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Breite Winterreifen im Test

BMW M 135i, Winterreifen-Test
AUTO BILD SPORTSCARS hat sechs Breitreifen im Format 235/35 R 19 unter die Lupe genommen. Hier kommen die Ergebnisse in Kurzform – den vollständigen Testbericht gibt es in der AUTO BILD SPORTSCARS 10/2014.
Bild: Toni Bader
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Bremsen auf Schnee
Bremsen auf Schnee: Der Pirelli-Reifen (Winter Sottozero 3) kommt mit einem Bremsweg von 25,3 Metern aus. Es folgen Continental (26,0 Meter), Vredestein und Michelin (26,1 Meter) und der Billigreifen Star Performer (26,9 Meter). Zum Vergleich: Ein mitgetesteter Sommerreifen brauchte 79,1 Meter!
Bild: Toni Bader
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Handling auf Schnee
Handling auf Schnee: Die schnellsten Durchschnittsgeschwindigkeiten auf dem Test-Parcours ließen sich mit den Reifen von Pirelli und Michelin erzielen (53,0 bzw. 52,0 km/h). Vredestein, Star Performer und Continental folgen dicht dahinter, während der Nokian-Reifen deutlich abfällt (47,2 km/h). Der Sommerreifen ist auf dem Parcours nicht fahrbar.
Bild: Toni Bader
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Slalom
Slalom auf Schnee: Gerade bei der Seitenführung ist man mit einem modernen Winterreifen mit breiter Lauffläche im Vorteil. Mit seiner vergrößerten Aufstandsfläche und einer größeren Anzahl von Lamellen in den Profilblöcken lassen sich Seitenkräfte besser übertragen. Die Winterspezialisten von Pirelli und Michelin haben im Test die Nase vorn.
Bild: Toni Bader
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Traktion
Traktion auf Schnee: Der Sottozero 3 von Pirelli und Michelins Pilot Alpin sind hier wieder das Maß der Dinge. Doch auch mit Vredestein, Conti und dem chinesischen Billigreifen namens Star Performer braucht man sich vor Steigungen nicht zu fürchten. Deutlich schwächer: Finnlands Nokian WR A3.
Bild: Toni Bader
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Bremsen auf Nässe
Bremsen auf Nässe: Im Vergleich zum mitgetesteten Sommerreifen verlieren drei Reifen bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 nicht einmal einen Meter Bremsweg. Vor 10 Jahren betrug dieser Unterschied noch bis zu zwei Fahrzeuglängen. Auf diesem Niveau bremst heute der Billigreifen Star Performer.
Bild: Anuscha Sonntag
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Handling
Handling bei Nässe: Das Einlenkverhalten, der Grip auf nasser Piste und das Zusammenspiel zwischen den Rädern der Vorder- und Hinterachse entscheiden über die subjektive Benotung des Handlings. Dazu messen wir die am Limit gefahrenen Rundenzeiten. Der Conti WinterContact TS 850 P und Nokians WR A3 sammeln die meisten Punkte.
Bild: Anuscha Sonntag
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Kreisbahn
Kreisbahn-Test: Auf der Kreisbahn testen wir den Nässegrip der Reifen. Wie in einer endlosen Kurve versuchen wir dabei, das Fahrzeug möglichst schnell an der Haftgrenze der Reifen um den Kreis zu bewegen. Die schnellste Rundenzeit fährt unser Testwagen auf dem Nokian WR A3; der Star Performer aus China kommt vorzeitig ins Untersteuern.
Bild: Anuscha Sonntag
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Aquaplaning
Aquaplaning: Die Schwachstelle von breiten Winterreifen. Je breiter der Reifen, desto schwerer lässt sich das Wasser unter der Lauffläche verdrängen. Sommerreifen schaffen mit breiten Profilrillen Abhilfe. Bei Winterreifen ist das aufgrund der Profilstruktur und der weicheren Gummimischung nicht möglich. Der Pirelli-Reifen erzielt das beste Ergebnis hinter dem Sommerreifen.
Bild: Anuscha Sonntag
BMW M 135i, Winterreifen-Test, Handling
Handling auf trockener Strecke: Die Fahrdynamik eines Sommerreifens liegt auch für moderne Winterreifen noch in weiter Ferne. Dazu muss ein M+S-Reifen zu viele Kompromisse machen. Doch die Reifen von Nokian und Conti sind auf dem richtigen Weg. Dem Star Performer mangelt es dagegen auch hier an Performance.
Bild: Anuscha Sonntag
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/BMW-M-135i-Winterreifen-Test-Bremstest-1200x800-e70295a4207c1a9b.jpg
Bremsen auf trockener Strecke: Bremswege zwischen 38 und 40 Meter (aus 100 km/h) sind für Winterreifen schon eine sehr gute Leistung. Von unseren sechs Test-Reifen liefert der Nokian WR A3 (38,2 Meter) den kürzesten Bremsweg. Der neue Wintrac Xtreme S von Vredestein braucht zusätzliche 3,3 Meter. Der getestete Sommerreifen benötigt nur 32,6 Meter.
Bild: Anuscha Sonntag
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Reifen-Test-Rollwiderstands-Messung-1200x800-09b284bab99c51ce.jpg
Rollwiderstand: Winterreifen sind beim Rollwiderstand nicht schlechter als Sommerreifen. Unsere sechs Kandidaten liegen mit ihren Rollwiderstandswerten allesamt unter denen des Sommerreifens und helfen so beim Kraftstoffsparen. Die Absenkung des Rollwiderstands um fünf Prozent senkt dabei den Verbrauch um etwa ein Prozent.
Bild: Werk
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Reifen-Test-Vorbeifahrgeraeusch-1200x800-a3dea13bf18829b9.jpg
Vorbeifahrgeräusch: Die Messung der Abrollgeräusche findet auf einer genormten Fahrbahnoberfläche und trockenem Asphalt statt. Die Unterschiede zwischen unseren Winterreifen sind gering (zwischen 71 und 73 Dezibel). Der mitgetestete Sommerreifen liegt im Mittelfeld (72 Dezibel).
Bild: Toni Bader
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Star-Performer-SPTS-AS-1200x800-e00ba550ab9a71cf.jpg
Und hier kommen die Testurteile. Star Performer SPTS AS (Preis: etwa 115 Euro) • Stärken: Ausgewogen sicheres Fahrverhalten auf Schnee, leise. Schwächen: Untersteuerndes Fahrverhalten auf nasser und trockener Piste, gefährlich verlängerte Nassbremswege, erhöhter Rollwiderstand. Urteil: nicht empfehlenswert.
Bild: Toni Bader
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Nokian-WR-A3-1200x800-4580bcf8191fc11a.jpg
Nokian WR A3 (Preis: etwa 210 Euro) • Stärken: Trockenspezialist mit dynamisch sportlichem Handling auf nasser und trockener Strecke. Kurze Trockenbremswege. Schwächen: Eingeschränkte Winterqualitäten mit untersteuerndem Fahrverhalten und verlängerten Bremswegen auf Schnee. Urteil: befriedigend.
Bild: Toni Bader
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Vredestein-Wintrac-Xtreme-S-1200x800-6c683a44e538be3c.jpg
Vredestein Wintrac Xtreme S (Preis: etwa 195 Euro) • Stärken: Ausgewogen sicheres Fahrverhalten bei allen Witterungsbedingungen, gute Traktion und stabile Seitenführung auf verschneiter Piste, geringer Rollwiderstand. Schwächen: Verlängerte Bremswege auf trockener Straße, mäßige Aquaplaningqualitäten. Urteil: gut.
Bild: Toni Bader
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Continental-WinterContact-TS-850-P-1200x800-31f652332f2c4c03.jpg
Continental WinterContact TS 850 P (Preis: etwa 250 Euro) • Stärken: Überzeugender Winterreifen mit vorbildlichen Fahrqualitäten auf nasser Strecke. Vorzügliches Nass- und Trockenhandling mit präzisem Lenkansprechen und stabiler Seitenführung. Kurze Bremswege auf Schnee und nasser Fahrbahn. Niedriger Rollwiderstand. Urteil: vorbildlich.
Bild: Toni Bader
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Michelin-Pilot-Alpin-PA4-1200x800-5a79652e9c9d3c3d.jpg
Michelin Pilot Alpin PA4 (Preis: etwa 255 Euro) • Stärken: Sportliches Winterprofil mit ausgewogener Leistung auf hohem Niveau. Direktes Lenkansprechen, gute Zugkraft und stabile Seitenführung auf Schnee. Kurze Bremswege bei allen Witterungsbedingungen. Angenehmer Abrollkomfort, niedriger Rollwiderstand. Urteil: vorbildlich.
Bild: Toni Bader
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/2/1/0/9/3/8/Pirelli-Winter-Sottozero-3-1200x800-67ad844e121d68cf.jpg
Pirelli Winter Sottozero 3 (Preis: etwa 245 Euro) • Stärken: Der Winterkönig mit hervorragenden Fahreigenschaften auf verschneiter wie nasser Fahrbahn. Präzises Lenkverhalten mit guter Rückmeldung. Vorzügliche Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, sein niedriger Rollwiderstand hilft zudem beim Kraftstoffsparen. Urteil: vorbildlich.
Bild: Toni Bader