Touring mehr als gut, obwohl ihr Zuhause die Autobahn ist. Vor der Frage B3 oder M3 stehen wohl die wenigstens Kunden ernsthaft. Ich würde für den normalen Gebrauch einen M3 nehmen. Für Vielfahrer ist der komfortable Alpina die erste Wahl!
Bild: ALPINA