Charakternase: Die steil im Wind stehende und recht groß geratene BMW-Niere gehört seit der Präsentation des aktuellen 7ers zu jedem neuen BMW. Kann man mögen. Muss man aber nicht.
5er-Kunden sollten sich bereits jetzt an die GT-Front gewöhnen. Auch der klassische 5er wird ähnlich markant auf die Fahrbahn blicken.
CoupéKombiSportFließheck: Das Profil des Gran Turismo passt in keine Schublade. Muss es auch nicht. Das Design soll ...
... "Eleganz, Raumkomfort und Variabilität" wiederspiegeln. Zunächst einmal ist der 5er GT aber ein dicker Brocken - auch wenn er aus diesem Winkel durchaus an das flache, Anfang 2009 in Detroit gezeigte Audi Sportback Concept erinnert.
4,99 Meter lang und 1,56 Meter hoch. Damit ist der einst als Progressive Activity Sedan (PAS) konzeptionierte Reise-Riese nur wenig kürzer als ein BMW 7er (5,07 Meter). Und gut eine ...
... Handbreit flacher als ein BMW X3 (1,65 Meter). Die Blinker und die Leuchtringe in den Scheinwerfern werden von LEDs befeuert.
Die coupéhafte Dachform findet am massigen Heck ein recht abruptes Ende.
Licht aus: Instrumente und Displays im luftig geschnittenen Cockpit sind im Ruhezustand schwarz. Diese so genannte "Black-Panel-Technologie" soll die Hochwertigkeit der Einrichtung unterstreichen.
Erholsam: Sind die beiden Einzelsitze im Fond ganz nach hinten gesurrt (Verstellbereich zehn Zentimeter), bietet der GT die Beinfreiheit eines BMW-Siebeners.
Die Rückseite der Vordersitze ist natürlich mit Leder bezogen. Farbton: Copperbrown. Auch der Rest des Interieurs sieht teuer aus. Und ist es auch. Neben Leder kommen Echtholz-Blenden, massive Metallteile und Keramik zum Einsatz.
Meins & Deins: Eine breite Mittelkonsole zieht sich vom Cockpit bis in den Fond und schafft getrennte Aufenthaltsbereiche für alle Passagiere.
Freie Sicht: Rahmenlose Scheiben sorgen für coupéhafte Leichtigkeit.
Starke Schulter: "Charakterlinie" heißt der Knick in der GT-Seite, der sich von den Scheinwerfern bis zu den Heckleuchten zieht.
Sie finden den 5er Gran Turismo gut? Dann fahren Sie bestimmt eine Limousine, ein SUV oder einen Kombi der Premium-Konkurrenz und wollen künftig keine Kompromisse mehr eingehen. Sagen zumindest die Werbe-Weisen in der BMW-Marketingabteilung.
Ob einem die "entspannte Präsenz" der Studie nun gefällt oder nicht – viel daran ändern wird sich bis zum Serienstart nicht mehr. Der Look des GT ist schon ziemlich seriennah.
Prunkstück des 5er Gran Turismo ist seine Heckklappe – auch wenn man das auf diesem Bild nicht so ganz nachvollziehen kann. Geduld, meine Damen und Herren, liebe Kinder, es geht ja noch weiter.
So, mit dieser Luke sollten die meisten Transportgüter kompatibel sein. Und wenn doch mal ein stattlicher Flachbildschirm in die Residenz chauffiert werden muss, wird der ...
... klassische Kofferraumdeckel zur riesigen Heckklappe. Eine einzigartige Idee. Sagt BMW. Nicht ganz. Sagen wir. Der Skoda Superb hat den gleichen Heck-Trick nämlich auch drauf.
Hinter der doppelten Pforte liegt ein Laderaum, der in Sachen Flexibilität allerdings tatsächlich ziemlich einzigartig ist. Zumindest in der Oberklasse. Ohne Umbaumaßnahmen ist Platz für 430 Liter Gepäck.
Werden die Rücksitze elektrisch nach vorne verschoben, steigt das Volumen auf 570 Liter. Das Umlegen der Rücksitzlehnen funktioniert übrigens elektrisch.
Sind die Rücksitzlehnen flach gelegt und die ansonsten geschlossene Trennwand ...
... im Kofferraumboden verstaut, ergibt sich ein 1650 Liter ...
... großer Kofferraum – samt fürstlich-großer Ladeöffnung.
Die Zweiteilung der Heckklappe dient laut BMW dem Komfort der Passagiere. Wird nämlich nur der kleine Kofferraumdeckel geöffnet, besteht keine Verbindung zum Innenraum. Kälte und Zugluft müssen draußen bleiben.
Anders sieht die Sache aus, wenn die große Heckklappe ...
... entriegelt wird. Dann wird aus dem zugluftfreien Kuschel-Laster ein sportlicher Lademeister.
Es ist noch gar nicht so lange her, da rollte der 5er GT alias PAS noch dick verklebt ...
... über die Straße. Seine stattliche Figur war dem XXL-5er aber damals ...
... schon anzusehen.
Eleganz hin, Luxus her – ein BMW muss auch eine flotte Sohle aufs Asphaltparkett legen können. Kann er offensichtlich.
Zumindest den Erlkönigen auf dem Nürburgring wurde nichts geschenkt.
Verhängt: Was heute in Leder, Alu und Keramik funkelt, war zu Erlkönig-Zeiten noch penibel getarnt. Statt eines Beifahrers ging ein riesiger Bordcomputer mit auf Tour.
Zum Start im November 2009 wird der 5er GT ausschließlich mit Reihen-Sechszylindern (530i, 535i, 530d, 535d) zu haben sein. Die Achtzylinder und ein Allradantrieb folgen später.
Nochmal ein PAS-Erlkönig? Nicht ganz. Dieses Foto entstand 2007. Da hieß der Reise-Riese weder PAS noch 5er GT, sondern "Raumfunktionales Konzept" (RFK). Das klang den BMW-Entscheidern dann aber doch zu sehr nach Familienvan. Und damit wohl zu undynamisch.
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