"Und der Haifisch, der hat Zähne" ... Bertolt Brecht hat bei Mackie Messer sicher keinen Citroën vor Augen gehabt. Aber die Genf-Studie DS3 Inside zitiert den Raubfisch mit Haifischmaul und -flosse gleich doppelt.
Kommt Ihnen die Seitenlinie bekannt vor? Da schimmert durch pralle Rundungen doch ein Mini Clubman durch. Auch die Abmessungen (3,94 Meter) kommen dem Mini nahe.
Gut, der Clubman hat deutlich mehr Ecken und Kanten, eine Clubdoor, und er bringt Retro-Design ins Spiel. Aber Ähnlichkeiten zum DS3 sind unverkennbar.
Die DS3-Technik stammt vom C3, die Karosserie ist mattschwarz lackiert mit einem silbernen Dach und nur als Dreitürer angedacht.
Lichtkunst: Bei der Gestaltung der Scheinwerfer mit viel Elan ...
... und aufwendig gezeichneten Rückleuchten wird der Premiumanspruch des DS3 Inside deutlich.
Schwung bis ins letzte Detail: Auch die Spiegel erinnern uns an den Mini.
Überm Doppelwinkel prangt die Plakette mit dem Hinweis auf die edle DS-Linie.
Bei den Motoren hinterm Winkel haben Sparsamkeit und geringer C02-Ausstoß Vorrang, ökonomische Diesel- und Benzinmotoren (90 bis 155 PS) werden kombiniert mit einem Start-Stopp-System.
Design-Details des DS3 Inside finden wir bei der Studie Citroën C-Cactus wieder, die 2007 die IAA bereicherte. Dort diente allerdings nicht der C3, sondern der C4 als Basis, die Studie war mit 4,20 Metern länger. Ihr Prinzip: Günstiger Preis trifft umweltfreundliche Technik.
So besteht der Innenraum des C-Cactus aus kaum mehr als 200 Einzelteilen – ungefähr halb so viele wie für ein gewöhnliches Auto dieser Klasse üblich.
Ein möglicher Preis sollte auf dem Niveau eines C4-Basismodell liegen, also bei etwa 15.000 Euro. Neuartige Materialien und nur wenige Einzelteile drücken die Kosten.
Die Studie ist 4,20 Meter lang und 1,80 Meter breit. Zur Komfortausstattung gehören eine automatisch geregelte Klimaanlage, eine Audioanlage, ein verglastes Panoramadach und ein Geschwindigkeitsregler.
Ein weiteres Beispiel für vereinfachende Konstruktion ist die Verwendung des gleichen Bauteils für die Kühlermaske vorn (mit Scheinwerfern und Doppelwinkel) und den unteren Teil der Heckklappe.
Bei den Details wie hier bei den Rädern legten die Franzosen dennoch Wert auf optische Genüsse.
Unter anderem musste das Armaturenbrett dran glauben: Alle dort untergebrachten Funktionen wurden auf der Mittelkonsole und der feststehenden Lenkradnabe zusammengefasst.
Die Mittelkonsole nimmt die Aktivlautsprecher der Audioanlage, den Getriebewählhebel und einen Touchscreen auf, mit dem der Bordcomputer, das Navigationssystem und die Klimaanlage bedient werden.
Flower-Power für den Innnenraum: Die Sitze bestehen aus Kunststoffschalen mit aufgeschäumter Sitzfläche.
Auf versenkbare Fenster hat Citroën verzichtet, es gibt nur ein einfaches Schiebefenster. Aufwendige Mechanismen und Fensterführungen können so entfallen.
Zahlreiche Teile sind aus Kork, der Filz der Türverkleidungen und der Ablagen im Armaturenbrett ist aus chemisch unbehandelter und biologisch abbaubarer Wolle.
Das Blumenmotiv wurde auch in den Heckleuchten wieder aufgenommen.
Der Vorderwagen besteht nur aus einer feststehenden Motorhaube mit integrierten Kotflügeln und einer Wartungsklappe, durch die Öl- und Scheibenwaschwasserstand kontrolliert und aufgefüllt werden können.
Ein weiteres Beispiel für vereinfachende Konstruktion ist die Verwendung des gleichen Bauteils für die Kühlermaske vorn (mit Scheinwerfern und Doppelwinkel) und den unteren Teil der Heckklappe.
Die Türverkleidungen bestehen lediglich aus zwei Teilen, wo in einer traditionellen Limousine zwölf eingebaut werden.
Die Schalter für Blinker, Scheinwerfer, Scheibenwischer, Hupe und Geschwindigkeitsregler und -begrenzer befinden sich hingegen auf der feststehenden Lenkradnabe, ebenso wie der Tacho und die Kontroll- und Warnleuchten.
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