Da ist er endlich! Porsche zeigt den Panamera in seiner ganzen Pracht. Der Familien-Sportler kommt im Spätsommer 2009 zu uns – mit V6- und V8-Triebwerken zwischen 300 und 500 PS.
Sportlich und zugleich bullig sieht er aus, der neue Limousinen-Renner aus Zuffenhausen. Die wuchtigen Radhäuser und die dicken Doppel-Endrohre erinnern stark an den 911er. Gewöhnen muss man sich nur an die zwei zusätzlichen Türen.
Vorne zeigt die lange Motorhaube mit den abgesetzten Kotflügeln eindeutig Porsche-Gene.
Auch beim Panamera verzichten die Zuffenhauser Designer auf einen klassischen Kühlergrill – der Viertürer atmet durch ausgeprägte Lufteinlässe in der Frontschürze.
Mit den Maßen 4,97 Meter/1,93 Meter/1,42 Meter (L/B/H) will Porsche ein neues Segment besetzen, indem die gestreckte GT-Silhouette mit sportlich kurzen Überhängen gepaart wird.
Über die genauen Motorendaten verrät Porsche noch nicht viel: Es sollen V-Triebwerke (Sechs- und Achtzylinder) mit 300 bis 500 PS zum Einsatz kommen. Einige Aggregate sind per Turbo aufgeladen. Geschaltet wird über ein manuelles Sechsganggetriebe oder das Siebengang-PDK.
Im Spätsommer 2009 rollt der Panamera zu uns und könnte ähnlich einschlagen wie der Cayenne bei seiner Einführung 2002. 2010 will Porsche eine Hybrid-Version des viertürigen Reise-Sportlers nachlegen.
Und so sah es aus, das erste offizielle Bild der spannendsten Porsche-Neuheit für 2009. Der viertürige Familien-Flitzer Panamera ...
... stellte sich so Ende September 2008 schon einmal dem Rest der sportlichen Familie vor. Dort hat er keine Konkurrenz zu befürchten, aber ...
... der englische Lieblingsgegner macht sich bereits fit für das Duell auf der Straße und bei den Zulassungszahlen. Der viertürige Aston Martin Rapide ...
... steht auf der Plattform des DB9 und sollte auch dessen V12-Maschine bekommen – allerdings aufgepumpt von 450 auf 480 PS. Damit geht es in rund fünf Sekunden auf Tempo 100 und ...
... fast bis auf 300 km/h. Nicht ganz so schnell ist der Markstart zu erwarten: Die Serienversion des Rapide wird nicht vor Ende 2009 kommen. Da hat der Porsche Panamera einen kleinen zeitlichen Vorsprung, den ...
... er auf der Rennstrecke ganz offensichtlich nicht hatte. Hier toben Rapide und Panamera als Erlkönige über die legendäre Nordschleife und ...
... lassen schon einmal die Muskeln spielen. Man darf gespannt sein, wie dieses Duell am Ende ausgeht, wenn beide Serienversionen auf dem Markt sind. Sicher ist: Sowohl der Porsche als auch der Aston Martin werden ihre Fans finden.
Und noch ein Panamera-Konkurrent aus England. Auch Jaguar mischt beim XF den Komfort einer viertürigen Limousine mit ...
... der Seitenlinie eines sportlichen Coupés. Beim aktuellen Topmodell zerren 416 PS und 560 Newtonmeter an der Hinterachse, die den 1,9-Tonner in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 katapultieren. Um aber in den Gefilden eines viertürigen Porsche fahren zu können, ...
... braucht Jaguar den XF-R – und der wird für 2009 erwartet. Die Schlitze in der Haube des Erlkönigs zeigen, dass darunter ein Fünfliter-V8 haust, der ...
... den eleganten Engländer dank Kompressor-Aufladung mit rund 500 PS versorgen dürfte. Weitere Indizien für die Leistung nach dem Motto "mehr als genug" ...
... sind die beiden Doppelendrohre am Heck. Mit welchen Fahrleistungen der XF-R seine Konkurrenten ärgern will und was er kostet, ist natürlich noch nicht bekannt.
Der hier hat den Trend zum viertürigen Coupé einst ausgelöst. Als CLS 63 AMG wird der Mercedes zum ernsten Panamera-Gegner, denn ...
... für den Vortrieb des schicken Schwaben sorgt die Universalwaffe aus Affalterbach: Der 6,2 Liter große V8 schickt im CLS 514 PS und 630 Nm Drehmoment in den Antriebsstrang.
Mit dem Raketenmotor im Bug beschleunigt der CLS 63 AMG in 4,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und ...
... erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h – elektronisch begrenzt. Sowas ist teuer: Der Mercedes-Benz CLS 63 AMG steht mit 106.624 Euro in der Preisliste.
Konkurrenz aus Italien: der vom Edeldesigner Pininfarina hingegossene Maserati Quattroporte S.
Kraft in schöner Verpackung: Der V8 stammt von Ferrari, er holt aus 4,7 Litern Hubraum ohne Zwangsbeatmung 430 PS und 490 Nm Drehmoment.
Im Grunde genommen ist der Quattroporte ein Sportwagen, der sich in die Familienwelt verirrt hat: In 5,4 Sekunden hat der V8 die knapp zwei Tonnen Auto auf 100 km/h beschleunigt, und erst bei 280 Sachen muss die Maschine im Bug passen.
Hinreißende Seitenlinie, aber nicht ganz billig: 123.350 Euro verlangt Maserati für einen Quattroporte S.
Kommen wir mal zu den exotischen Gegenspielern des Panamera. Der Fisker Karma ist Ende 2009 schon dort angekommen, wo Porsche mit seinem Viertürer erst noch hinwill, denn ...
... der elegant gezeichnete Sportler vertraut in Sachen Längsdynamik auf einen Hybridantrieb. Ein zwei Liter großen Benziner mit rund 250 PS ...
... schickt seine Kraft an einen Generator. Der lädt die Batterien, die einen E-Motor an der Hinterachse speisen. Das Ganze nennt Fisker dann Q-Drive.
So schnell, wie er im Stand schon aussieht, ist er auch: Fisker verspricht sechs Sekunden für den Prestigesprint und – abgeregelte – 200 km/h Spitze.
Hightech: Das Solardach will Fisker als Extra mitliefern. Es soll die Akkus zusätzlich mit Saft versorgen. Der Grundpreis des Karma wird hierzulande bei rund 75.000 Euro liegen.
Lamborghini zeigte bei der Paris Motor Show 2008 die hinreißende Interpretation eines supersportlichen Viertürers. Offiziell ist der Estoque allerdings eine Studie, deren Serienchancen ...
... äußerst klein sind. Ob Porsche einen Konkurrenten im eigenen Haus duldet?. Wie auch immer: Perfekte Proportionen machen den Estoque zum eleganten GT mit dramatischer Linie: Radstand 3010 mm, Länge 5150 mm, ...
... Breite 1990 mm, Höhe 1350 mm. Wow! "Dieses Auto spricht eine besonders breite Kundenschicht an – vom Selbstfahrer mit Familie bis zum Geschäftsmann mit Chauffeur", meint Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann.
Viel Hirnschmalz hat Lamborghini in die Aerodynamik der Leichtbaukarosserie investiert. Interessant sind der Ground-Effect-Vorderwagen und die für optimalen Abtrieb beweglichen Venturiklappen in der Heckschürze.
Böser Blick: Der vom Designteam unter Fillipo Perini und Alessandro Serra entworfene Viersitzer ist optisch ein Volltreffer, der innen wie außen dezente Anleihen beim Topmodell Reventon macht.
Abluftschlitz: Unter der Motorhaube der Studie steckt ein V10. Sollte der Estoque in Serie gehen, dürfte im Bug der neue Konzern-V8 mit vier Litern Hubraum, Bi-Turbo-Aufladung und rund 500 PS stecken. Das wird wohl auch reichen.
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