Klein ist fein: Man muss nicht unbedingt 30.000 oder mehr Euro ausgeben, um Allrad-Spaß zu haben. Diese drei modernen SUV der Vier-Meter-Klasse beweisen, ...
... dass der Fahrspaß groß und der Nutzwert erstaunlich hoch sein können, selbst wenn man die Haushaltskasse nicht komplett plündert.
Knuddel-Kasten: Der Renault begeistert mit einem enormen Platzangebot. Die geringe Bremsleistung und der mit 19.200 Euro höchste Preis im Vergleich werfen ihn aber auf den dritten Platz zurück.
Gute Fahrleistungen, guter Komfort, guter Preis (17.990 Euro): Der Sedici ging als Zweiter durchs Ziel. Ihn kosten das vergleichsweise knappe Raumangebot und die geringere Geländetauglichkeit den Sieg.
Die Nummer eins: Der 17.990 Euro teure Terios gewinnt den Vergleich, weil er einen guten Alltagskompromiss darstellt und brauchbar im Gelände ist. Er bietet zwar nicht ...
... die Raumfülle des praktischen Renault, aber deutlich mehr Kofferraum als der niedrig geschnittene Fiat. Auch bei den Fahrdisziplinen liegt er zwischen dem sportlichen Italiener und dem eher trägen Renault.
Extrapunkte gibt's im Sicherheitskapitel: Der Daihatsu zeigt einwandfreies Fahrverhalten in schnellen Kurven. Als einziger ist er serienmäßig mit ESP ausgerüstet. Die Bremsen sind zwar nicht hervorragend, aber auf der sicheren Seite.
Leider läuft der 1500er-Motor für einen kleinen Benziner reichlich rauh. Allerdings erweist sich die Daihatsu-Maschine als reichlich drehzahlgierig. Er fährt bei niedrigen Tourenzahlen weniger kraftvoll an und legt erst ...
... oberhalb von 3500 Touren temperamentvoll los. Wer die Drehzahlmesser-Nadel häufig im oberen Bereich hält, empfindet den Daihatsu als recht spritzig. Von null auf 100 geht's in 12,1 Sekunden, Schluss ist bei 162 km/h.
Der Terios schnuppert auch abseits der Wege gerne mal an kleinen Blümchen. Sein System mit Zentraldifferenzial mit klassischer 50:50-Kraftverteilung ...
... erweist sich als besonders wirksam, vor allem auf schlammigem Untergrund. Die kurzen Überhänge helfen Beschädigungen an der Karosserie zu vermeiden, und nur das Daihatsu-Fahrwerk erlaubt eine halbwegs brauchbare Achsverschränkung.
Alle Macht dem Fahrer: Der Terios erlaubt per manueller Zentraldifferenzialsperre einen Eingriff ins Allradsystem.
Erfreuliches offenbaren die Verbrauchsmessungen. Der Daihatsu geht als Sparsamster hervor, verbraucht mit 8,2 Liter/100 km rund einen halben Liter weniger als die europäische Konkurrenz. Günstiges Normalbenzin, wohlgemerkt!
Komfort-Fans kommen nicht so recht auf ihre Kosten: Die Federung ist stößig, und die Sitze sind relativ klein. Im Fond ...
... ist das Platzangebot aber ganz brauchbar.
Typisch japanisch: Die Hecktür ist rechts angeschlagen – nicht unbedingt ein Vorteil. Der Kofferraum ist mit 380 bis ...
... 1300 Liter durchaus für größere Transporte geeignet.
Vorsicht ist die Mutter der Terios-Kiste: Ein Ersatzrad ist an Bord.
Nichts Besonderes: Das Daihatsu-Cockpit vermag weder zu begeistern, noch fällt irgendetwas unangenehm auf.
Zwei bemerkenswerte Details in der Preisliste des Daihatsu: Die bei der Konkurrenz serienmäßige Klimaanlage kostet hier 1100 Euro Aufpreis, dafür kann man ...
... den Terios auch mit einem Automatikgetriebe bestellen, Fiat und Renault dagegen nicht.
Baby rein, Airbag aus: Die Lufttüte ist abschaltbar.
Der Komfortmeister heißt eindeutig Sedici. Er federt zwar straff, aber nicht unangenehm. Bemerkenswert ist aber vor allem der Motorkomfort: Der 1,6-Liter-Suzuki-Benziner ...
... dröhnt nicht und zieht ganz ordentlich. Er schafft die mit Abstand besten Fahrleistungen (0–100 km/h in 11,1 s, Vmax 173 km/h). Zum dynamischen Gesamtbild ...
... passen die sehr wirksamen und standfesten Bremsen und das auch ohne ESP (200 Euro Aufpreis) unproblematische und dabei angenehm flinke Kurvenverhalten.
Hoch das Beinchen: Die Achsverschränkung könnte besser sein – auf buckeligem Untergrund hängen oft ein oder zwei Räder in der Luft. Auf wengier fiesen Strecken und auch auf Schnee ...
... boxt sich der Sedici dank seines gut funktionierenden Allradantriebs aber ordentlich durch. Je nach Straßenverhältnissen kann man zwischen Front-, Allrad- und starrem Allradantrieb wählen. Der Schalter hierzu sitzt rechts der Handbremse.
Hervorragend: Das Cockpit macht einen äußerst einladenden Eindruck. Die Verarbeitung ist gut, die Verteilung der Knöpfe ist logisch und ...
... die Übersichtlichkeit perfekt.
Es werde Licht – im Sedici erfolgt die Höhenverstellung der Scheinwerfer per Drehrad.
Obwohl er mit seinen 4,12 Metern Länge die Mitstreiter um einige Zentimeter überragt, ist das Platzangebot im Italiener magerer. Vorn sitzt man zwar recht adäquat, ...
... auf der Rückbank ist's für Erwachsene aber ziemlich eng.
Auch im Kofferraum ist (vergleichsweise) wenig Platz: Der 270 Liter fassende Laderaum ist deutlich kleiner als bei Daihatsu und Kangoo. Wird die Rückbank umgeklappt, ...
... schluckt der Sedici immerhin 1045 Liter. Unter der Kofferraumabdeckung ...
... findet sich ein Rad für alle Fälle.
Der kastenförmige Franzose offeriert ein verblüffendes Raumangebot. Und dies auf einer Grundfläche, die sogar noch etwas parkfreundlicher geriet als die des Fiat. Schon mit aufgestellter Rücksitzbank ...
... passt mehr als doppelt so viel Gepäck in den Kangoo (550 Liter). Klappt man um, so blickt man erstaunt ...
... in ein 2500 Liter großes Transport-Areal. Bei 1,24 Meter Innenraumhöhe passen dabei trotz Vollwert-Ersatzrad auch sperrige Dinge wie Sessel oder Tische hinein. Kleinkram ...
... lässt sich toll in den vielen Fächern verstauen – zum Beispiel unterm Dachhimmel ...
... oder in der Tür.
Über mehr Platz als bei der Konkurrenz freuen sich auch Mitreisende im Fond des Renault. Zudem wird der Einstieg nach hinten durch die Schiebetüren auf beiden Seiten erleichtert – ein Vorteil vor allem in engen Parkbuchten.
Gemeinheit: Über den Spiegel haben Eltern ihre Sprößlinge auf der Rückbank immer gut im Blick. Wie soll man da noch ordentlich Blödsinn machen können?
Nicht gerade luxuriös, dafür aber sehr pflegeleicht – so präsentiert sich der Kasten innen. Das Cockpit ...
... wirkt eher spartanisch-praktisch als elegant oder komfortabel.
Die knapp 1,90 Meter Höhe bieten nicht nur (Platz-)Vorteile – der hohe Aufbau (und 200 Kilo mehr Gewicht) kosten Sprit und Spurtvermögen. Mit 8,7 Litern Durchschnittsverbrauch säuft der Renault ein bisschen mehr als die Konkurrenten, und der ..
... 95 PS starke Vierzylinder tut sich beim Beschleunigen deutlich schwerer. Bis Tempo 130 nimmt ihm der Fiat glatte zehn Sekunden ab (19,5/ 29,5 s). Schluss ist bei 156 km/h, bergab sind bis zu 165 drin.
Praktisch und günstig: Kostenvorteile wie die besonders günstige Einstufung bei der Haftpflichtversicherung und die für Vielfahrer angenehm langen Wartungsintervalle sprechen für den Franzosenkasten.
Sedici und auch Kangoo fühlen sich auf der Straße wohler.
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