Von links: Raj Nair (Ford), Thomas Weber (Daimler) und Mitsuhiko Yamashita (Nissan) besiegeln ihre neue Technik-Kooperation. Die drei Autobauer wollen künftig ein gemeinsames Brennstoffzellensystem bauen, bei dem Wasserstoff im Auto zu Energie wird und als Emissionen nur Wasserdampf und Wärme entstehen.
Die gemeinsame Technik soll als Antriebssystem allen Partnern zur Verfügung stehen. Die "großflächige Markteinführung" sei für 2017 geplant. Bisher hatten Mercedes seine kompakte
B-Klasse mit Brennstoffzelle 2014 auf den Markt bringen wollen – dieses Ziel eines "Zwischenschritts" werde nun übersprungen, sagte Daimler-Forschungschef Thomas Weber. "Wir glauben, ...
... dieses Zeitfenster 2017 ist das Datum, um mit vernünftigen Stückzahlen anzutreten." Rückblick: Daimler-Chef Dieter Zetsche (Bild) hatte auf der IAA 2009 die Mercedes B-Klasse F-Cell vorgestellt. Da galt der Serienstart 2014 noch als klares Ziel.
"Hundert Prozent Fahrspaß, null Emissionen", so vollmundig pries Mercedes sein Brennstoffenzellenauto an. Mehr noch: Es sollte sogar das erste Serienmodell seiner Art sein.
Der Mercedes F-Cell ist auf den ersten Blick eine ganz "normale" B-Klasse erster Generation. Auf den zweiten Blick gibt's aber doch Unterschiede: Der Bordmonitor informiert die Passagiere zum Beispiel ...
... über den Kraftfluss im elektrischen System. So läuft's: Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff und erzeugt Strom für den E-Motor.
Das Konzept klingt überzeugend: Dank Sandwichboden-Bauweise bleibt der Nutzraum der B-Klasse erhalten.
Der 136 PS starke Elektromotor verspricht dynamische Fahrleistungen bei jeder Drehzahl, die Reichweite beträgt 400 Kilometer.
Statt Super oder Diesel strömt komprimierter Wasserstoff in die B-Klasse.
Ab 2009 oder 2013 – die Sache hat noch immer einen Haken: Noch fehlen die Wasserstoff-Tankstellen, damit ein flächendeckender Betrieb möglich wird.
Trotzdem ist der F-Cell ein klares Statement für die Entwicklung ...
... von alternativen Antrieben. Deshalb prangt der F-Cell-Schriftzug auch übergroß an der grün lackierten Karosse.
Ob die nun für 2017 angepeilte Serienversion des Mercedes-Brennstoffzellenautos auf Basis der neuen B-Klasse (Foto) fahren wird, hat Daimler noch nicht verraten.
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