Wie ist es um die Gebrauchtwagen-Qualitäten der rumänischen Bestseller-Spardose bestellt? Auffällig ist die große Kundenzufriedenheit, die auch von den Händlern bestätigt wird. Offensichtlich gehen die Kunden mit gedämpften Erwartungen an die Marke Dacia heran und freuen sich, wenn das Auto besser fährt als erwartet.
Technisch steht der Logan auf der gleichen Plattform wie Renault-Modelle, etwa der Modus. Das bürgt für eine steife, crashsichere Karosserie, die zudem für den rauen Alltag auf rumänischen Straßen optimiert wurde – mit einer dicken Schicht Bodyplast. Trotzdem kann er rosten, an den ersten Modellen hat Dacia noch am Lack gespart.
Einziger Luxus: ein Drehzahlmesser. Simples Cockpit, Lüftungsregler im Tiefparterre. Sidebags Fehlanzeige.
Leidlich bequem: Die Sitze sind weich gepolstert, wirken nach einiger Zeit knautschig. Ihre Sitzflächen sind für größere Menschen zu kurz.
Riesige Höhle: Das Lastenabteil fasst 510 Liter, ist damit größer als manche Studentenbude. Die Rückbank ist starr.
Wir kennen uns doch: Motor von Renault, dessen Karriere in den 80ern im R19 begann. Unverwüstlich, verliert aber oft Öl.
Dreh- und Angelpunkt: Probleme mit Gelenken und undichten Achsmanschetten.
Angegriffen: Drei Winter haben Katalysator und Auspuff zugesetzt.
Eher düster: Meinung des TÜV zu den Logan-Scheinwerfern.
Der Logan schlug sich wacker im Dauertest. Zwar war ihm anzusehen, dass bei Dacia gespart wird (u. a. billige Styropor-Dämmung, wackelige Sitzgestelle, wellige Polsterstoffe). Aber Motor und Getriebe überstanden die 100.000 km nahezu verschleißfrei. Reparaturen: Tausch des Tankgebers, des Sitzgestells, der Bremsscheiben und -beläge.
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