Truppenbesuch mit Tempo: Oberbefehlshaber Brabus G V12 S lässt das Fernmeldebataillon 284 samt alten 250 GD strammstehen.
Hier und da soll allerdings eine Kinnlade runtergeklappt sein.
Lag es am Brabus-Brummer oder am unerwarteten Damenbesuch?
Daniela Pemöller ist im 700 PS starken Brabus unterwegs auf Kasernen-Besuch.
Pünktlich zum 30. Geburtstag spendiert die Bottroper Tuning-Schmiede Brabus der Mercedes G-Klasse, dem Kult-Offroader der Bundeswehr, einen Sturmtrupp unter der Haube.
Der stärkste Geländewagens der Welt: ein Brabus G V12 S Biturbo.
Eine Männerherzen brechende Waffe auf vier Rädern.
Der Brabus ist schnell wie ein Golf GTI, durstiger als eine Herde Bergziegen und teurer als eine Luxusvilla.
Der Brabus G V12 S hat 700 PS und kostet ab 451.010 Euro.
Es wird nur zehn dieser Edel-Tiere pro Jahr geben.
Diese gehen an Scheichs und Politiker in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Russland, und in die Ukraine.
Der Brabus geht an Menschen mit eigener Ölquelle im Garten, die der Verbrauch von über 20 Litern nicht kratzt ...
... und die schon gar nicht im Dreck spielen wollen.
Da staunt die Truppe: Unter der Mega-Haube des Brabus steckt ein fetter Biturbo-V12.
Kraft satt: Spitze 240, in 4,3 Sekunden auf Tempo 100!
Die feisten 22-Zöller des Brabus stehen ...
... im krassen Kontrast zum kargen Wolf-Cockpit.
Kopfhörer hat der auch? Und alles schnurlos – ja klar, was denn sonst. Ach ja, acht Zoll große LCD-Monitore in den vorderen Kopfstützen gibt es auch noch.
Fesseln alle Blicke: die Hochleistungsbremsen.
Jede einzelne dieser megafetten Schluppen kostet mehr als das Privatauto eines braven Soldaten.
2,5 Tonnen Leergewicht, das ist der pure Wahnsinn.
Neben dem Brabus wirken der frisch lackierte GD des Kommandeurs und der "Wolf" mit Klappverdeck reif für die Abwrackprämie.
Als Ablenkungsmanöver gehen die Soldaten zum Angriff über: "Unsere GD sind trotzdem besser. Denn wir können damit ins Gelände."
Hoffentlich nagt der Besuch nicht am Selbstwertgefühl unserer Armee.
Nicht, dass wir nachher schuld bin, wenn die oliven Jungs auf die Couch müssen.
Männer sind halt doch nur große Kinder. Auch die in Uniform.
Die Soldaten kennen den Bottroper Haudegen aus der Presse, hätten sich aber nie träumen lassen, mal in so einer Rakete sitzen ...
... oder sie gar fahren zu können.
Das Brabus-Virus springt ungebremst in jede anwesende Uniform.
Die elektronisch begrenzten 1100 Newtonmeter der Brabus-Ingenieure heizen den Soldaten gehörig ein. Der Tourenzähler schnellt auf über 5000 Umdrehungen.
Den Jungs vom Fernmeldebataillon 284 ist der Abschied nicht leichtgefallen.
Am liebsten würden die Soldaten jetzt tatsächlich Alarm auslösen, die Kaserne dichtmachen.
Nur damit der Brabus bloß nicht fahnenflüchtig wird ...
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