Ab dem 1. Dezember 2007 trifft der neue C-Klasse-Kombi auf seinen bekannten Widersacher BMW 3er. AUTO BILD klärt die brennendste Frage der Herbstsaison: Touring oder T-Modell? Die Antwort beim Vergleich der Basis-Diesel ...
... lautet eindeutig "Touring". Der BMW 320d überzeugt durch seine hohe Dynamik und die hochwertiger wirkenden Materialien.
Trotz des kleineren Hubraums: Der Zweiliter-Vierzylinder im BMW hat mehr Leistung als der des Mercedes. 177 PS erreicht die Maschine bei 4000 Umdrehungen in der Minute. Das maximale Drehmoment von 350 Nm liegt früher an als in der C-Klasse, fällt aber auch kleiner aus.
Fahrleistungssieger: Von der Parkposition auf Landstraßentempo braucht der 320d Touring 8,2 Sekunden. Auch mit der Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h hängt er den Mercedes ab.
Unschlagbar: So gierig wie der BMW wirft sich kein anderer Mittelklasse-Kombi ins Kurvengeschlängel, so spontan und spritzig arbeitet kein zweiter Diesel in dieser Liga.
Bei BMW gibt es die Scheinwerfer nur auf Wunsch mit Bi-Xenon und Kurvenfunktion. Wie bei Mercedes ...
... ist das Bremslicht mit variabler Leuchtkraft serienmäßig. Es leuchtet bei Notbremsungen extra hell.
Diskussionswürdig: Warum verlangt BMW für die Dachreling eigentlich 230 Euro Aufpreis?
Das Design der Alufelgen ähnelt dem des C-Klasse-Schuhwerks. Bei BMW messen die Räder allerdings 16 Zoll und sind serienmäßig.
Der Arbeitsplatz in der Münchner Mittelklasse: Klare Anzeigen, brauchbare Belegungstasten für das iDrive in der Mittelkonsole. Das Navi mit großer Farbanzeige gibt es ab 2300 Euro.
Das passt: Der Testwagen war mit exzellent ausgeformten Sportsitzen ausgestattet.
Bei der Beinfreiheit hat der 3er-Fond im Test die Nase vorn. Trotzdem ist es hinten nicht so bequem wie im Konkurrenten.
Ein ebener Ladeboden ergibt sich bei umgelegter Rückbank nicht. Ins Gepäckabteil passen zwischen 460 und 1385 Liter Volumen.
Unter einer stabilen Abdeckplatte ist Platz für Kleinkram-Fächer im Touring. Der Name täuscht – BMWs Mittelklasse-Kombi ist als starker Diesel eher Renner als gemächlicher Tourer. Der Fahrspaß kostet mindestens 34.350 Euro.
Platz zwei geht an die C-Klasse. Für den Stuttgarter Kombi sprechen vor allem seine hohe Alltagstauglichkeit und die nahezu perfekten Garantieleistungen. Nicht so gut gefällt die Preisgestaltung.
Kräftiger Antrieb: Aus exakt 2148 cm³ Hubraum holt der Vierzylinder 170 PS und 400 Nm Drehmoment. Das reicht, um den 1664 Kilo schweren Kombi ...
... in 8,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Maximales Reisetempo: 223 km/h.
Vorteil Mercedes: Beim Komfort setzt sich die C-Klasse aufgrund der ausgewogeneren Federung gegen den Konkurrenten aus München ab.
Besseres Licht kostet auch bei Mercedes extra: Für die schlaue Bi-Xenon-Lichtverteilung mit Autobahn-, Landstraßen- und Kurvenfunktion werden stolze 1458 Euro fällig.
Auch hier verstecken sich Extra-Kosten: Wer seine C-Klasse auf 17-Zöller stellen will, legt 1113 Euro auf den Grundpreis drauf. Oder ordert die Avantgarde-Ausstattung – da sind die Alufelgen Serie.
Die gehört unbedingt auf einen Kombi: Bei Mercedes ist die Dachreling im Gegensatz zu BMW im Grundpreis inbegriffen.
Tacho mit großem, integriertem Anzeigefeld im Mercedes-Cockpit. Der in der Mittelkonsole versenkbare Farbbildschirm gehört zum DVD-Navisystem, ist ab 3403 Euro zu haben.
Kritikwürdig: Den Sitzen in der C-Klasse fehlt es vor allem im Flächenbereich an Seitenhalt. Dafür sind im Stuttgarter Kombi ...
... die Fondpassagiere bestens aufgehoben. Auf der Rückbank des Mercedes sitzt es sich besser als im BMW.
Lademeister: Der Kofferraum schluckt zwischen 484 und 1500 Liter, aber die Lehne lässt sich nicht komplett flachlegen.
Praktisch: Unter dem Kofferraumboden gibt's genug Raum für eine Fächer-Kassette. Gegen Aufpreis befindet sich darin ein Fixierset fürs Ladegut.
Es war schon immer etwas teurer, einen Benz zu fahren: Für den C 220 CDI T verlangt Mercedes einen Grundpreis von 35.938 Euro.
Das Fazit: "Auch wenn T-Modell und Touring nicht zu den geräumigsten Transportern in diesem Land gehören – schickere und schnellere Kombis hält die Klasse derzeit kaum bereit. Dabei spielt der 3er den dynamischen Part wie gehabt besonders gut."
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