Der SL der Baureihe 129 wurde von 1989 bis 2001 in Bremen gefertigt. Mit 204.940 gebauten Exemplaren war dieser SL überaus erfolgreich. Er war der erste SL mit vollautomatisch öffnendem Dach. Bereits ab 12.000 Euro sind gepflegte SL zu finden.
Offenfahren in aufrichtiger Ästhetik: Der R 129 zeigt von dieser Seite, dass auch gerade Linien fließend sein können. Verantwortlich für das Design: Bruno Sacco. Den seitlichen Flankenschutz nennen Fans deshalb "Saccobretter".
Der Maserati Biturbo Spyder kam 1984 mit Zagato-Karosserie und Zweiliter-V6-Motor. 1988 stellte Maserati die Motoren auf Benzineinspritzung um, 1991 gab es eine Modellpflege, zu erkennen an runden Scheinwerfern. Bis 1994 wurden insgesamt etwa 2800 Biturbo Spyder gebaut.
Der geringe Anschaffungspreis von rund 10.000 bis 15.000 Euro für einen gut erhaltenen Biturbo Spyder darf nicht über hohe Ersatzteilpreise hinwegtäuschen: Eine Wasserpumpe kostet 672 Euro, eine neuer Turbolader 1400 Euro, für einen Kotflügel legt man 700 Euro auf den Tisch.
Vier Plätze an der Sonne: Das Audi Cabrio bietet Frischluft-Fahrspass für vier Personen und überzeugt mit eleganter Optik. Das Cabrio wurde 72.000-mal von 1991 bis 2001 gebaut. Dank vollverzinkter Karosserie ist Rost bei unfallfreien Exemplaren kein Thema.
Fließende Linien: Das Design des Audi Cabrios wirkt auch 2008 noch sehr attraktiv. Außergewöhnliche Technik-Probleme sind nicht zu befürchten, dank hunderttausendfach bewährter Großserientechnik des Audi 80. Gernerell gilt: Finger weg von Fahrzeugen der Fraktion "tiefer, härter, breiter" und von Billig-Angeboten ab 3000 Euro.
Der Spaß, einen quirligen Barchetta zu fahren, beginnt bei rund 3000 Euro für ein etwas verlebtes Exemplar. Gut erhaltene Barchetta werden ab rund 5.000 Euro gehandelt. Mindestens 10.000 Euro müssen für ein Modell der letzten Serie ab 2003 angelegt werden.
Das Angebot an gebrauchten Barchetta ist üppig. Käufer können wählerisch sein – ein abgestempeltes Serviceheft sollte verlangt werden. Der Zahnriemen soll je nach Baujahr zwischen 105.000 und 120.000 km oder alle fünf Jahre gewechselt werden. Geschieht dies nicht, droht ein kapitaler Motorschaden in Folge eines gerissenen Riemens.
Einst als Lotus Elan-Kopie verunglimpft, entwickelte sich der Mazda MX-5 in den 1990er Jahren zum erfolgreichsten Roadster aller Zeiten: 433.963 Exemplare rollten vom ersten MX-5 mit Klappscheinwerfern von 1990 bis 1997 aus dem Produktionswerk in Japan. Ein gut erhaltenes Exemplar der ersten MX-5-Generation kostet heute rund 5000 Euro.
Als der MX-5 1990 erschien, hatte er bis auf den veralteten Alfa Spider keine Konkurrenz. Selbst Mazda war vom durchschlagenden Erfolg des MX-5 überrascht. Das Rezept: Er ist eng, laut und tief, hat dank Heckantrieb und direkter Lenkung exzellente Fahreigenschaften.
Der geschmeidige Zwölfzylinder, seine souveräne Kraft und bester Reisekomfort machen das Jaguar XJS V12 Cabriolet zu einem Tipp für Genießer. Der XJS ist in Deutschland weitaus exklusiver als ein Mercedes SL. Gut gepflegte Exemplare gibt es ab 15.000 Euro.
Zwei Plätze an der Sonne: Das 1988 vorgestellte XJS Cabriolet bietet Platz für zwei Personen und zwei Golfbags. Feines Wurzelnussholz und edles Connolly-Leder lassen britische Kaminzimmeratmosphäre aufkommen.
Der Baur TC4 ist solide, trägt einen guten Namen, und er ist sehr selten: Nur 310 Exemplare verließen die Werkshallen von Baur in Stuttgart. Nur die Dachkonstruktion ist von Baur, alles andere ist originale BMW-Technik. Auf die bewährte Großserientechnik ist immer Verlass, Ersatzteile sind problemlos lieferbar.
Der Baur TC4 ist nicht jedermanns Geschmack. Die Form polarisiert, ein Cabrio ohne Fensterrahmen und Überrollbügel bietet ein intensiveres Fahrerlebnis als eine geöffnete Limousine – und E36-Cabrios gibt es reichlich. Für einen 316i TC4 sind rund 6000 Euro anzulegen, vorausgesetzt, man findet einen.
Kaum ein anderes Auto bietet für nur rund 2000 Euro so viel Freizeitvergnügen: vier sonnige Sitzplätze, brauchbarer Kofferraum, niedrige Unterhaltungskosten, standfeste Großserientechnik, solides Verdeck. Gebaut wurde das Escort Cabrio übrigens bei Karmann.
Das Escort Cabrio repräsentiert den Geschmack in den späten 80er Jahren: Runde Zusatzscheinwerfer, ein fester Überrollbügel und Zweifarben-Metalliclack waren damals bei Ford angesagt.
Amerikanisches Flair vereint mit europäischen Abmessungen: Das Chrysler LeBaron Cabriolet erschien im Herbst 1986 und kam im April 1988 auf den deutschen Markt – als 2,5-Liter mit 101 PS und 2,2-Liter-Turbo mit 148 PS. 42.000 D-Mark kostete der Einstieg in die LeBaron-Welt damals, heute sind durchschnittliche Exemplare bereits ab 2000 Euro zu haben.
Wer mit einem Cabrio flink um Kurven zirkeln möchte, ist mit dem LeBaron nicht gut beraten. Lässiges Autobahn-Gleiten mit 110 km/h und eingeschaltetem Tempomat liegt dem LeBaron viel besser, dann knarzt die Karosserie auch nicht so vernehmlich.
Für das Leben am Abgrund: Defender Td 5, hier mit dem 50er-Jahre-Jubiläumsgrill von 1998. 1948 kam der erste Land Rover, der die Firma Rover damals aus einer wirtschaftlichen Krise führte. Der robuste Geländewagen erfreute sich von Anfang an großer Beliebtheit.
Gebrauchte Defender Td5 sind in Deutschland zwar keine Rarität, ein gut erhaltenes Exemplar mit Softtop zu finden, ist jedoch keine einfache Aufgabe. Unter 13.000 Euro wäre es ein Volltreffer, unabhängig vom Baujahr. Vor dem Kauf sollte man sich über den kernigen Charakter des Landy im Klaren sein: Zugig, laut, hart und primitiv geht es hinter dem Steuer zu!
Gepflegte Golf III Cabrio aus dem Erstbesitz weißhaariger Damen gibt es ab etwa 3000 Euro aufwärts. Kenner suchen nach den schrägen Sondermodellen der 90er (Colour Concept, Pink Floyd, Genesis). Oder nehmen einen TDI. Der war 1995 das erste Kompakt-Cabrio mit Dieselmotor.
Der letzte klassische Alfa Romeo Spider wurde von 1989 bis 1993 für ewige Romantiker gebaut, die sich nicht am laxen Finish stören. Heute ein Klassiker, dessen Preise langsam steigen. Top-Exemplare gibt es ab etwa 9000 Euro.
Der BMW Z8 wird der BMW 507 von übermorgen, die geringe Stückzahl von 5703 Exemplaren (555 Alpina) sorgt dafür. Leider blieb er ein Fall für Reiche: Die Preise beginnen bei etwa 85.000 Euro, Sechsstelligkeit ist nicht selten.
Golf, Escort und Kadett zu normal? Es geht auch richtig abgedreht: Bertone schnitt in den 80ern den kompakten Fiat Ritmo auf. Das Resultat: eine echte Perle des Trash. Die Absage an jede Form des Lifestyles kostet ab etwa 2000 Euro.
Als sportlicher CTI war der Peugeot 205 unser Sommertraum der 80er. Heute ist er gar nichts mehr wert. Oma-Autos in Topzustand bringen um die 2000 Euro. Ist doch klar, dass das nicht so bleiben kann.
Den Citroen Visa Plein Air kennt keiner mehr, dabei zitiert er klassische Cabrio-Limousinen der 50er – aber das war von 1983 bis 1986 nicht cool genug. Heute schon. Vor allem bei den Preisen: gute Exemplare ab 2000 Euro.
Jedes viersitzige Mercedes-Cabriolet wird zum Hochpreis-Klassiker. Ein W 124-Cabrio ist in gutem Zustand schon nicht mehr unter 20.000 Euro zu haben. Aber auch das ist okay für ein Monumnet des Stils und der Beständigkeit.
Den Trabant 601 Tramp gab es nicht nur in oliv, sondern auch als offene Zivilversion. War begehrt und teuer, ist es immer noch. Also doch einen in Mattgrün. Billig: ab etwa 2000 Euro. Tendenz steigend.
Das Porsche 944 Cabrio ist nur ein Vierzylinder. Aber einer mit ewigem Leben sowie üppigem Drehmoment. Und hoher Exklusivität: nur 6980 Exemplare von 1989 bis 1991. Auf den großen Boom warten wir noch: Sammelwürdige Stücke gibt es ab 11.000 Euro.
Ein Targa, aber kein Porsche. Und trotzdem sehr vergnüglich. Ein Toyota MR2 mit Mittelmotor kostet auch im Sahne-Zustand nicht mehr als 6000 Euro. Obacht: Viele Tuning-Baracken und Hinterhof-Testarossas. Nur Originale zählen!
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