Die legendären schwarzen Londoner Taxis sind vorerst gerettet. Der chinesische Autobauer Geely hat den Hersteller der "Black Cabs", LTI – eine Sparte der Holding Manganese Bronze – für elf Millionen Pfund (13 Millionen Euro) komplett gekauft. Geely versprach, die verbliebenen mehr als 100 Arbeitsplätze sowie die Produktion in Coventry zu erhalten.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: Zwar haben die Black Cabs in London Kultstatus, doch schon bald stellt Nissan mit dem NV200 die Taxiflotte für die britische Hauptstadt. Die Japaner haben eine Taxi-Studie auf Basis des Kompaktvans NV200 für die britische Hauptstadt vorgestellt und grünes Licht erhalten.
Nachdem Nissan mit diesem Fahrzeug bereits den Zuschlag für die Taxiflotte in New York erhielt, will Nissan jetzt den Londoner Taximarkt aufmischen.
Neben einem üppigen Platzangebot wirft das Nissan-Taxi vor allem einen niedrigen CO2-Ausstoß in die Waagschale. Laut Nissan begnügt sich der 1,5-Liter-Diesel des NV200 mit 5,3 Litern Diesel und emittiert 138 Gramm CO2 pro Kilometer, ...
... während die effizienteste Version des aktuellen Londoner Taxis TX4 satte 209 g/km CO2 in den Stadthimmel bläst.
In der "Black Cab"-Studie als London Taxi hat der NV200 Platz für fünf Passagiere: Drei nehmen auf der Rückbank Platz, für zwei weitere Mitfahrer stehen klappbare Sitze entgegen der Fahrtrichtung zur Verfügung.
Die Rückbank ist verschiebbar und schafft je nach Bedarf Raum für Rollstühle oder mehr Gepäck. Der Beifahrersitz wurde entfernt, das bringt weiteren Stauraum. Ein großes Glasdach gibt den Blick nach oben frei.
Seitliche Schiebetüren erleichtern den Einstieg, dazu bringen Trittbretter zusätzlichen Komfort.
Damit auch jeder potenzielle Passagier das Taxi als Taxi erkennt, prangt der entsprechende Schrift in großen Lettern an der Seite.
Noch sauberer könnte eine Elektroversion des NV200 Taxi-Passagiere transportieren. Dazu führt Nissan aktuell Gespräche mit allen Beteiligten über weitere Investitionen in die erforderliche Lade-Infrastruktur.
Und Nissan hat nach New York und London die Vertreter einer weiteren Metropole von seinem
NV200 Taxi überzeugt: Seit Januar 2013 können die rund 10.500 Inhaber ...
... einer Taxilizenz in Barcelona den NV200 als Mietwagen einsetzen. Der Schritt macht Sinn, ...
... denn der NV200 wird im örtlichen
Nissan Werk produziert und läuft dort demnächst auch in der rein elektrisch betriebenen Version e-NV200 vom Band.
Zunächst kommt das neue Barcelona-Taxi allerdings mit einem konventionellen 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel. Zeitnah soll auch eine Elektroversion folgen.
Im Vergleich zum Taxi-Entwurf für London fällt das Barcelona-Taxi etwas schlichter aus. Klappbare Sitze entgegen der Fahrtrichtung ...
... für zwei zusätzliche Passagiere sucht man ebenso vergebens ...
... wie den ausgebauten Beifahrersitz für zusätzliches Gepäck.
In Katalonien fährt der NV200 nahezu im Serientrimm und verbreitet Transporter-Atmosphäre.
Dafür ist Barcelona die erste Stadt, in der das Nissan-Taxi auch wirklich eingesetzt wird.
Ein Trio mit zwölf Rädern: Links das New York Taxi, mittig das für Barcelona und der e-NV200 mit Elektroantrieb.
Bei den Fotos liefert Nissan echtes Lokalkollorit:
Der Blick vom "Hausberg" Montjuïc erschließt ein herrliches Panorama, demnächst können sich Taxikunden auch im Nissan NV200 dorthin kutschieren lassen. Noch schöner ist allerdings die Fahrt mit der Seilbahn.
Gelbe Taxis sind im Stadtbild von New York nicht wegzudenken. Hier hat Nissan bereits einen Erfolg verbucht: Ab 2013 wird der NV200 einen erheblichen Anteil dieser sogenannten Cabs ausmachen.
Zur Auto Show 2012 stellte Bürgermeister Michael R. Bloomberg den gelben Van im New Yorker Stadtteil Soho vor. "Es ist das sicherste, komfortabelste und bequemste Taxi, das die Stadt jemals hatte", sagt Bloomberg.
Nissan konnte sich mit seinem Konzept bei einer zwei Jahre andauernden
Ausschreibung gegen
Ford und den türkischen Hersteller Karsan durchsetzen.
"Das Nissan-Taxi bringt beispiellose Innovation und Komfort für die New Yorker Taxi-Fahrer und täglichen 600.000 Fahrgäste mit", sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn auf der Pressekonferenz.
Der NV200 bietet Platz für vier Fahrgäste und deren Gepäck.
Ein- und Aussteigen wird durch Schiebetüren, Fußleisten und ...
... Haltegriffe erleichtert.
Nette Idee: Das Panoramadach des Nissan gibt die Sicht auf die New Yorker Skyline frei.
Eine "leise" Hupe soll den ohnehin schon hohen Lärmpegel im Big Apple nicht unnötig hochpegeln. Um trotzdem genügend Aufmerksamkeit zu bekommen, sind die Nissan-Cabs mit speziellen Lichtsignalen ausgestattet.
Für die aktive Sicherheit sorgen Airbags (vorne und hinten) und das Stabilitätssystem ESP. Die Schiebetüren senken das Unfall-Risiko ...
... mit Fußgängern, Fahrrad- und Motorradfahrern – plötzlich aufschwingende Autotüren gehören mit dem Nissan NV200 Taxi der Geschichte an.
Unabhängig vom Fahrer können die Gäste eine zweite Klimaanlage im Fond bedienen.
Leseleuchten, USB-Anschluss, Bodenleuchten zum Auffinden von Habseligkeiten und ein TV-Bildschirm gehören ebenfalls zum Wohlfühl-Paket des NV200.
Das Display im Cockpit überträgt ein Bild von den Fahrgästen. Das Material der Sitze soll besonders bequem, atmungsaktiv und pflegeleicht sein.
Das Taxameter ist in die Mittelkonsole integriert und muss nicht manuell nachgerüstet werden.
Unterlagen die gängigen New Yorker Cabs den gewöhnlichen Sicherheits-Tests für Pkw, so gelten für den NV200 verschärfte Regeln: Er wird bereits mit voller Taxi-Ausstattung zum Crashtest geschickt.
Die erste Generation der Taxi-Flotte ist mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Benziner ausgestattet. In einem Pilot-Projekt will Nissan allerdings gleichzeitig die Effektivität von Elektromotoren auf Basis von sechs Taxi-
Leaf prüfen.
Exotisch: Der Nissan bietet hinten nur eine Sitzbank mit drei Plätzen, ein vierter Passagier sitzt neben dem Fahrer. Das ist in den USA eigentlich verpönt. 2013 nimmt es die NV200 Taxi-Flotte mit den über 600.000 Fahrgästen täglich auf.
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