Die BMW M-Familie bekommt einen neuen Spross: In
Genf 2012 steht das
BMW Concept M135i auf Basis des neuen 1ers, bisher noch als Studie, aber sehr seriennah.
Als Concept M135i hat er rund 300 PS unter der Haube, Details zur Leistung oder konkrete Fahrleistungen bleiben die Bayern noch schuldig.
Ob er das
1er M Coupé (ab Bild 9) beerben soll, scheint unwahrscheinlich. Denn das M Coupé mit 340 PS ist noch taufrisch und kam erst 2011 auf den Markt. Vielmehr soll auch der neue 1er sein M-Modell bekommen und in der Kompaktklasse die Muskeln spielen lassen.
Unter der Haube wütet ein Reihensechszylinder mit doppelter Turboaufladung, der seine Kraft an die Hinterachse schickt und dem M135i damit eine exklusive Alleinstellung in dieser Klasse schenkt. Dazu kommt die Studie ...
... mit M-typischen Attributen: Die Sportabteilung der Münchener hat dem 1er ein spezielles Fahrwerk und eine Sportbremsanlage verpasst. 18 Zoll große M-Leichtmetallräder im Doppelspeichendesign mit Mischbereifung sollen den Sportsfreund zusätzlich aufpeppen.
Die Front-Optik fällt deftig aus: Eine neue Schürze mit großen Lufteinlässen soll dem Bi-Turbo ordentlich Luft einlbasen, Flaps aus dem Rennsport kennzeichnen die Luftauslässe.
Auch das Heck wurde modelliert und lässt den 1er breiter wirken. Die Schürze mit farblich abgesetzten Einlagen ummantelt die beiden fetten Auspuffrohre. Die Seitenansicht zitiert mit einer Kante den Fünftürer, obwohl die Studie nur mit drei Türen vorfährt und zusätzlich ausgestellte Radkästen mitbringt.
BMW nennt das Concept M135i seriennah, es scheint wahrscheinlich, dass der Dreitürer im Kleid des Fünftürers schon bald so kommt.
Die Heckleuchten bleiben im Vergleich zum Serien-1er unverändert. Preise gibt es selbstredend noch nicht.
Dieser Bayern-Blitz ist bereits in Bewegung: Das
BMW 1er M Coupé ist klein wie ein
Golf, aber schnell wie ein
Porsche. Seit Mai 2011 können Kunden den stärksten
BMW 1er kaufen.
Dass der Überflieger nicht billig ist, verwundert nicht: Denn die M GmbH hat sich den kleinsten Münchner Spross vorgenommen und ihn mit Rennsport-Technik zum echten Geschoss aufgerüstet. Deshalb sind mindestens 50.500 Euro fällig.
340 PS in der Kompaktklasse, die hat sonst nur der
Audi TT RS, selbst der
Porsche Cayman R muss mit zehn Pferdchen weniger auskommen.
Der Reihensechszylinder mit M TwinPower-Turbo und Benzin-Direkteinspritzung lässt das M Coupé in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 fliegen, die 200-km/h-Marke knackt er nach 17,3 Sekunden, um bei 250 km/h elektronisch eingebremst zu werden.
Der Motor wurde voll auf drehzahlorientierte Leistungsentfaltung getrimmt, kommt mit einer Overboost-Funktion auf deftige 500 Newtonmeter Drehmoment bereits bei 1500 Touren, da kann auch ein
BMW M3 (400 Nm) nicht gegenhalten.
Der Fahrer kann zwischen der normalen Motorkennlinie und dem M Dynamic Mode (MDM) für den Einsatz auf der Rennstrecke wählen, der die elektronischen Helfer später zum Einsatz bringt.
Selbst das Kühlsystem ist auf der Rennstrecke erprobt.
Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Sechsgang-Getriebe, weder Automatik noch ein Doppelkupplungs-Getriebe sind vorgesehen.
Das Fahrwerk wurde ebenfalls direkt von der Rennstrecke adaptiert, die Anbauteile aerodynamisch optimiert.
Und das 1er M Coupé ist mächtig breit: Im Vergleich zum
BMW 135i Coupé legt es um 55 Millimeter zu und kommt auf 1803 Millimeter, ...
... um die optimierte Spurweite an der Vorder- und der Hinterachse zu erreichen.
Bi-Xenon-Scheinwerfer sind Serie, LED-Akzentleuchten in oberen Bereich sorgen für den "bösen Blick".
Erstmals in einem Serienauto kommen sogenannte Air Curtains zum Einsatz. Sie verbessern die Luftführung im Bereich der Radhäuser und reduzieren Verwirbelungen.
4,4 Kilo pro PS sind ein bombiger Wert, obwohl der 1er mit 1495 Kilo kein wirkliches Leichtgewicht ist. 9,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer sollen reichen, angesichts der Leistung ein ordentlicher Wert.
Ein M-typisches Merkmal ist das verchromte Kiemenelement auf dem vorderen Radhaus, das besonders lang ausgeführt ist.
Auch die Außenspiegel sind aerodynamisch optimiert, wir kennen sie vom großen Bruder M3.
Hinten gibt es eine dezente Spoilerlippe für mehr Abtrieb, verchromte Doppelendrohre und von LED-Einheiten gespeiste Lichtbänke.
Natürlich dürfen die passenden Schlappen nicht fehlen: An der Vorderachse sind die 9x19-Felgen mit Niederquerschnittsreifen der Dimension 245/35 bestückt.
Die 10x19 großen Hinterräder tragen Reifen im Format 265/35.
Innen wird M-typisch eine eigene Linie gefahren. Leder-Sportsitze sind Serie, orangefarbene Kontrastnähte auf den in Schwarz gehaltenen Oberflächen der Sitzflächen ...
... ...und Rückenlehnen sowie ein in die Vorderseiten der Kopfstützen eingeprägtes M Logo soll den Sonderstatus des 1er M Coupés unterstreichen. Neben dem anthrazitfarbenen BMW Individual Dachhimmel sind auch Interieurleisten, ...
... Türverkleidungen sowie die Cockpithutze in dunklem Alcantara ausgeführt.
Eine M Fahrerfußstütze und M Einstiegsleisten komplettieren das Paket.
Im Instrumentenkombi werden graue Zifferlätter für den Drehzahlmesser und die bis zum Wert von 300 km/h reichende Tacho mit roten Zeigern und einer weißen Skalenbeleuchtung kombiniert.
Der Bayern-Blitz lässt sich auf Wunsch aber auch mit allem Schnick-Schnack aufrüsten, selbst Internet-Zugang im Fahrzeug ist machbar. Das Lenkrad trägt unter anderem die M-Taste, um die Motorkennung zu schärfen.
Alles eine Frage des Geldbeutels und vielleicht auch der sportlichen Ambitionen des Besitzers.
Denn wer das Coupé mit Extras vollballert, macht ihn auch schwerer. Der Grundpreis von 50.500 macht Sinn.
Denn so wird der Abstand zum M3 gewahrt, der mit 420 PS an der 70.000-Euro-Marke kratzt.
Die lässt sich mit den passenden Extras auch leicht mit dem 1er M Coupé knacken, Sonderausstattung gibt es wie Sand am Meer: Wer Metallic-Lack will, muss 650 Euro berappen, elektrisch verstellbares Gestühl mit Memory-Funktion macht 1250 Euro. Eine iPod-Schnittstelle kostet 219 Euro,...
... selbst das einfachste CD-Radio muss mit 210 Euro extra bezahlt werden. Das günstigste Navi lässt sich
BMW mit 2800 Euro honorieren.
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