Moderne Kampfpanzer müssen höchste Ansprüche erfüllen. Der Schutz der Besatzung steht dabei an erster Stelle, gefolgt von Beweglichkeit und Feuerkraft. Weder Sand, Geröll noch Wasser dürfen ein Hindernis für sie sein.
Längst haben Stahlplatten als Panzerung ausgedient. Heute schützen Schichten aus Verbundstoffen die Mannschaft. Die besteht aus drei bis vier Soldaten: Kommandant, Fahrer, Richtschütze und Ladeschütze; der wird allerdings nur gebraucht, wenn die Ladeautomatik fehlt.
Trotz der leichteren, modernen Panzerung bringt ein Kampfpanzer wie der Leopard 2 immer noch bis zu 70 Tonnen auf die Waage. Doch dank seines MTU V12 Turbodiesels mit 1500 PS ist der Leo gut motorisiert.
Beim amerikanischen M1A2 Abrams kommt kein Diesel, sondern eine Gasturbine von Honeywell mit über 1500 PS zum Einsatz. Einem schnellen Wechsel der komplexen Triebwerke darf dennoch nichts im Wege stehen. Motor, Getriebe und Kühlanlage sind daher in einem Block gebündelt.
Die asymmetrische Kriegsführung des 21. Jahrhunderts hat die Panzer verändert. Kurz erklärt: Feinde sind nicht sofort erkennbar und können zu jeder Zeit an jedem Ort zuschlagen. Moderne Panzer müssen auf Häuserkämpfe und Hinterhalte vorbereitet sein.
Der Leopard 2 von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) ist in der aktuellsten Version A7+ zusätzlich an den Seiten und am Turm verstärkt, um besser gegen Raketenbeschuss (RPG) geschützt zu sein.
Zusätzlich hilft ein Räumschild vor dem Leo, um massive Straßensperren wegzuräumen.
Trotz Modifikationen kommt der Leopard 2 A7+ bei der Bundeswehr in Afghanistan nicht zum Einsatz. Dafür aber bei den kanadischen Soldaten.
Seit den Erfahrungen im Irak wurde der M1A2 Abrams mit dem TUSK (Tank Urban Survival Kit) sicherer gemacht. Zum Survival Kit gehört eine zusätzliche Panzerung an den Seiten.
Dieser Leopard 2 demonstriet eine weitere Schutzmaßnahme: Was aussieht wie ein Abendkleid, soll die Signatur des Panzers verringern.
Je mehr glatte Oberflächen er bietet, desto weniger ist er auf dem Radar erkennbar.
Die Spuren auf dem Boden zeigen die Wendigkeit eines Leopard 2: Er kann sich auf der Stelle drehen, während der Turm starr ausgerichtet bleibt.
Die zweite Serie des Leopard wird seit 1979 in Serie gebaut und ist Nachfolger des Leopard 1.
Die Beliebtheit des Leopard 2 bei vielen ausländischen Streitkräften sorgt in Deutschland nicht immer für Begeisterung. Andererseits ist es ein Zeichen dafür, dass der Leo sicherlich zu den besten Kampfpanzern der Welt gehört.
Ebenfalls an der Spitze der Panzer-Technologie steht der amerikanische M1 Abrams von General Dynamics Land Systems (GDLS). Seit 1980 wird er ausgeliefert. Durch seine Gasturbine steht auch in unteren Drehzahlbereichen eine hohe Antriebsleistung zur Verfügung.
Das TUSK (Tank Urban Survival Kit) des Abrams im Detail.
Hier eine Auslieferung von Abrams-Panzern an die United States Forces Korea (USFK) im Januar 2012.
Schon bald könnte die Zeit für den Abrams abgelaufen sein. Die Amerikaner suchen mit dem Ground Combat Vehicle Program nach einem Nachfolger. So stellt sich Bewerber BAE-Systems den zukünftigen Panzer der US-Army vor.
Der T-90 ist der modernste Kampfpanzer im Dienst der russischen Armee.
Seit 1992 läuft die Produktion des heute bis zu 1145 PS starken T-90.
Auch er musste dem neuen Aufgabenfeld angepasst werden. In der neusten Version T-90AM bietet er ebenfalls mehr Schutz für die Besatzung vor Hinterhalten.
Präsentation des T-90AM auf der Eurosartory 2011, die Messe für Militär-Gerät.
Auf einer Vorführung in Russland zeigt der T-90 sein Können. Durchs Wasser rollen? Kein Problem!
Königsdisziplin bei Panzervorführungen: Mit Vollgas über eine Kuppe, abheben und dann auch noch schießen. Die bunten Luftballons machen aus der Show schon fast eine Zirkusnummer.
Der Turm des T-90 wirkt gedrungen. Mit Absicht! Die niedrige Silhouette soll die Trefferfläche reduzieren.
Der T-90 ist in der Lage, Gräben bis 2,80 m und Höhenhindernisse bis 0,85 m zu überqueren.
Der israelische Kampfpanzer heißt Merkava, hebräisch für Streitwagen.
Kaum ein anderer Panzer hat ein solch eigensinniges Design. Es erinnert ...
... an riesige Krebse. Ähnlich wie die Krebse will sich der Merkava optimal seiner Umgebung (Sand und Geröll) anpassen.
Eine Besonderheit des Panzers ist der Einbau des Antriebsstranges in die Wannenfront. Dort soll er zusätzlich die Besatzung schützen.
Das Fahrwerk besteht aus sechs Schwingarmen mit Schraubenfedern pro Fahrzeugseite.
Der "Streitwagen" wird seit 1978 produziert und ist inzwischen schon in der vierten Generation verfügbar.
Die aktuellste Version, der Merkava MK4, wird seit 2003 hergestellt. Die Panzerwanne wurde neu entwickelt, um das 1500 PS starke MTU-Triebwerk aufzunehmen.
Frankreichs Top-Panzer ist nach dem französischen General des Zweiten Weltkrieges Jacques-Philippe Leclerc benannt.
Der Leclerc auf einer Parade zum Nationalfeiertag auf der Champs Elysee. Man beachte die Körperhaltung der Besatzung.
Im Einsatz an der Israelisch-Libanesischen Grenze im Rahmen der Friedensmission 2006.
Mit den Soldaten im Vergleich ist gut zu erkennen, wie gedrungen moderne Kampfpanzer sind, um eine geringe Angriffsfläche zu bieten.
Die Verbrennungsabgase des Triebwerks werden gekühlt, um nicht sofort für Wärmebild-Kameras sichtbar zu sein.
Wenn 50 Tonnen durch den Boden pflügen, wird ordentlich Staub aufgewirbelt. Luftfilter und Frischluftanlagen unterliegen besonderen Anforderungen.
Ein weiterer Panzer der Oberklasse ist der britische Challenger 2. Hier sichert er einen Check-Point im Raum Basra, Irak.
In der Basisversion verfügt der Challenger 2 über 1217 PS. Als 2E kommt er allerdings auf 1500 PS.
Da fast alle Panzer über Turbolader verfügen, ist eine Leistungssteigerung nicht ungewöhnlich, wird aber selten offiziell kommuniziert.
Der erste Challenger 2 trat im Jahr 1998 seinen Dienst in der britischen Armee an.
Im Irak machten die Briten unangenehme Erfahrungen mit sogenannten RPG, also Raktenwerfern. Daher ...
... benötigte der Challenger 2 ebenfalls eine Zusatzpanzerung, wie hier gut zu sehen ist.
Der Type 90 ist der Panzer der japanischen Streitkräfte. Seit 1990 ist er im Dienst und soll durch den Type 10 ersetzt werden.
Natürlich ist der Type 10 auf aktuelle Bedrohungen besser eingestellt und bietet mehr Möglichkeiten beim Häuserkampf. Hier ein Prototyp des Type 10. Noch nicht genug von den Panzern? Sehen Sie hier die
Kettenfahrzeuge der Bundeswehr.
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