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Der neue VW Touareg im Vergleich

Mercedes GLE Volvo XC90 VW Touareg
Der neue VW Touareg ist eine Ansage: 4,88 Meter lang, 2,3 Tonnen schwer, voll mit Technik und über 60.000 Euro teuer: Reicht das gegen Volvo XC90 und Mercedes GLE? Wir machen den Test.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
VW Touareg
Nach dem Ende des Phaeton vor zwei Jahren, markiert der neue VW Touareg jetzt das obere Ende der automobilen Fahnenstange. 
Bild: Toni Bader
VW Touareg
Im gepflegten Design, bis auf die großflächig verchromte Front ist der in Sachen Fahrzeugabmessungen eher ausladende Wolfsburger angenehm zurückhaltend und im Detail sehr gekonnt.
Bild: Toni Bader
Volvo XC90
Im Segment der großen Edel-SUVs gibt es starke Konkurrenz: von Volvo zum Beispiel den XC90. Der, und das sieht man ihm wirklich nicht an, ist auch schon wieder seit 2015 auf dem Markt.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes GLE
Als Dritter unseres Vergleichs fährt der Mercedes GLE vor, im Grunde seines Herzens ein ML von 2011, der seit 2015 auf den neuen Namen hört und noch 2018 einen Nachfolger bekommt.
Bild: Toni Bader
VW Touareg
Bis dahin trumpft der VW mächtig auf. Mit noch mal deutlich mehr Platz als die beiden anderen, die auch schon geräumig sind. Besonders auffällig ist die enorme Innenbreite. 
Bild: Toni Bader
Mercedes GLE
Vorn etwa spendiert der Mercedes sechs, ...
Bild: Toni Bader
Volvo XC90
... der Volvo sogar sieben Zentimeter weniger Breite.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
VW Touareg
Platz gibt es im VW also jede Menge und dazu im Fond noch eine geteilt längs verschiebbare Rückbank.
Bild: Toni Bader
VW Touareg
Der Kofferraum schluckt jetzt 810 bis maximal 1800 Liter, beim Vorgänger waren es 697 bis 1642 Liter.
Bild: Toni Bader
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Die Einrichtung wirkt modern und klar, der Testwagen kam mit Zwölf-Zoll-Display für die digitalen Instrumente und einem riesigen 15-Zoll-Berührungsbildschirm für Navi, Klima, Hi-Fi und so weiter. Im Paket (Innovision Cockpit) mit Navi kostet das 3500 Euro.
Bild: Toni Bader
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Die Vielfalt der Funktionen und die zahlreichen Möglichkeiten machen die Bedienung wirklich nicht ganz einfach. Und die Sprachbedienung reagiert teils verzögert, Fahrzeugfunktionen lassen sich im VW nicht steuern.
Bild: Toni Bader
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Auch an anderen Stellen scheint der Rotstift gezückt gewesen zu sein: Im unteren Bereich des Cockpits verbaut VW einfache Kunststoffe, die Ablagen samt Dosenhalter auf der Mittelkonsole lassen sich nicht verschließen (wie etwa beim Volvo mit einer feinen Jalousie), ...
Bild: Volkswagen AG
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... und legt man im Fond die Rücklehnen um, entsteht keine ebene Ladefläche – im XC90 wird genau dafür die Sitzfläche zusätzlich mit abgesenkt. Nur Beispiele, und alle nicht weltbewegend, klar, aber bei einem Testwagenpreis von 77.640 Euro irgendwie auch leicht enttäuschend.
Bild: Toni Bader
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Der Kofferraum im Volvo schluckt mit umgelegter Rückbank stattliche 1886 Liter. Allerdings hat der XC90 mit 501 Kilo knapp die niedrigste Zuladung, auch die Anhängelast von 2,7 Tonnen ist die geringste, bei VW und Benz sind es 3,5 Tonnen.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Der Volvo gefällt vor allem mit seiner zurückhaltenden, feinen und sauber verarbeiteten Einrichtung. Auffälligstes Element ist der Neun-Zoll-Bildschirm in der Mitte zur Bedienung aller möglichen Funktionen – Hi-Fi,Navi, Sicherheits-Assis, Klima und so weiter. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Das System ähnelt in der Bedienung einem handelsüblichen Tablet – kann also jeder. Allerdings benutzt du dein Tablet meist entspannt auf dem Sofa sitzend und nicht, wenn du mit Tempo 130 (also 36 m/s!) über die Bahn bügelst. Das macht dann doch einen Unterschied.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Das Platzangebot im XC90 ist sehr ordentlich, entspricht ziemlich genau dem im GLE, dazu gibt es knapp geschnittene, langstreckentaugliche Sitze und auch im Fond bequeme Polster.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Im Mercedes fühlt man sich um Jahre zurückversetzt was ja nichts Schlechtes sein muss. Mit einem älteren Comand-System und kleinen Tasten. 
Bild: Toni Bader
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Die barocke Einrichtung und die kleinteilige Bedienung wirken durchaus antiquiert – genau das könnte aber vielen gefallen, Nostalgikern etwa. Die großen Sessel vorn sind bequem, ...
Bild: Toni Bader
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... auch im Fond sitzt man sehr anständig.
Bild: Toni Bader
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Der Kofferraum schluckt mit seinem Maximalvolumen von 2010 Litern am meisten Gepäck. Bestwert auch die erlaubte Zuladung von 649 Kilo.
Bild: Toni Bader
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Angetrieben wird der Mercedes von einem 3,0-Liter-V6 mit 258 PS, der zusammen mit der etwas schläfrigen Neunstufenautomatik ein freundliches Ensemble bildet. 
Bild: Toni Bader
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Der V6 schiebt früh mächtig an (620 Nm schon bei 1600 Touren), dreht obenraus aber etwas gehemmter. Er läuft rauer als etwa der VW, kerniger, aber immer schön gedämpft und ohne Aufregung.
Bild: Toni Bader
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Die Luftfederung (2035 Euro) ist noch von der alten Schule, weich wogend auf langen Wellen und etwas ungehaltener bei kurzen Stößen. Zum gemütlichen, ...
Bild: Toni Bader
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... leicht wattigen Fahrerlebnis passt auch die entkoppelt wirkende, zähe Lenkung. Kurz gesagt: Weitergehende dynamische Ambitionen hegt der GLE nicht.
Bild: Toni Bader
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Das verbindet ihn mit dem XC90, der ist friedlich und unaufgeregt unterwegs, am liebsten ohne übertriebene Hast, auf Landstraßen mit engen Kurven etwa fühlt er sich kopflastig an. Volvo hat ihn betont sicher ausgelegt, das ESP schreitet früh ein. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Auch der XC90 besaß eine Luftfederung (2270 Euro) und bietet damit einen anständigen Grundkomfort. Allerdings rollt er mit den 20-Zöllern recht hölzern ab, federt steifbeinig.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Der große Schwede wird von einem kleinen 2,0-Liter mit 235 PS angetrieben. Und dieser Vierzylinder muss sich mehr ins Zeug legen als die Sechszylinder, ...
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... wirkt im direkten Vergleich angestrengter, das Drehzahlniveau liegt höher. Die Achtstufenautomatik reagiert unter Last manchmal harsch, wirkt dann fast wie ein DSG und erreicht nicht ganz das Niveau von Mercedes und VW.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Der Touareg kommt zum Start nur mit einem Motor, dem 3,0-Liter-V6-TDI mit 286 PS, immer mit Allrad und Achtstufenautomatik. Der V6 läuft kultiviert und leise, dreht lebendig, tritt kraftvoll an. 
Bild: Toni Bader
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Beim Start braucht das Zusammenspiel mit der Automatik eine Gedenksekunde, danach reagiert die Zahnrad-Zentrale geschmeidig, wenn auch nicht übertrieben schnell.
Bild: Toni Bader
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Auch der Testwagen besaß Luftfederung, außerdem Allradlenkung (zusammen für 2850 Euro). So ausgerüstet liegt der Touareg wuchtig und satt auf der Straße, in sich ruhend.
Bild: Toni Bader
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Er lenkt direkt und präzise, fährt sich auffällig mühelos und leichtfüßig. Und die Luftfederung reagiert souverän, ausgesprochen harmonisch. Oberklasse!
Bild: Toni Bader
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Alles bestens also? Nicht ganz: Beim Stopp aus Tempo 100 stand der VW mit kalten Bremsen erst nach 37,4 Metern – der Benz einen, der Volvo über zwei Meter früher.
Bild: Toni Bader
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Leider schreibt VW auch beim Preis die größten Zahlen: Der Touareg bringt es auf stolze 77.640 Euro, ... 
Bild: Toni Bader
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... Mercedes verlangt für den GLE mit Testwagen-Ausstattung 71.954 Euro, ...
Bild: Toni Bader
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... Volvo für den XC90 74.250 Euro.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Platz drei mit 536 von 750 Punkten: Mercedes GLE 350 d 4Matic. Ausgereift und solide. Bequem und gemütlich. Kräftiger V6.
Bild: Toni Bader
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Platz zwei mit 538 von 750 Punkten: Volvo XC90 D5 AWD. Tolles Design, viel Platz. Motor und Fahrwerk leicht rustikal.
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Platz eins mit 567 von 750 Punkten: VW Touareg V6 TDI 4Motion. Sehr geräumig, erstklassige Fahreigenschaften, hoher Komfort.
Bild: Toni Bader
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Das Fazit von Dirk Branke: "Es gerät gerade etwas in Vergessenheit, aber VW baut immer noch sehr gute Autos. Wie den neuen Touareg, der hier gleich mal souverän an die Spitze fährt. Zweiter wird der stilbewusste Volvo, und fast ein Geheimtipp ist der Mercedes-, Entschuldigung, Oldie."
Bild: Toni Bader / AUTO BILD