Die Design-Extremisten von Dartz starten mit einem Tuning für die
Mercedes G-Klasse einen neuen Versuch, schwerreiche Russen um einen dicken Batzen Rubel zu erleichtern. Wie teuer der Umbau letztendlich wird, ...
... liegt an der Zahl von Interessenten. Finden sich mindestens zwölf potentielle Käufer, wird der iTempter sicher gebaut. Möglicherweise auch schon bei weniger – dann kostet der Umbau aber voraussichtlich mehr.
Zum Designpaket des iTempter gehören eine neue Frontmaske, ...
... breitere Kotflügel und das passende Heck. Außerdem würden die Entwickler die Seitenwände und die Türen verbreitern. Die Felgen des mit 24 Zoll großen Rädern bedachten iTempter sind mit einer Schicht aus Echtgold überzogen.
Das Erstlingswerk des von Dartz ins Leben gerufenen Designlabels Gagarin macht vor allem mit aggressiver Optik Eindruck.
Seitliche Flügel, die über den Fensterflächen liegen, sollen den martialischen Auftritt betonen.
Entsprechend dekadent soll es auch im Inneren der aufgemotzten G-Klasse zugehen. Dartz stellt Beschläge aus Holz, Oberflächen mit gestepptem Leder und eine Multimedia-Einheit mit mehreren installierten iPads in Aussicht.
Gagarin, der neue Name für Dartz-Tuningmodelle, soll an den Kosmonauten Juri Gagarin erinnern. Der hat 1961 als erster Mensch die Erde im Weltraum umrundet.
Ein weiterer Wurf der litauisch-russischen Dartz-Schmiede: ein Roadster namens Mojo.
Der Dartz Mojo ist alles andere als groß, schwer und vor allem ...
... kein gepanzerter Kampf-Säufer vor dem Herrn. Doch normal ist der Roadster keineswegs.
Inspiriert ist der Mojo angeblich vom Design der "Predator"-Filme. Irgendwie passt das auch, denn er sieht aus wie aus einem Science-Fiction-Streifen.
Extrem flach fällt der Mojo aus. Über den Köpfen der Passagiere befindet sich eine Glaskuppel, deren hinterer Teil sich öffnen lässt und den Roadster so zum Cabrio macht.
Den Antrieb übernimmt ein Vierzylinder-Benziner.
Alternativ soll es auch einen Elektro-Antrieb geben – dann wird der Mojo zum "Jo-Mojo".
Auf der Luxus-Messe Top Marques Monaco im Grimaldi Forum ...
... in Monte Carlo stand der Mojo im April 2012.
Und noch ein ungewöhnliches Nischenprodukt aus dem Osten: Dartz hat gemeinsam mit Gray Design aus Schweden ein wirklich ungewöhnliches Autoprojekt ins Leben gerufen. Der Name des merkwürdigen Crossovers im Tarnkappen-Bomber-Design lautet Dartz Prombron Nagel. Er verfügt über ...
... Talente aus ganz verschiedenen Bereichen: Optisch macht das martialische Sportback-SUV mächtig Eindruck. Auch die Performance spricht für sich, 250 Sachen sind kein Problem. Und das, obwohl das Geschoss dafür gedacht ist, eine Yacht in Schlepptau zu nehmen. Um die Sache richtig rund zu machen, ist der Nagel – typisch Dartz – auch noch gepanzert.
Gebaut ist der Nagel auf Plattform der rollenden Festung
Dartz Prombron. Unter der Haube wütet ein nicht näher bestimmter Motor, der sagenhafte 2000 PS zur Verfügung stellen soll. Dementsprechend ...
... darf die Yacht am Haken auch immerhin bis zu fünf Tonnen wiegen und bis zu 15 Meter lang sein.
Dartz versteht den Nagel als dreifache Hommage.
Geehrt werden soll zum einen die russische Vorgängermarke Russo-Balt und zum anderen Andrey Nagel, der mit einem ...
... Russo-Balt-Rennwagen die Rallye Monte Carlo im Jahr 1912 gewann, und zusätzlich soll die monegassische Yacht-Tradition gewürdigt sein. Aha. Kehren wir aus der Vergangenheit lieber zurück zu sehr gegenwärtigen Dartz-Autos, wie etwa der ...
... Red Diamond Edition des Prombron: Für 1,6 Millionene Euro Kaufpreis hat der russische Hersteller das teuerste SUV der Welt auf die Beine gestellt.
Trotz aufgelockerter Farbgebung: Die martialische Erscheinung lässt sich auch mit rotem Teillack nicht zähmen.
Dartz steht für "gepanzerte Fahrzeuge mit größtmöglichem Gangster-Style". Präsentiert wurde die Prombron Red Diamond Edition im Jahr 2009 auf der Luxus-Messe "Top Marques" im Millionärs-Paradies Monaco.
Sesam öffne dich: Die Innenausstattung des Prombron hat es in sich.
Der Kaufpreis von etwa 1,6 Millionen Euro lässt sich wohl nicht zuletzt auf ein besonderes Detail zurückführen: Die Lederausstattung des martialischen Offroaders ist aus Wal-Penishaut! Die Instrumente sind mit Diamanten und Rubinen geschmückt.
Die Fensterscheiben sind rundum kugelsicher.
Einen Frontschaden gilt es tunlichst zu vermeiden. Denn der Kühlergrill ist mit Weißgold überzogen.
Die Karosserie des Prombron besteht aus sieben Zentimeter starkem Panzerstahl, der laut Hersteller selbst einem AK-47-Sturmgewehr Paroli bietet.
Auch den 22 Zoll großen Rädern können normale Waffen nichts anhaben.
Motorisiert wird der fast vier Tonnen schwere Prombron von einem Achtzylinder mit über acht Liter Hubraum. Die Maschine entwickelt 456 PS und lässt eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h zu!
Wo man den Dartz Prombron Red Diamond Edition kaufen kann? Die Dartz-Chefs finden Sie, nicht andersrum.
Der russische Exklusiv-Hersteller ist übrigens auch für den teuersten Mini der Welt verantwortlich: Der pinke Oldschool-Renner soll rund eine Million Euro kosten.
Gesehen hat man den aufgemotzten Briten bisher aber nur auf Ausstellungen und Messen im russischen Sprachraum. Aber zurück zum Prombron – und zwar zur ...
... Urversion, dem Kombat T98. Ende 2009 wollte AUTO BILD wissen, was hat es mit diesem Panzer für den Alltag auf sich hat. Und wer die Menschen hinter dem Projekt sind.
Der russische Kampfkoloss mit Allrad wirkt bereits aus der Ferne machtvoll und martialisch. Da weicht der gemeine Autofahrer schon wegen des Selbsterhaltungstrieb von allein aus.
Hersteller des T98 ist die Combat Armoring Group. Im Hauptwerk in St. Petersburg (Russland) entstehen seit 2005 die Varianten für Russland und den Rest der Welt sowie für das Militär. Im Januar 2010 soll das Modell für Europa auf den Markt kommen. Dieses wird in Tallinn (Estland) gefertigt.
Im Büro von Projektleiter Dmitri Parfenow (am Laptop) sowie den Vorständen Wladimir Baulin und Gennadi Lazurin (stehend) hängen keine Bilder. Es gibt auch keine Modelle der eigenen Fahrzeugpalette, keine Übersicht über die Firmengeschichte und selbstverständlich auch keine Blumen.
Stattdessen stehen dort Beschussplatten. Sie sind entweder sechs Millimeter dick oder zweimal sechs Millimeter mit und ohne Wabenstruktur dazwischen oder sogar dreimal sechs Millimeter. Eine der Platten hat ein aufgemaltes weißes Fadenkreuz und sechs gut sichtbare Dellen auf der Oberfläche.
Alles Handarbeit: In der Fertigung in Tallinn arbeiten 25 Mitarbeiter.
Rund 20 Fahrzeuge pro Jahr ...
... können in Estland gebaut werden. Von hier kommen künftig die Modelle für den europäischen Markt.
Die Panzerung des T98 hält sogar schwerem NATO-MG-Feuer Kaliber 12,7 Millimeter stand. Möglich machen das hochwertige deutsche Spezial-Stähle.
Die Panzerung schlägt jedes vergleichbare Einsatzfahrzeug; sie ist sogar "stärker als der berühmte Hummer", schreibt die Combat Armoring Group.
"Ich wollte dem Wagen ein nettes, aggressives Design geben. Andere Militärfahrzeuge sind furchtbar hässlich", sagt Ingenieur und Kombat-Erfinder Dmitri Parfenow.
Die Kunden, meistens Geschäftsleute, haben die Auswahl zwischen verschiedenen Panzerungen.
Neben der Widerstandsklasse B6 (Kaliber 7,62 x 51 mm NATO Weichkern) ist auch der Schutz vor Panzerfäusten und Minen möglich.
Innere Angelegenheit: Leder und Sitzheizung sind Serie.
Ein 365 PS starker 6,6-Liter-Diesel (GM/Isuzu) verspricht 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und etwa 20 Liter Verbrauch.
Damit ist der T98 nach Angaben seiner Schöpfer der schnellste Panzer-Geländewagen der Welt. Der Preis beginnt bei 140.000 Euro.
Endabnahme: Der Kombat T98 ist bereit zur Ausfahrt.
Das Leergewicht beginnt bei rund fünf Tonnen. Kein Wunder, dass sich der Kombat T98 wie ein kleiner Lastwagen fährt. Dass ...
... viele Teile aus dem GM-Regal stammen, schlägt sich unter anderem in der weichen Federung nieder. Zudem ist ...
... das Lenkradspiel recht groß, der Wendekreis allerdings verblüffend gering. Beim ...
... Rangieren helfen Kameras hinten und sogar vorn.
Der Kombat T98 an historischer Stätte: vor der Ruine des St. Brigitta-Klosters.
Wer hat den Längsten? Eine herkömmliche Limousine der Mittel- und Oberklasse kann im Vergleich einpacken. Der Russen-Koloss ist mit 5,60 Metern Länge deutlich größer als ein Audi Q7.
Der Kombat T98 des Jahrgangs 2009 (rechts) im Vergleich mit seinem Vorgänger.
Das aktuelle Modell ist für den europäischen Markt vorgesehen.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Alex Cohrs: Der Kombat T98 passt überhaupt nicht in diese Zeit: groß, schwer, durstig – und zumindest in Europa für den Personenschutz viel zu auffällig. Auf der anderen Seite verstehen die Macher wirklich etwas von Panzerungen. Ehe ich mir einen Hummer hole, würde ich lieber einen Kombat kaufen.
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