Zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte haben sich Bentley und Zagato zusammengetan. Dem Continental GT Speed wird von den Italienern ein neues Kleid geschneidert. Das Coupé steht als Bentley GTZ auf dem Genfer Salon 2008, geht danach in eine kleine Serie.
Zagato – der Name hat für Kenner einen magischen Klang. Zagato ist einer der großen italienischen Designer. Er steht für Leichtbau, für Motorsport, für Aerodynamik und für extrovertierte Formen.
"Wir haben die ganze Karosserie neu entwickelt, kein Teil ist unverändert geblieben", sagt Zagato. "Der GTZ war eine der schwierigsten Aufgaben, die wir je zu bewältigen hatten, weil er schon in der Serie ein wunderschönes Auto ist. Es war ein fantastisches Projekt."
Das Ergebnis ist noch immer ein Bentley, vor allem in der Frontansicht. Aber ein ganz neuer. Der Lack in British Racing Green bedeckt einen sinnlich fließenden Karosseriekörper. Breite vordere Kotflügel mit separaten Blinkern flankieren einen riesigen Grill.
Schmale LED-Leuchten mit teurer Lichtleiter-Technik und flache Auspuffrohre schärfen den Abgang. Die kleine Heckscheibe und der Kofferraum folgen der Welle des Dachs, dem "double bubble", den Zagato vor 50 Jahren zu seinem Markenzeichen gemacht hat.
Der Motor, das Fahrwerk und alle Funktionen bleiben unverändert. Der W12 schöpft aus sechs Liter Hubraum. Mit leichtem Turbo-Anschub leistet er 610 PS und 750 Nm Drehmoment. Die imposante Leistung trifft auf 2,4 Tonnen, eine Sechsstufenautomatik, ...
... Allradantrieb, Luftfederung und 20-Zoll-Räder. Und sie reicht für mehr als beeindruckende Fahrleistungen: 4,5 Sekunden von null auf 100 und 326 km/h Topspeed – bei einem Verbrauch von 16,6 Litern pro 100 Kilometer im Schnitt.
"Ein Zagato ist wie ein Gemälde, ein Anlageobjekt mit sicherer Wertsteigerung. Unser Kundenkreis ist klein, lässt uns so kreativ und emotional arbeiten, wie wir wollen.", sagt Andrea Zagato.
Arbeitsschritte: Andrea Zagato (rechts) mit einem Designer.
Die "Powerwall" zeigt das Datenmodell. Die 50 Spezialisten bei Zagato schaffen die Berechnung und den Bau der Karosseriemodelle in wenigen Monaten.
Feines Finish: letzter Schliff an der Karosserie.
In der Werkstatt-Box steht der Serien-GT direkt neben dem GTZ.
Bentley-Spezialisten (mit grünen Pullovern) helfen bei der Arbeit, insgesamt lief das Projekt über ein Jahr.
Bentley wird den GTZ in England bauen. Der Preis will Zagato noch nicht verraten – "aber er ist weit unter einer Million".
Die Basis: der Bentley Continental GT Speed mit 610 PS.
Und schon der kostet 207.833 Euro. Aber es geht natürlich noch wesentlich happiger.
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